Neue Chance für Werder-Pechvogel Keita? Werner drückt auf die Bremse

Nach 161 Tagen ohne Bundesliga-Einsatz ist Naby Keita zurück. Nach seinem vierminütigen Einsatz gegen Union Berlin drückt Werder-Coach Ole Werner jedoch auf die Bremse.
Naby Keita ist zurück auf dem Platz
Naby Keita ist zurück auf dem Platz / Christof Koepsel/GettyImages
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Dauer-Pechvogel Naby Keita ist zurück. Der Mittelfeldspieler von Werder Bremen konnte bei der knappen 1:2-Niederlage von Werder Bremen gegen Union Berlin sein Comeback geben, als er vier Minuten vor dem Ende eingewechselt wurde. Für Keita war es verletzungsbedingt erst der vierte Einsatz in der laufenden Bundesliga-Saison. Zwischen dem dritten Einsatz im September und dem vierten Einsatz im März vergingen ganze 161 Tage.

Folgerichtig kann Keita noch nicht in der Nähe seiner Top-Form sein, selbst wenn er während dieser Zeitspanne zumindest im Rahmen des Afrika-Cups Spielminuten sammeln konnte.

"Angesichts des tiefstehenden Gegners war klar, dass wir viel riskieren müssen", erklärte Werder-Coach Ole Werner die Einwechslung des 29-Jährigen. Die Idee dahinter sei gewesen, dass Keita "mit seiner Ruhe und seiner Erfahrung das Spiel vielleicht nochmal öffnen und aufbauen" könne. "Als jemand, der vor der Abwehr auch mal eine Seitenverlagerung spielt und ein Auge für die Situation hat", schilderte Werner.

Keita auf der Suche nach Spielrhythmus: Chance gegen Wolfsburg?

Geholfen hat der Kurzeinsatz des Ex-Liverpoolers aber letztlich auch nichts mehr. Noch benötigt Keita schlichtweg Zeit, um seine Form zu optimieren. "Naby arbeitet vernünftig und versucht das, was ihm an Spielrhythmus und Trainingseinheiten fehlt, aufzuholen. Das ist nicht einfach, aber trotzdem bemüht er sich. Er arbeitet daran und hat sogar die ein oder andere Extra-Schicht gemacht", sieht Werner seinen Schützling auf einem guten Weg.

Angesichts der Tatsache, dass mit Jens Stage und Senne Lynen beim nächsten Ligaspiele gegen Wolfsburg zwei Mittelfeldkräfte mit Gelbsperren fehlen, könnte Keita bereits nach der Länderspielpause ein Startelf-Einsatz winken. Werner äußerte sich bezüglich eines Startelf-Comebacks aber eher zurückhaltend und verwies stattdessen auf das Testspiel am Donnerstag gegen Hannover 96.

“Wir haben mehrere Optionen, das Spiel ist noch lange hin. Erstmal ist der Test gegen Hannover wichtig für ihn. Dann gucken wir weiter“, hielt sich der Werder-Trainer alles offen. Für Keita gilt es demnach, die Trainingsphase und das Testspiel zu nutzen und sich in Hinblick auf den Saisonendspurt zu positionieren.

Keita ist noch bis 2026 an den SVW gebunden. Eine Vertragsauflösung im Sommer soll zwischendurch zwar mal ein Thema gewesen sein, jedoch wurde dieses zunächst zu den Akten gelegt. Dennoch fällt es schwer, an einen wirklichen Turnarround zu glauben, nachdem die letzten Monate so unglücklich verliefen.


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