DFB-Team

Nationalmannschaft: Die besten deutschen Spieler der Historie pro Position

Dominik Hager
Gerd und Thomas Müller gehören zu den stärksten Spielern der DFB-Geschichte.
Gerd und Thomas Müller gehören zu den stärksten Spielern der DFB-Geschichte. / JOHN MACDOUGALL/GettyImages
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Mit vier Weltmeister- und drei Europameistertiteln gehört die deutsche Nationalmannschaft zu den erfolgreichsten Nationen weltweit. In der Historie hat es demnach auch auf jeder Position einen oder in der Regel sogar mehrere Weltklasse-Spieler gegeben. 90min hat sich auf die Suche nach den besten DFB-Spieler auf jeder Position gemacht und ist dabei auf folgendes (streitbares) Ergebnis gekommen.


1. Tor: Manuel Neuer

Manuel Neuer
Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages

Die Historie an sensationellen deutschen Torhütern ist gewaltig. Denken wir beispielsweise an Sepp Maier oder Oliver Kahn. Der kompletteste und stärkste Torhüter der deutschen Geschichte dürfte aber dann trotzdem Manuel Neuer sein. Der 36-Jährige hat Deutschland 2014 mit seinen überragenden Leistungen zum Weltmeistertitel geführt und mit dem FC Bayern alles gewonnen. Noch heute bringt er überragende Leistungen. Zudem hat er das Torwartspiel mit seiner Art des Mitspielens revolutioniert.

2. Rechtsverteidigung: Philipp Lahm

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ODD ANDERSEN/GettyImages

Philipp Lahm war in seiner Karriere stets die Verlässlichkeit in Person und einer der besten Rechtsverteidiger aller Zeiten. Doch auch für spektakuläre Szenen war Lahm immer wieder in der Lage. Als Kapitän der Weltmeister-Truppe 2014 war der 1,70 Meter große Abwehrspieler in jeder Schlacht vorne mit dabei. Seit seinem Karriereende im DFB-Team fehlt der frühere Bayern-Star an allen Ecken und Enden. Selbst beim FCB wird man vermutlich für Jahrzehnte keinen so guten Rechtsverteidiger wie Lahm zur Verfügung haben. Eine absolute Ausnahme-Erscheinung.

3. Rechte Innenverteidigung: Franz Beckenbauer

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INA FASSBENDER/GettyImages

Franz Beckenbauer ist die deutsche Fußball-Ikone schlechthin. Kaiser Franz wurde sowohl als Spieler, als auch als Trainer Weltmeister und hat zudem mit dem FC Bayern alles abgeräumt. Beckenbauer war anders als viele andere zu dieser Zeit nicht der typische beinharte Verteidiger, sondern auch äußerst talentiert am Ball und auf dem Weg nach vorne ein Faktor. Eigentlich schade, dass es die Libero-Position nicht mehr gibt. Beckenbauer war jedenfalls ein Meister darin.

4. Linke Innenverteidigung: Mats Hummels

Mats Hummels
Julian Finney/GettyImages

Mats Hummels kann sich gegenüber Spielern wie Kohler, Sammer und Boateng behaupten, weil er der einzige unter ihnen ist, der bevorzugt als linker Innenverteidiger aufgelaufen ist bzw. aufläuft. Hummels war 2014 insbesondere mit seinem Tor gegen Frankreich ein ganz entscheidender Faktor für den Weltmeistertitel. Im Klub-Fußball blieb ihm der CL-Titel bislang verwehrt, mit seiner Zweikampf- und Kopfballstärke sowie seinen Fähigkeiten im Aufbau verdient er dennoch einen Platz in dieser Elf.

5. Linksverteidigung: Andreas Brehme

Andreas Brehme
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Andreas Brehme schoss Deutschland bei der WM 1990 per Elfmeter zum Weltmeister-Titel, war aber auch abgesehen davon einer der besten Linksverteidiger seiner Zeit. Brehme hat 86 Länderspiele absolviert und es auch auf Vereinsebene krachen lassen. Immerhin wurde der Linksfuß Serie-A-Meister und deutscher Meister mit Bayern und Kaiserslautern.

6. Defensives Mittelfeld: Lothar Matthäus

Lothar Matthaus
Getty Images/GettyImages

Mit 150 Länderspielen ist Lothar Matthäus noch heute der deutsche Rekordnationalspieler. Der kleine Mittelfeldspieler mit dem großen Kämpferherz hat die Nationalmannschaft über Jahrzehnte geprägt und wurde 1980 Europa- und 1990 Weltmeister. Im Weltmeister-Jahr wurde er zudem mit dem Ballon d‘Or ausgezeichnet. Sensationell war auch seine Vereins-Karriere, wo er insbesondere beim FC Bayern erfolgreich war und sieben Meistertitel gewinnen konnte. Ein CL-Sieg blieb Matthäus aber nicht vergönnt.

7. Zentrales Mittelfeld: Bastian Schweinsteiger

Bastian Schweinsteiger
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Bastian Schweinsteiger hat sich in seiner Laufbahn zum echten Leader entwickelt, der fußballerisch äußerst beschlagen war, aber auch immer dorthin gegangen ist, wo es weh tut. Unvergessen ist sein Auftritt im WM-Finale 2014, als er sich mit zahlreichen Wunden und Blessuren in jeden Zweikampf stürzte. Schweinsteiger hat im Jahr 2012 mit dem verschossenen Elfmeter gegen Chelsea auch eine sehr dunkle Stunde erlebt, umso größer waren dafür die Erfolge in den beiden Jahren danach.

8. Offensives Mittelfeld: Günther Netzer

Gunter Netzer
Keystone/GettyImages

Günther Netzer ist einer von nur zwei Spielern in dieser Elf, die nie für den FC Bayern gespielt haben. Trotz allem war er eine echte Hausnummer im deutschen Fußball und hat mit Borussia Mönchengladbach Anfangs der 1970er Jahre diesen sogar dominiert. Netzer wurde mit den Fohlen zweimal Meister und gewann 1972 mit der DFB-Elf den Europameistertitel. Zwei Jahre später war er auch am WM-Titel 1974 erheblich beteiligt. Netzer wurde zudem zweimal mit Real Madrid Meister und ebenso zweimal zum deutschen Fußballer des Jahres ausgezeichnet.

9. Rechter Stürmer: Thomas Müller

Thomas Mueller
Alexander Hassenstein/GettyImages

"Müller ist kein Außenbahnspieler", dürften einige jetzt entsetzt aufschreien. Prinzipiell ist das auch gar nicht so falsch. Seit einigen Jahren funktioniert Thomas Müller eigentlich nur als Halbstürmer so richtig gut. Das war aber nicht immer so: Sowohl bei der WM 2010 als auch bei der WM 2014, also den beiden überragenden Müller-Turnieren, spielte der Raumdeuter als rechter Stürmer. Im Zentrum war hingegen zunächst Mesut Özil und später Toni Kroos positioniert. Die Quote und die Erfolge sprechen bei Müller für sich, wenngleich seine Glanzzeiten im DFB-Team nun schon etwas länger zurück liegen. Wenn er auch in 50 Jahren noch in dieser Elf stehen will, muss er bei der WM in Katar nochmal liefern.

10. Linker Stürmer: Hans Schäfer

Hans Schaefer
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Hans Schäfer dürfte einigen Leuten schon gar kein Begriff mehr sein. Wen wundert es, schließlich wurde der frühere Außenstürmer im Jahr 1927 geboren und ist 2017 im stolzen Alter von 90 Jahren gestorben. Schäfer gehörte dem "Wunder-von-Bern-Team" an und schoss beim WM-Titel 1954 vier Turniertore. Später wurde er von der Presse als bester Linksaußen der Welt bezeichnet. 1958 schoss er immerhin drei weitere WM-Tore, konnte das Halbfinal-Aus des Titelverteidigers aber nicht verhindern. Im Klub-Fußball ging Schäfer für den 1. FC Köln auf Torejagd und markierte in 394 Spielen 254 Tore.

11. Angriff: Gerd Müller

Gerd Muller
Dominic Barnardt/GettyImages

Es kann - zum Leidwesen von Miroslav Klose - nur einen geben. Klose gehört zu den besten deutschen Nationalspielern der Geschichte und hat Gerd Müllers Rekord von 68 Länderspieltoren übertroffen. Trotz allem ist Müller der absolute Ausnahmespieler in der deutschen Geschichte. Der geborene Torjäger hat nur 62 Länderspiele für seine 68 Tore benötigt. An eine solche Quote kommt wohl nie wieder jemand ran. Ähnlich herausragend sind auch seine 365 Bundesligatore. Gerd Müller hat die EM, die WM und den Ballon d'Or gewonnen, ganz abgesehen von den zahlreichen großen Titel mit den Bayern. In Müllers Sammlung fehlt nichts.


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