Bayern München

Musiala wegen Müller defensiver im Einsatz: Zeigt der Youngster sein ganzes Potenzial?

Dominik Hager
Thomas Müller steht Jamal Musiala auf der Zehn noch auf dem Weg
Thomas Müller steht Jamal Musiala auf der Zehn noch auf dem Weg / CHRISTOF STACHE/GettyImages
facebooktwitterreddit

Jamal Musiala kommt beim FC Bayern derzeit vermehrt im zentralen Mittelfeld zum Zuge. Der Youngster profitiert von den Verletzungen von Goretzka und Tolisso, wird aber auch langfristig in einer ähnlichen Rolle gesehen. Gleiches blüht ihm nun auch in der Nationalmannschaft. Dies liegt jedoch nicht nur an seiner Spielanlage, sondern auch am gesetzten Thomas Müller. Stellt sich nur die Frage, ob das für das Top-Talent so gut ist?


In seiner Anfangszeit beim FC Bayern überzeugte uns Jamal Musiala als unbeschwerter Offensivspieler, der sowohl auf den Außenbahnen als auch auf der Zehn glänzen konnte. Beeindruckend waren hierbei insbesondere seine Dribblings auf engem Raum, mit denen er sich sogar im Strafraum gegen mehrere Gegenspieler durchsetzen konnte. Diese Extra-Klasse besitzen nur ganz wenige Kicker, was in großen Matches durchaus ein entscheidender Faktor sein kann.

Musiala in zentraler Rolle verschenkt?

In den letzten Wochen und Monaten sahen wir diesen Musiala aber immer seltener. Der Youngster hat viele defensive Aufgaben, die er mit zunehmender Erfahrung immer besser löst. Trotz allem befindet er sich weiter weg vom Tor und kann seine Gefährlichkeit und sein risikofreudiges und unbeschwertes Spiel weniger einsetzen.

In Summe gefällt der Spieler auch auf einer zurückgezogenen Position, weil er mit schönen Bewegungen und geschickten Pässen das Spiel antreiben kann. Trotz allem stellt man sich die Frage, ob er vorne nicht besser aufgehoben wäre und die Positionsverschiebung insbesondere mit Thomas Müller zu tun hat.

Hansi Flick noch zwiegespalten

Bundestrainer Hansi Flick steht vor dem gleichen Problem wie Nagelsmann und scheint sich noch nicht ganz sicher zu sein, was die beste Lösung ist. Sport1-Berichten zufolge findet der ehemalige Bayern-Coach die Idee interessant, Musiala ein wenig defensiver agieren zu lassen. Auf der anderen Seite ist er aber auch überzeugt von Musialas Eins-gegen-Eins-Spiel im Angriffsdrittel.

Solange Thomas Müller gesetzt ist, wird sich der Youngster aber wohl mit einer defensiveren Rolle anfreunden müssen, zumal die Flügel mit Gnabry und Sané ebenfalls gut besetzt sind. Ob Musiala wirklich ein Achter werden soll und wird, werden wir aber mutmaßlich spätestens nach dem Karriereende von Thomas Müller sehen.

Dieses wird deutlich früher als jenes von Goretzka stattfinden, wenn nichts unvorhergesehenes passiert. Demnach ist es aktuell wahrscheinlich, dass Musiala früher oder später auf die Zehn rückt und wieder sein ganzes Potenzial abrufen wird.


Alles zum FC Bayern bei 90min:

Alle Bayern-News
Alle Bundesliga-News
Alle Transfer-News

facebooktwitterreddit