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Bundesliga

Klose sagte Flick ab und hofft auf Cheftrainer-Job: "Will meinen eigenen Weg gehen"

Dominik Hager
Miroslav Klose ist bereit für den ersten Job als Cheftrainer
Miroslav Klose ist bereit für den ersten Job als Cheftrainer / Alexandra Beier/Getty Images
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Es ist ruhig geworden um Miroslav Klose, der nach dem Weggang von Hansi Flick ebenfalls seinen Abschied vom FC Bayern verkündete. Dies könnte sich jedoch bald wieder ändern. Der WM-Rekordtorschütze strebt sein erstes großes Amt als Cheftrainer an und hat dafür sogar ein Angebot von Hansi Flick ausgeschlagen.


Jahrelang hat Miroslav Klose bei den Bayern im Hintergrund hervorragende Arbeit geleistet und Hansi Flick als Assistenztrainer unterstützt. Nun ist es für den 43-Jährigen aber Zeit, selbst das Ruder in die Hand zu nehmen und sich als Cheftrainer zu etablieren.

"Ich bin bereit, weil ich mich bereit fühle. Und ich habe dafür einen sehr ordentlichen Weg hinter mir. Schon als Spieler durfte ich viel erleben, dann lernte ich in den zwei Jahren als U17-Trainer diese junge Generation kennen. Schließlich war die Ausbildung zum Fußballlehrer top für mich“, erklärte er im Interview mit dem kicker.

Klose mit Absage an Flick: "Will meinen eigenen Weg gehen"

Miroslav Klose, Hansi Flick
Flick und Klose gewannen schon vor der gemeinsamen Bayern-Zeit gemeinsam die Weltmeisterschaft / Clive Rose/Getty Images

Daher schlug der ehemalige Stürmer auch ein Angebot von Hansi Flick aus, unter seiner Regie als Assistenztrainer für den DFB zu arbeiten.

"Ich wollte auf eigenen Beinen stehen, auch wenn es mit Flick sicher eine sehr gute Zeit geworden wäre", so Klose: "Für mich war klar: Jetzt will ich meinen eigenen Weg gehen, neue Erfahrungen machen und einer Mannschaft eine DNA geben. Ich will täglich auf dem Platz stehen. Das Feuer und die Euphorie habe ich", ist er sich sicher.

Konkrete Vorstellungen und Vorgaben hat Klose jedoch nicht. "Es muss einfach passen, ich muss ein gutes Gefühl haben, und dann kann es losgehen", verkündete er.

Thrombose-Erkrankung besiegt: "Es ist alles wieder gut"

Miroslav Klose sprüht vor Tatendrang und Euphorie, was auch daran liegt, dass er seine Thrombose-Erkrankung hinter sich gelassen hat.

"Es ist alles wieder gut. Ich spüre überhaupt nichts mehr. Schon seit anderthalb Monaten kann ich wieder alles machen: Fußball, Tennis, Laufen. Die Ärzte haben grünes Licht gegeben. Es ist alles top", übermittelte er die frohe Botschaft.

Demnach braucht der einstige Weltklassestürmer nur noch einen Verein, bei dem er seine hoffentlich erfolgreiche Trainer-Karriere starten kann.

"Ich brenne darauf, meinen Spielern meine Ideen auf dem Platz zu vermitteln. Bei aller Professionalität ist es mir auch extrem wichtig, viel Spaß zu haben", erläuterte er. Demnach werde er "kommunikativ" sein und ganz getreu eines modernen Führungsstils handeln. "Führung ist auch Beziehung, die du zu den Spielern haben musst. Du musst sie verstehen", erklärte er.

Nach seiner langen Profi-Laufbahn mit vielen Höhen und auch ein paar Tiefen weiß Klose genau, wovon er spricht. Gerade für einen Stürmer ist das Vertrauen von Trainer und Umfeld schließlich oft entscheidender für die Torquote als die fußballerischen Fähigkeiten.

Wir dürfen gespannt sein, ob der 43-Jährige auf dem Trainermarkt genauso begehrt ist wie damals als Spieler. Bei den zahlreichen Trainer-Wechseln, die eine Saison mit sich bringt, wäre ein Posten in der Bundesliga bereits in der laufenden Spielzeit keine so große Überraschung.

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