Manchester United

Lame Duck Solskjaer: Man Uniteds gefährliches Spiel auf Zeit

Simon Zimmermann
Wie lange darf Solskjaer noch Man United trainieren?
Wie lange darf Solskjaer noch Man United trainieren? / MARCO BERTORELLO/GettyImages
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Solskjaer bleibt, die Zweifel auch. Die Lage von Manchester United wirkt immer bedrohlicher. Statt Aufbruchsstimmung herrscht rund um das Old Trafford Tristesse. Selbst Trainer-Legende Sir Alex Ferguson soll von seinem Ex-Schützling abgerückt sein. Doch eine mögliche Alternative scheinen die Klubbosse nicht zu sehen. Zinedine Zidane ist sie jedenfalls nicht.


Wenn die beiden Spiele gegen Liverpool und Manchester City eines gezeigt haben, dann, dass Manchester United aktuell keine absolute Spitzenmannschaft ist. Die Red Devils taumeln nach elf Spieltagen durch die Premier League, Spitzenreiter Chelsea ist bereits neun Punkte enteilt.

Statt des erhofften Angriffs auf die Spitze muss man rund um das Old Trafford aktuell sogar um das Minimalziel Champions-League-Qualifikation bangen. Nach den Verpflichtungen von Cristiano Ronaldo, Jadon Sancho und Raphael Varane hatte man beim englischen Rekordmeister eigentlich gehofft, wieder ernsthaft um den Premier-League-Titel mitspielen zu können.

Ferguson nicht mehr von Solskjaer überzeugt - Glazers spielen auf Zeit

Doch die Realität ist eine ganz andere: Trainer Ole Gunnar Solskjaer steht mehr denn je in der Kritik. Eigentlich hatte man gehofft, mit dem Ex-Stürmer in eine erfolgreiche Zukunft starten zu können. Der Vertrag mit dem Norweger wurde Anfang des Jahres bis 2024 verlängert, in Sir Alex Ferguson hatte er einen mächtigen Unterstützer im Klub.

Sir Alex Ferguson
Sir Alex Ferguson glaubt wohl nicht mehr an die Wende unter Solskjaer / Ian MacNicol/GettyImages

Mittlerweile soll nach 90min-Infos aber selbst Sir Alex von seinem Ex-Schützling abgerückt sein. Er kann sich kaum mehr vorstellen, dass Solskjaer noch die Wende gelingt. Trotz der nächsten bitteren Pleite halten die Eigentümer (Glazer-Familie) aber noch am Trainer fest. Offenbar auch, weil man keine Alternative sieht, der man die große Wende zum Guten zutraut.

Zidane nicht an United-Trainerjob interessiert

Zinedine Zidane scheint nicht zur Verfügung zu stehen. Wie die spanische AS berichtet, sei es "fast unmöglich" den Franzosen von einem Engagement im Old Trafford zu überzeugen. Die Situation in Manchester sei für Zidane auf und außerhalb des Platzes nicht gut genug. Stattdessen soll der Weltmeister von 1998 auf den Job als französischer Nationaltrainer spekulieren.

FBL-ESP-LIGA-REAL MADRID-VILLARREAL
Zizou will nicht United-Trainer sein / JAVIER SORIANO/GettyImages

Dafür muss sich Zizou aber wohl mindestens bis nach der WM in Katar gedulden. Eine andere Option wäre Ex-Klub Juventus, wo Max Allegri bereits stark unter Druck sieht. Die Alte Dame würde Zidane wohl den Red Devils vorziehen.

Kein Zizou, kein Conte: Quo vadis, Red Devils?

Warum die United-Bosse eine solch ablehnende Haltung gegenüber Antonio Conte an den Tag gelegt hatten, bleibt unter den derzeitigen Umständen umso fraglicher. Der Italiener hatte bei all seinen Stationen gezeigt, dass er schnell Erfolg in einen Klub bringen kann. Mittlerweile hat sich Conte United-Rivale Tottenham angeschlossen.

Antonio Conte
Antonio Conte soll die Spurs wieder zum Erfolg führen / Clive Brunskill/GettyImages

Im roten Teil von Manchester verharrt man dagegen in einer Situation, in der die Ablösung von Solskjaer nur eine Frage der Zeit zu bleiben scheint. Bis man sich aber tatsächlich dazu durchringen mag, könnte sich die Negativspirale noch deutlich weiter nach unten drehen.

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