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Mainzer-Stürmerkarussel: Mateta darf gehen - Quaison nicht

Jean-Philippe Mateta
sagt er bald "au revoir"? - Jean-Philippe Mateta | Pool/Getty Images

Der Sturm des FSV Mainz 05 platzt mit zwölf Spielern aus allen Nähten. Die Anzahl der nominellen Angreifer soll reduziert werden, um gleichzeitig Geld in die Kasse zu spülen. Jean-Philippe Mateta, der schon länger den Wusch hat, international zu spielen, könnte die 05er in diesem Sommer verlassen. Top-Stürmer Robin Quaison soll dagegen am Rhein gehalten werden, wie der kicker berichtet.

Vor allem den Stürmern hat der FSV Mainz 05 den Verbleib in der Bundesliga zu verdanken. Lange sah es in der Karnevalshochburg düster aus, doch am Ende hielt sich die Mannschaft von Trainer Achim Beierlorzer am rettenden Ufer.

Nun steckt der Klub mitten in den Vorbereitungen für die neue Saison. Erst kürzlich wurde mit Daniel Brosinski verlängert, der nun der 34. Spieler im Kader der Mainzer für die kommende Spielzeit ist. Stand jetzt verfügen die Rheinstädter über einen riesigen Kader, der aber noch ausgedünnt werden könnte. Der wertvollste Spieler könnte bald in einem anderen Trikot zu sehen sein.

Überangebot im Sturm: Kader soll verkleinert werden

Der Angriff der Mainzer zählt aktuell zwölf nominelle Stürmer - eine sehr große Zahl, die nicht nur den Trainer vor Herausforderungen stellt. Zwar zählen zu dem Dutzend ebenso Akteure wie Paul Nebel (17), Issah Abass (21), Cyrill Akono (20), Aaron Seydel (24) und Suliman Mustapha (19), die nicht zu den Stammkräften gehören, eine Ausdünnung des Angebots würde das Klima in der Mannschaft dennoch verbessern und vor allem den Geldbeutel entgegenkommen.

Erfüllt sich Mateta seinen Traum? Hohe Ablöse winkt

Jean-Philippe Mateta ist eigentlich noch bis 2023 vertraglich an Mainz 05 gebunden. Dennoch konnte der Franzose schon in diesem Sommer die Biege machen, denn der wertvollste Spieler im Kader der 05er könnte eine hohe Ablöse einbringen. Der 23-Jährige machte nie ein Geheimnis aus seinem Traum, international zu spielen. Zu den Interessenten für den bulligen Stürmer soll der FC Brügge gehören, der in der nächsten Spielzeit als belgischer Meister in der Champions League antreten wird.

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Mainz als Sprungbrett zu einem Topclub? - Jean-Philippe Mateta (li.) | KAI PFAFFENBACH/Getty Images

Mateta entwickelte sich in Mainz prächtig und avancierte zum wertvollsten Spieler des Kaders. Sein Marktwert wird laut des Onlineportals transfermarkt.de auf 17,5 Millionen Euro taxiert. Aufgrund des dreijähriges Restvertrags können die Mainzer auf eine zweistellige Ablösesumme hoffen. Sportvorstand Rouven Schröder prophezeit im kicker für die kommenden Wochen, dass der "Transfermarkt an Schwung gewinnt" und mit hoher Wahrscheinlichkeit noch einige Anfragen für Mateta eintrudeln werden.

"Lebensversicherung" Quaison soll bleiben

Einen anderen Stürmer möchten die Mainzer hingegen unbedingt halten: Robin Quaison. Der Schwede hatte mit seinen 13 Saisontoren maßgeblichen Anteil am Klassenerhalt seiner Mannschaft. Kaum verwunderlich also, dass auch er auf den Listen einiger Interessenten steht. Anders als bei Mateta, der vergangene Saison lange verletzt fehlte, sind die Klubbosse am Bruchweg jedoch nicht gewillt, ihren wichtigsten Stürmer abzugeben.

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soll in Manz bleiben - Robin Quaison | ALEXANDER HASSENSTEIN/Getty Images

Der 26-jährige schwedische Nationalspieler hat in Mainz noch ein Jahr Vertrag. Im Vorbehalt einer Verlängerung wäre dieser Sommer also die letzte Möglichkeit, eine Ablöse zu generieren, falls es zu einem Abschied im nächsten Jahr kommen soll. Im Notfall würde man Qaison jedoch ablösefrei ziehen lassen.

Wenn Mateta verkauft würde, besteht jedoch kaum Bedarf für weiteres Geld, vor allem, wenn man seinen Verein mit Toren beglücken kann, wie es Quaison in der letzten Saison tat.

Quaison soll die Basis des Mainzer Angriffs in der nächsten Saison sein. Um ihn herum stehen Jonathan Burkardt (20), Adam Szalai (32), Karim Onjsiwo (28) und Dong-Won Ji (29) bereit, um die Vorderreihe zu komplettieren.