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Laura Freigang nach Pokal-Blamage in Leipzig: "Nicht nur Pech"

Daniel Holfelder
Eintracht Frankfurt und Laura Freigang müssen den Traum vom Pokalsieg für diese Saison begraben
Eintracht Frankfurt und Laura Freigang müssen den Traum vom Pokalsieg für diese Saison begraben / Christof Koepsel/GettyImages
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Eintracht Frankfurt hat im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Zweitliga-Tabellenführer RB Leipzig eine enttäuschende Leistung gezeigt und ist mit 1:2 aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Torjägerin Laura Freigang ging mit ihrer Mannschaft hart ins Gericht.


"Wir sind alle sehr enttäuscht, aber es war nicht nur Pech, wir haben einiges zu dieser Niederlage beigetragen, indem wir nicht die Leistung gezeigt haben, die wir zum Gewinnen gebraucht hätten", erklärte die Nationalspielerin (Zitiert via eintracht.de). Freigang hatte ihre Farben nach rund einer Viertelstunde in Führung geschossen. In der zweiten Halbzeit drehte RB die Partie und ging dank eines Doppelpacks von Marlene Müller überraschend als Sieger vom Platz.

"Wir waren dann aber nicht bei 100 Prozent, haben zu wenige Zweikämpfe gewonnen und waren hinten zu offen. In der zweiten Halbzeit haben wir leider keinen guten Fußball gezeigt. Vor allem haben wir es verpasst, nachzulegen", kritisierte Freigang, richtete den Blick aber bereits nach vorn: "Gegen Leverkusen müssen wir nun wieder das zeigen, was wir eigentlich können. Wenn wir aus dem heutigen Spiel irgendetwas mitnehmen, dann, dass es ein Wachrüttler war: Wir dürfen nicht nachlassen!"

Arnautis: "Basics nicht aufs Feld gebracht"

Trainer Niko Arnautis pflichtete seiner Stürmerin bei. "Wir haben uns das Tor in der ersten Halbzeit super herausgespielt, das hätte uns eigentlich Sicherheit geben müssen. Stattdessen wollten wir es zu oft zu schön spielen und standen insgesamt nicht kompakt genug", analysierte er. "Klar hatten wir mehr Chancen und gute Gelegenheiten, das Spiel zu gewinnen, trotzdem haben wir letztlich ein paar Basics einfach nicht aufs Feld gebracht. Am Ende hätten wir uns nicht so auskontern lassen dürfen. Deswegen haben wir heute einiges dazu beigetragen, dass wir verloren haben."

Kapitänin Tanja Pawollek fasste stellvertretend für die gesamte Mannschaft zusammen: "Die Enttäuschung ist riesengroß. Der DFB-Pokal ist ein wichtiger Wettbewerb für uns, wir hatten das feste Ziel, so weit wie möglich zu kommen, am besten bis ins Finale. Umso ärgerlicher ist es, dass wir heute verloren haben."

RB-Coach Uzun: "Sieg erarbeitet"

Leipzigs Trainer Saban Uzun verriet, mit welcher Strategie sein Team den großen Favoriten zu Fall bringen konnte. "Unsere Spielidee war heute, über Ballgewinne zu Kontergelegenheiten zu kommen. Damit haben wir ein gutes Mittel gefunden, um nach der Pause den Druck zu erhöhen und frühzeitig Gegenangriffe zu starten", sagte er. "Die Freude ist sehr groß. Wir haben uns den Sieg erarbeitet, die Mädels haben eine klasse Partie gemacht und mit Frankfurt einen Topklub geschlagen."


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