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Laimer-Wechsel im Sommer 2022 unwahrscheinlich: Bayern müssen sich wohl gedulden

Dominik Hager
Konrad Laimer bleibt offenbar noch ein Jahr in Leipzig
Konrad Laimer bleibt offenbar noch ein Jahr in Leipzig / Stuart Franklin/GettyImages
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Konrad Laimer hat nur noch ein Jahr Vertrag bei RB Leipzig und hat sich offenbar dafür entschieden, dem Klub den Rücken zu kehren. Sein Ziel ist der FC Bayern München, wo er das defensive Mittelfeld verstärken soll. Fraglich ist nur, ob der Österreicher bereits in dieser oder erst in der nächsten Sommerpause an die Isar wechselt. Vieles spricht dafür, dass ein Wechsel erst 2023 stattfindet.


Nach den Verkäufen von Dayot Upamecano und Marcel Sabitzer im Vorjahr, hat RB Leipzig wenig Lust, wieder einen Top-Spieler an die Bayern zu verlieren. Demnach möchte der Klub nun eine härtere Linie fahren, selbst wenn ein ablösefreier Wechsel im kommenden Jahr die Konsequenz sein dürfte. Der Spieler hat sich schließlich längst gegen eine Vertragsverlängerung entschieden und möchte sich den Münchnern früher oder später anschließen.

"Einerseits spielt der Wille der Spieler eine Rolle. Andererseits sind die Ziele des Vereins größer als einzelne Personen. Konni Laimer ist ein sehr wichtiger Teil unseres Spiels, wir möchten ihn nicht gehen lassen", erklärte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff im Gespräch mit der Sportbild.

Kein Bayern-Wechsel 2022? Mintzlaff rechnet mit Laimer-Verbleib

Während die Tendenz zuvor eher in Richtung eines Sommer-Wechsels 2022 zu gehen schien, wendet Mintzlaff das Blatt mit seinen Aussagen jetzt.

"Wir haben intern diskutiert, was passieren müsste, damit wir über einen Verkauf nachdenken. Aber man kann davon ausgehen, dass die Wahrscheinlichkeit, dass Laimer in der kommenden Saison für uns spielt, deutlich höher ist als die Wahrscheinlichkeit, dass er woanders spielt", stellte er klar.

An oberster Stelle stehen für RB Leipzig die sportlichen Ziele. Nachdem man in der vergangenen Hinrunde frühzeitig Federn lassen musste, möchten die Sachsen dem FCB in der kommenden Spielzeit länger Paroli bieten und nach Möglichkeit auch ein Bein im Meisterschaftsrennen stellen.

"Wir sind in einem Wettbewerb, und wir wollen nicht jeden Sommer Bayern verstärken", erläuterte der RB-Geschäftsführer. Zwar sei es "schmeichelhaft, dass der große FC Bayern sich bei uns umschaut", jedoch wollen man nun auch selbst "den nächsten Schritt machen". Dazu benötigt man die Qualität des laufstarken Mittelfeldspielers.

Andere Transfers haben Priorität: Bayern kann bis 2023 auf Laimer warten

RB Leipzig ist also bereit dazu, auf 20-25 Laimer-Millionen zu verzichten, um den Spieler ein Jahr länger bei sich zu haben. Nur wenn aus München ein noch besseres Angebot käme, könnte sich das Blatt abermals ändern. Hiervon ist aber nicht auszugehen.

Die Bayern haben noch andere kostspielige Transfer-Ziele wie Matthijs de Ligt oder einen hochbegnadeten Angreifer als Lewandowski-Nachfolger. Einen Laimer benötigt man nicht unbedingt. Warum also nicht noch ein Jahr warten bis der Spieler ablösefrei ist?!


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