Keine Panik in Gladbach: Virkus weiterhin "von unserem Weg überzeugt"

Roland Virkus weiß um die ernüchternde Saison von Borussia Mönchengladbach. Trotzdem möchte er am eingeschlagenen Weg festhalten. Größere Transfers hakt er bereits vorzeitig ab.
Roland Virkus
Roland Virkus / Christof Koepsel/GettyImages
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Geht die Saison nach ihrem Muster der vergangenen Wochen zu Ende, dann wird Borussia Mönchengladbach eine enttäuschende Saison gespielt, mit dem Abstiegskampf schlussendlich aber nicht wirklich etwas am Hut gehabt haben. Dennoch ist klar, dass das ein absolutes Minimalziel ist und nicht für Zufriedenheit im Borussia-Park sorgen kann.

Angesichts dieser schwachen Saison, die sich selbst bereits in ein Gladbach-Muster der letzten Jahre eingereiht hat, möchte Roland Virkus aber nicht in zu große Sorge verfallen.

Virkus wird eingeschlagenen Weg weitergehen - Schwierigkeiten der Saison nicht vergessen

"Wir müssen das große Ganze bewerten, und da bin ich nach wie vor von unserem Weg überzeugt", betonte er gegenüber dem Sportbuzzer. Die Niederlage im DFB-Pokal beim 1. FC Saarbrücken sieht der Sportgeschäftsführer weiterhin als exemplarisch für diese Spielzeit, doch dürfe man nicht wegen einzelner Spiele gleich alles infrage stellen.

Dabei wurde Virkus auch nicht müde zu betonen, dass die Borussia auch mit so einigen Schwierigkeiten und Hürden zu kämpfen hatte.

"Wir haben vor der Saison wichtige Spieler und damit Marktwerte verloren. Entsprechend haben wir neue Spieler geholt und auch im Staff Änderungen vorgenommen. Dazu kommen die Ausfälle", führte er an.

Mit Alassane Plea sei der wohl "wichtigste Kreativspieler" länger ausgefallen, mit Jonas Omlin verpasste der Kapitän den Großteil der Saison, ein gut in die Saison gestarteter Tomas Cvancara fiel monatelang aus. All diese zusätzlichen Faktoren hätten "nicht gerade zur Sicherheit" beigetragen, merkte Virkus an.

Kleine Maßnahmen, große Wirkung: Virkus hofft auf einen Stuttgart-Effekt

"Uns fehlt Stabilität, wir sind sehr schwankend in unseren Leistungen", resümierte er übergeordnet. Im Hinblick auf die neue Saison werde man auch im Transfer-Sommer daran arbeiten. Trotzdem mahnte der 57-Jährige schon jetzt: "Wir können nur dann viel Geld in die Hand nehmen, wenn wir Erlöse erzielen. Anders geht es nicht."

Dennoch könne die Mannschaft "in der neuen Saison besser funktionieren". Immerhin seien es manchmal "nur Kleinigkeiten, die fehlen". Dabei nannte Virkus den VfB Stuttgart als positives Beispiel. Die Schwaben hätten sich "nur minimal verändert", aber trotzdem eine große Wirkung erzielt. "In erster Linie aber wurden brachliegende Potenziale ausgeschöpft, und die sehe ich bei uns auch", scheint er auf einen ähnlichen Effekt bei der Fohlenelf zu hoffen.


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