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Bundesliga

Hofmann spricht über Bayern-Interesse - Gladbach legt Preisschild fest

Christian Gaul
Jonas Hofmann fühlt sich geschmeichelt
Jonas Hofmann fühlt sich geschmeichelt / Stuart Franklin/Getty Images
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Jonas Hofmann soll angeblich auf dem Zettel des FC Bayern stehen. Nun äußert sich der Spieler selbst zu dieser Thematik. Ist der variabelste Spieler der Borussia tatsächlich einer für den Rekordmeister?


Die kürzlich aufgetauchten Gerüchte um einen Wechsel von Jonas Hofmann von der Borussia zum FC Bayern werden nun auch vom 29-Jährigen selbst kommentiert. Doch wirkliche Aussagekraft sucht man vergebens.

"Es ist schön, dass wir umworben werden. Das ist eine tolle Anerkennung", so Hofmann gegenüber Sport1.

Konkreter äußerte sich Hofmann schon vor seiner eher unglücklichen EURO 2020, als es sich um ein mögliches Interesse des FC Chelsea handelte. Damals schloss er einen Abgang in diesem Sommer nicht aus und verwies auf den "Drang, etwas anderes zu machen".

Doch die Spur nach London erkaltete sehr schnell wieder und man ging eigentlich von einem Verbleib des Allrounders aus - bis eben nun, kurz vor Ende des Transfer-Fensters, das Gerücht um den deutschen Rekordmeister auftauchte.

22 Millionen Euro soll Gladbach fordern - Hofmann als Pendant zu Davies?

Sport1 will zudem erfahren haben, warum die Bayern so dermaßen an Hofmann interessiert sein sollen. Doch klingt dies zunächst wenig schlüssig. So sollen die Münchner "für die rechte Seite einen schnellen Schienenspieler mit Offensivdrang" suchen.

Dabei hat Hofmann diese Position eigentlich nie bekleidet. Jedenfalls nicht so, wie die Bayern es sich wünschen sollen. Denn das Portal präzisiert: "Einen, der Alphonso Davies auf der linken Seite ähnelt."

Demnach würden die Münchner einen pfeilschnellen Rechtsverteidiger suchen, der einen enormen Offensiv-Drang aufweist und nur sehr selten in das Zentrum zieht - klingt irgendwie so gar nicht nach Jonas Hofmann.

Alphonso Davies
Alphonso Davies und Jonas Hofmann: Kein Vergleich! / Alexander Hassenstein/Getty Images

Nun ist es sicherlich so, dass Hofmann diese Rolle - mit einigen Abstrichen in den Bereichen Physis und Tempo - durchaus zugetraut werden kann. Doch sein Kerngebiet würde er dann mitnichten betreten.

Wie Sport1 vermeldet, sollen sich die Bayern dennoch nach dem Preis für Hofmann erkundigt haben. Die Borussia soll daraufhin 22 Millionen Euro aufgerufen haben, da Hofmann als deutscher Nationalspieler noch bis 2023 in Gladbach unter Vertrag steht.

Will der FC Bayern tatsächlich diese eher höhere Summe für einen Spieler ausgeben, der die angeblich geforderte Rolle nur "ausnahmsweise" erfüllen kann? Da die Verhandlungen um einen Transfer des Leipzigers Marcel Sabitzer derzeit stocken, scheint man in München wohl zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu wollen.

Hofmann soll als vielseitig einsetzbarer Nationalspieler an die Isar kommen, doch das Problem auf der rechten Außenbahn würde man mit ihm nur provisorisch lösen.

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