Borussia Mönchengladbach

Jonas Hofmann über möglichen Gladbach-Abgang: "Veränderungen sind menschlich!"

Christian Gaul
Jonas Hofmann vermeidet ein Bekenntnis zur Borussia
Jonas Hofmann vermeidet ein Bekenntnis zur Borussia / Lars Baron/Getty Images
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Nach der 0:6-Pleite in München, bei der sich die Borussia als netter Partygast der Meisterschaftsfeier des FC Bayern präsentiere, wurde ein Interview mit Jonas Hofmann veröffentlicht. Die Aussagen des 28-Jährigen lassen vermuten, dass er sich ernsthaft mit einem Abschied befasst.


Gegenüber der Mallorca Zeitung äußerte sich Jonas Hofmann in erster Linie zu seinen Plänen nach der aktiven Karriere. Als Fan der Balearen-Insel besitzt der Gladbacher ein Domizil auf Mallorca, im Zuge des Kaufs ergaben sich für ihn auch einige Optionen für die Zeit nach dem Fußball.

"Nach meiner aktiven Karriere würde ich hier gern ein paar Wochen im Jahr verbringen. Bei der Recherche für den Kauf habe ich gemerkt, dass mich Architektur und die Immobilienbranche interessieren. Daraufhin habe ich die Firma gegründet. In meinem Kumpel Tom Hapke habe ich einen Immobiliendesigner und in Jochen Lendle ­einen Architekten aus Palma mit an Bord. Wir haben ein Team auf der Insel gefunden, die ersten Projekte gestartet, und jetzt entwickeln wir uns nach und nach weiter. Wir stehen für Häuser außergewöhnlicher Art", beschreibt Hofmann, der zudem auch drei Subway-Filialen leitet, sein Projekt.

Allzu lange wird er seine aktive Karriere nicht mehr fortsetzen wollen, die eigene Gesundheit sei dabei der ausschlaggebende Faktor. "Ich möchte meinem Körper nicht so sehr zusetzen, dass ich nach der aktiven Karriere den Rest meines Lebens auf Sport verzichten muss. Ich spiele gern Tennis und Golf. Ich will es nicht so weit kommen lassen, dass ich vor jedem Spiel eine Schmerztablette brauche. Bis 32 oder 33 Jahre würde ich schon gern spielen, danach wird es eine spontane Entscheidung sein, die letztendlich mein Körper treffen wird", deutet Hofmann an, dass für ihn spätestens in vier Jahren Schluss sein könnte.

Aktuell steht er noch bis 2023 bei der Borussia unter Vertrag, doch in der kommenden Spielzeit könnte sich Hofmann durchaus vorstellen, seine Zelte woanders aufzuschlagen.

DFB-Elf als Faktor - Hofmann auf der Suche nach einem letzten großen Vertrag?

"Ich habe immer betont, dass ich mich bei Borussia wohlfühle, und ich habe auch noch zwei Jahre Vertrag. Es ist aber menschlich, wenn man nach einiger Zeit in einem Verein womöglich den Drang hat, noch mal etwas anderes zu machen und zu erleben", so Hofmann.

Für den Offensiv-Allrounder wäre die Zeit nach fünf Jahren in Gladbach somit scheinbar reif, um sich Angebote für einen wohl letzten großen Vertrag einzuholen.

Jonas Hofmann
Jonas Hofmann könnte den Absprung wagen / Stuart Franklin/Getty Images

Gerüchten zufolge hatte der FC Chelsea schon vor einiger Zeit Interesse bekundet, doch auch andere Vereine werden die Auftritte Hofmanns in der Champions League verfolgt haben. Zudem gab der gebürtige Heidelberger vor wenigen Monaten sein Debüt in der DFB-Elf, auch dies sei ein wichtiges Kriterium für seine Entscheidung.

"Ich bin bald 29 Jahre alt, und trotzdem ist es mir immer wichtig, mich weiterzuentwickeln und Fortschritte zu machen. Nach meiner erstmaligen Nominierung für die Nationalmannschaft habe ich den Anspruch, dort dabei zu bleiben", bezieht sich Hofmann auf das internationale Geschäft als Bühne für die Landesauswahl.

Bei der Borussia wird es in der kommenden Spielzeit, wenn überhaupt, wohl nur für die neue Conference League reichen. Ob sich der designierte neue Bundestrainer Hansi Flick darüber überzeugen ließe, ist fraglich.

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