Ibrahimovic-Berater Raiola droht EA Sports mit Rechtsstreit: "Schon 300 Anfragen von Spielern"

Mino Raiola geht im Streit um die Abbildung von Fußballprofis in "FIFA 21" in die Offensive
Mino Raiola geht im Streit um die Abbildung von Fußballprofis in "FIFA 21" in die Offensive / Stefano Guidi/Getty Images
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Der Streit über die Rechte für die Abbildung von Fußballspielern in der EA Sports Simulation FIFA 21 droht zu eskalieren. Im Gespräch mit dem Telegraph kündigte Zlatan Ibrahimovics Berater Mino Raiola an, vor Gericht zu gehen, sollten keine Maßnahmen ergriffen werden.

Seit 1993 existiert die beliebte Fußball-Simulation FIFA aus dem Hause EA Sports, dementsprechend ist auch Zlatan Ibrahimovic seit vielen Jahren ein fester Bestandteil der Serie. Am Montag wunderte sich der 39-jährige Stürmer der AC Mailand jedoch in den sozialen Medien darüber, dass er im Videospiel vertreten ist.

Unterstützung erhielt Ibrahimovic von Gareth Bale, hinter den Kulissen sollen aber noch mehr Profis hinterfragen, wer die Bild- und Namensrechte an EA Sports verkauft hat: "Wir haben etwa 300 Anfragen von Spielern", sagte Raiola dem Telegraph.

"Die Erklärung von EA Sports besagt, dass sie Geschäfte mit Leuten gemacht haben, die die Rechte besitzen. Aber es sind Leute, die behaupten, dass sie etwas hätten, was sie gar nicht haben", so Raiola weiter. Die AC Mailand besitze ebenso keine Bildrechte an Ibrahimovic wie die Spielergewerkschaft FifPro, die der Schwede in seinem Twitter-Post verantwortlich gemacht hat. Raiola rätselt daher, woher EA Sports die Rechte hat: "Von wem haben sie dann die Bildrechte gekauft? Sie werden behaupten, dass sie kollektive Bildrechte gekauft haben und das Vereinswappen verwenden dürfen, aber das sind nicht die Spieler."

Raiola schießt gegen die FIFA

Das gesamte System müsse überprüft werden, sagte der 53-Jährige, der darüber hinaus die FIFA heftig kritisiert: "Dieses Geld darf nicht auf diese Weise an die FifPro oder FIFA gehen. Was macht die FIFA für die Spieler? Nichts! Wir reden hier nicht über 500.000 Euro, wir reden über 15, 20 Jahre der Entwicklung eines Spiels, das jetzt Milliarden wert ist."

Der Weltverband wolle "die Spieler schwächen und sie zu Sklaven machen", schimpfte Raiola, der sich nicht davor scheut, in die Offensive zu gehen: "Ich werde das nicht zulassen. Wenn EA Sports das Geschäft fortsetzen will, werden wir sie vor Gericht zerren. Wir werden jeden vor Gericht zerren, der Rechte verkauft, der sie nicht besitzt."