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Ibrahimovic und Bale wollen gegen FIFA 21 vorgehen: "Wer hat EA das erlaubt?"

Marc Knieper
Nov 24, 2020, 9:17 AM GMT+1
Stellt sich plötzlich quer: Zlatan Ibrahimovic möchte gegen EA Sports vorgehen
Stellt sich plötzlich quer: Zlatan Ibrahimovic möchte gegen EA Sports vorgehen | MB Media/Getty Images
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Selbstverliebt, großmäulig und eiskalt: Zlatan Ibrahimovic stößt mit seiner exzentrischen Art nicht überall auf Anklang, dennoch genießt er eine hohe Beliebtheit. So auch im Fußballsimulationsspiel FIFA, zu dessen Aufgebot der 39-Jährige seit etlichen Jahren gehört. Von einer Zusammenarbeit mit EA Sports möchte Ibrahimovic plötzlich nichts mehr wissen und droht gar mit einer Ermittlung. Gareth Bale stärkt ihm den Rücken.

"Wer hat EA Sports die Erlaubnis gegeben, meinen Namen und mein Gesicht zu verwenden? Die FIFPro?", fragte Ibrahimovic am Montagabend bei Twitter. Er sei kein Mitglied der Spielervereinigung FIFPro und habe erst recht niemandem erlaubt, "Geld mit mir zu machen. Jemand macht Geld mit meinem Gesicht und meinem Namen, und das seit Jahren", wütete er. Es sei nun an der "Zeit, das zu untersuchen."

Tottenhams Leihspieler Bale sprang unmittelbar auf diesem Zug auf und unterstützte das Vorhaben nur eine Stunde später mit dem Hashtag #TimeToInvestigate.

Dass den beiden erst jetzt auffällt, dass sie Teil der jährlich erscheinenden Videospielreihe sind, ist dabei natürlich völliger Humbug. So zierte Bale bereits das Cover von FIFA 14 und auch Ibrahimovic posierte bereits 2017 stolz mit seiner Premier-League-Spieler des Monats Karte in FIFA Ultimate Team. Seit etlichen Jahren erfreuen sich die FUT-Spieler an den starken Werten der beiden Fußballstars.

Hat PES die Finger im Spiel?

Warum sich Ibrahimovic und Bale nun also beschweren, bleibt fragwürdig, wirft jedoch zumindest einen Raum für Spekulationen auf. So könnte es sein, dass nach all den Jahren (Ibra ist seit FIFA 10 ein Teil von Ultimate Team) plötzlich Konami anklopft. Der japanische Hersteller des Konkurrenzspiels Pro Evolution Soccer schloss in den vergangenen Jahren immer wieder Exklusivverträge mit Mannschaften ab und könnte auch in Verbindung mit Ibrahimovic einen absoluten PR-Coup landen. Gut möglich, dass dem Schweden eine Stange Geld winkt, die ihn sogar EA Sports attackieren lässt.

Vielleicht aber fühlen sich die Stürmer auch einfach nur in ihrem Ego verletzt. Das Rating der Akteure geht seit Jahren zurück. Während Ibrahimovic in FIFA 17 noch eine Gesamtbewertung von 90 erhielt und damit zum siebt stärksten Spieler des Spiels zählte, schreiben die Macher dem Milan-Angreifer in FIFA 21 nur noch eine Bewertung von 83 zu. Eine ähnliche Negativ-Formkurve muss auch der Waliser Bale beobachten.

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