Hamburger SV

HSV-Wahl verkommt zur Farce: Jansen einziger Kandidat bei Präsidiumswahl

Dominik Hager
Der Weg für Marcell Jansen ist frei
Der Weg für Marcell Jansen ist frei / Tristar Media/Getty Images
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Der Beirat des Hamburger Sportvereins hat seine Kandidaten für die Präsidiumswahl bekannt gegeben. Am 7. August wird lediglich Ex-Profi Marcell Jansen und dessen Team zur Wahl stehen. Marinus Bester fiel beim Zweitligisten hingegen als möglicher Gegenkandidat durch.


Der Weg für Marcell Jansen für das Amt des e.V.-Präsidenten ist frei. Der frühere Linksverteidiger wird demnach einen festen Sitz im Aufsichtsrat der HSV Fußball AG erhalten, nachdem er bis zu seinem freiwilligen Rücktritt im Februar bereits als Chef des e.V. fungierte.

Allerdings sorgte die Absage des fünfköpfigen Beirats für den früheren Teammanager Marinus Bester im Netz und bei den HSV-Fans für hitzige Diskussionen. Der frühere Angreifer hatte sich mit der ehemaligen Paralympics-Siegerin Edina Müller und dem Volkswirt Philipp Wenzel als Team beworben.

"Skandal": HSV wird für "Witz-Wahl" kritisiert

Die BILD-Zeitung bezeichnet diese Entscheidung als "Skandal". Der Beirat hat den Kurs des Vereins quasi bereits festgelegt, wodurch die HSV-Mitglieder die künftige Ausrichtung des Vereins nicht mitbestimmen können.

Warum das Team von Jansen, nicht aber das von Bester durchgewunken wurde, stellen die Verantwortlichen nicht klar.

"Einige Bewerberinnen und Bewerber für die Präsidiumswahl haben ihre Bewerbung an bestimmte Bedingungen geknüpft. Dem Beirat obliegt es jedoch weder, diese Bedingungen zu bewerten, noch, diese Rahmenbedingungen zu ermöglichen. Eine Zulassung zur Präsidiumswahl war daher in diesen Fällen nicht mehr möglich", erklärte der Verein in einer Mitteilung.

Wer auf weitere Informationen hofft, muss leider enttäuscht werden. "Nachfragen zu einzelnen Bewerbungen sowie zu Nicht-Zulassungen von Bewerberinnen und Bewerbern werden nicht beantwortet", stellte der Verein klar, wenngleich den Betroffenen die Gründe genannt worden seien.

BILD-Informationen zufolge setzte der Verein spezifisch bei Wenzel an und sprach dem studierten Volkswirt die Qualifikationen als Schatzmeister ab.

"Schlag für das Demokratie-Verständnis" - Nur Hartmann nicht im Team-Jansen.

Während das Amt des Schatzmeisters an Jansens "Team-Mitglied" Michael Papenfuß gehen wird, erwartet uns lediglich im Kampf um die Wahl des Vize-Präsidenten ein Duell. Hier konkurrieren Bernd Wehmeyer (Team Jansen) und Dr. Ralph Hartmann, der bereits zwischen 2015 und 2018 zum Präsidium gehörte. Hartmann ist demnach der einzige Kandidat, der nicht zum Team-Jansen gehört.

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