Bayern München

Sechs Wochen Pause: Bundesliga-Auftakt gegen Gladbach und Supercup gegen Dortmund wohl ohne Hernández

Dominik Hager
Sorgen beim FC Bayern: Lucas Hernández wird zum Auftakt fehlen
Sorgen beim FC Bayern: Lucas Hernández wird zum Auftakt fehlen / Alexander Hassenstein/Getty Images
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Noch bleibt dem FC Bayern ein ganzer Monat, ehe das erste Bundesligaspiel der neuen Saison in Gladbach (13. August) ansteht. Allerdings steht bereits jetzt fest, dass ein wichtiger Akteur fehlen wird. Wie der kicker berichtet, kommt ein Einsatz Mitte August für Lucas Hernández zu früh. Dieser musste sich nach seiner Verletzung aus dem EM-Spiel gegen Portugal einer Meniskus-Operation unterziehen lassen.


Nach den Abgängen von Jérôme Boateng und David Alaba sollte eigentlich Lucas Hernández zum neuen Abwehr-Leader aufsteigen und gemeinsam mit Neuzugang Dayot Upamecano den Laden dicht machen. Daraus wird aber erstmal nichts. Der Weltmeister von 2018 musste nach seiner Verletzung und dem Ausscheiden der Franzosen am eingerissenen Innenmeniskus des linken Knies operiert werden.

Im Gegensatz zu den anderen EM-Fahrern wird der Abwehrspieler demnach nicht Ende Juli ins Mannschaftstraining einsteigen können und auch im DFB-Pokal beim Bremer SV (7. August) und beim Liga-Auftakt in Gladbach (13. August) fehlen.

Hernández-Ausfall: Nutzen Süle und Nianzou ihre Chance?

Derzeit befindet sich der verletzte Spieler wegen der Wundheilung noch in München und wird im Anschluss bis Ende Juli Urlaub machen. Dabei wird er laut kicker-Informationen von zwei Physiotherapeuten begleitet, die die Trainingstherapie gestalten. Im Anschluss wird er mutmaßlich an der Säbener Straße zunächst individuell trainieren, ehe er wieder mit seinen Kollegen auf den Platz darf.

Der FC Bayern wird hier wenig riskieren wollen, zumal Hernández nicht zum ersten Mal am linken Knie verletzt ist. Schon zuvor soll er mehrmals über Probleme geklagt haben. Die vermutete Ausfallzeit von sechs Wochen wird demnach kaum unterschritten werden können.

Neben dem Pokal- und dem Bundesligastart wird der 25-Jährige aller Voraussicht nach auch den Supercup gegen Borussia Dortmund (17. August) und das Heimspiel gegen Köln (22. August) verpassen. Gegen die Hertha (28. August) könnte der Innenverteidiger bei einem guten Verlauf wieder mitwirken.

Selbst wenn Hernández nicht so viele Spiele verpassen sollte, kommt die Verletzung zu einem schlechten Zeitpunkt. Nachdem Boateng und Alaba den Verein verlassen haben, bauen die Münchner voll auf den zweikampfstarken Innenverteidiger. Dieser hätte die Chance gehabt, an die starke Rückrunde der Vorsaison anzuschließen und sofort in eine Führungsrolle schlüpfen zu können.

Tanguy Nianzou
Tanguy Nianzou brennt nach unglücklicher Debüt-Saison auf seine Chance / Alexander Scheuber/Getty Images

Nun werden jedoch andere Spieler die Chance bekommen, sich in den Vordergrund zu spielen. Mit Niklas Süle und Tanguy Nianzou stehen jedenfalls zwei Spieler im Kader, die auf eine solche Gelegenheit brennen müssten. Wir dürfen nicht vergessen, dass Süle schon zu Hoffenheimer Zeiten erfolgreich mit Nagelsmann zusammengearbeitet hat und Nianzou vom neuen Coach als "riesiges Talent" betitelt wurde. Ganz so sicher, wie man meinen dürfte, ist der Stammplatz für Hernández demnach vielleicht doch nicht.

Viele Fragezeichen in der Defensive: Droht den Bayern ein Abwehr-Chaos?

Ob Süle und/oder Nianzou ihre Chance aber nutzen können, steht auf einem anderen Zettel. Zum Auftakt ist ein ordentliches "Kuddelmuddel" in der Bayern-Abwehr nicht auszuschließen. Benjamin Pavard und Niklas Süle werden erst Ende Juli zurückkommen, während sich Alphonso Davies zuletzt eine Verletzung zuzog.

Alphonso Davies
Alphonso Davies (links) musste verletzt vom Gold Cup abreisen / Jonathan Daniel/Getty Images

Hinzu kommt, dass sich die Neuzugänge Dayot Upamecano und Omar Richards zunächst im Klub zurechtfinden müssen und Tanguy Nianzou nach seinen vielen Verletzungen auch noch eher ein unerprobter Neuling ist.

Bis sich die Bayern-Abwehr gefunden hat, könnte Hernández also auch schon wieder bereit sein. Langfristig ist letztlich schon davon auszugehen, dass dieser eine tragende Rolle in der Münchner Defensive spielen wird. Allerdings wird dessen Verletzungsanfälligkeiten den Bayern-Bossen durchaus die ein oder andere Sorge bereiten.

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