FC Schalke 04

Harit-Leihe verhindert wohl Punkte-Abzug: So kurios war der Deal zwischen zwei Klubs in Geldnot

Dominik Hager
Amine Harit wechselt per Leihbasis zu Marseille und rettet Schalke wohl vor einem Punkte-Abzug
Amine Harit wechselt per Leihbasis zu Marseille und rettet Schalke wohl vor einem Punkte-Abzug / ROLF VENNENBERND/Getty Images
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Der FC Schalke kommt auch in der 2. Liga nicht so richtig zur Ruhe. Derzeit ist ein drohender Sechs-Punkte-Abzug, der durch die Leihe von Mittelfeldprofi Amine Harit gerade noch verhindert worden sein konnte, das Gesprächsthema Nummer eins im Ruhrpott.


Der FC Schalke kämpft in Liga zwei mit den Gegnern, sich selbst und natürlich in erster Linie mit den Finanzen. Die Königsblauen bekamen die Lizenz für die neue Saison lediglich unter der Auflage, nach dem Ende der Transferfrist die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit nachweisen zu können.

Damit hatte der Klub jedoch bis zur letzten Sekunde zu kämpfen. Nachdem unter anderem mit Ozan Kabak (Norwich), Omar Mascarell (FC Elche) und Matija Nastasic (Florenz) drei Top-Verdiener den Klub im Sommer verließen, bekam man Last-Minute auch noch Amine Harit von der Gehaltsliste.

Die Verkündung der Leihe nach Marseille erfolgte erst einen Tag nach dem Deadline-Day, da die „Phocéens“ unter strenger Aufsicht der Nationalen Kontroll- und Managementabteilung der französischen Fußballliga stehen, die den Deal zunächst überprüfen musste.

Kurios: Ex-Dortmunder trägt zur Schalke-Rettung bei

Problem bei dem angestrebten Deal war vor allem, dass Olympique Marseille finanziell ebenfalls nicht gerade auf Rosen gebettet ist. Letztlich mussten laut RMC Sport drei Spieler vorübergehende Gehaltseinbußen auf sich nehmen, damit der Verein Harit registrieren konnte.

Pol Lirola, Alvaro Gonzalez und Ex-BVB-Profi Leonardo Balerdi stimmten dem Wunsch des Vereins zu und ermöglichten die Leihe.

Letztlich ging alles gut und der FC Schalke kann sich das Gehalt des Spielers sparen. Brisant ist aber vor allem, dass ausgerechnet ein früherer Dortmund-Star den Königsblauen indirekt zur Hilfe sprang.

Knäbel spricht über die brisante Lage: "Harit-Transfer war von existenzieller Bedeutung"

Knapp war die Angelegenheit definitiv und auch Sportvorstand Peter Knäbel dürfte schon unruhig umhergesprungen sein.

„Der Harit-Transfer war für uns von existenzieller Bedeutung“, verriet er gegenüber der BILD. „Das Damokles-Schwert war in der Tat die ganz Zeit über uns“, verdeutlichte er den Ernst der Lage.

Wenngleich Knäbel immer mit dem "Worst Case" rechnen musste, hofft er nun einem Punkte-Abzug gerade noch davon gekommen zu sein.

"Wir sind uns sehr, sehr sicher, dass wir diesen Sechs-Punkte-Abzug verhindern können“, zeigte er sich im Gespräch mit dem Boulevardmedium optimistisch.

Ob Knäbel diesen Optimismus zu Recht nach außen trägt, wird sich am 15. September zeigen. Hier wird entschieden, ob die Gelsenkirchener die Auflagen erfüllen konnten oder sechs Punkte Abzug erhalten.

Kleines Gedankenspiel: Im Falle des Abzuges befänden sich die Schalker auf dem letzten Tabellenplatz und hätten bereits neun Punkte Rückstand auf einen Relegationsplatz.

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