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Gosens nach WM-Aus bedient: “Ein Lebenstraum ist geplatzt“

Dominik Hager
Robin Gosens trauert der verpassten WM-Nominierung hinterher
Robin Gosens trauert der verpassten WM-Nominierung hinterher / Nicolò Campo/GettyImages
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Die Nichtnominierung von Robin Gosens gehörte zu den größten Überraschungen bei der Kader-Bekanntgabe von Bundestrainer Hansi Flick. Der Inter-Star hat verständlicherweise enttäuscht auf die Ausbootung vor der WM reagiert.


David Raum und Christian Günter haben sich ein WM-Ticket gesichert und werden sich um den Platz als Linksverteidiger duellieren. Beide Spieler sind definitiv nicht über jeden Zweifel erhaben. Raum ist seit seinem Wechsel zu Leipzig eher ein Schatten der Vorsaison und hat sehr unkonstante Leistungen mit deutlich mehr Ausreißern nach unten als nach oben gezeigt. Christian Günter hat in seiner Profi-Karriere noch nicht beweisen können, dass er auch zu Top-Leistungen fähig ist, wenn er nicht das Freiburg-Trikot trägt. Zudem sind seine Statistiken in der laufenden Saison eher abenteuerlich schlecht. Eine Zweikampfquote von 36,7 Prozent und eine Passquote von 69,6 Prozent sind auf dem Papier nicht WM-tauglich.

Gosens nach Ausbotung enttäuscht: “Ein Lebenstraum ist geplatzt“

Angesichts der eher schwachen Konkurrenz ist es klar, dass Robin Gosens enttäuscht auf die Ausbootung reagiert hat. “Ein Lebenstraum ist für mich geplatzt, das tut schon weh“, erklärte er gegenüber der Rheinischen Post. Der Linksfuß merkte jedoch an, dass er die Beweggründe von Hansi Flick verstehen könne. Der Bundestrainer hatte die fehlende Spielzeit von Gosens moniert. Dabei sei jedoch angemerkt, dass der 28-Jährige in der laufenden Saison immerhin knapp 600 Minuten auf dem Konto hat und unter anderem Champions League gegen Barcelona und Bayern Münchnen gespielt hat - und das gar nicht schlecht.

Es ist schon ein wenig rätselhaft, dass Flick hier mit der Einsatzzeit argumentiert, auf der anderen Seite aber Lukas Klostermann nominiert hat, der verletzungsbedingt ein einziges Spiel bestritten hat.

Gosens will sich bei Inter durchbeißen: “Habe das Niveau“

Konsequenzen ziehen möchte Robin Gosens nach dem WM-Tiefschlag nicht - zumindest nicht in Form eines Klub-Wechsels. “Sicherlich will ich irgendwann in der Bundesliga spielen, aber mein Ziel ist es, mich bei Inter Mailand durchzusetzen“, erklärte der Serie-A-Profi. Der EM-Teilnehmer von 2021 verspürt das Gefühl, “noch nicht angekommen zu sein“ und glaubt, dass er “das Niveau habe, um bei einem Top-Klub wie Inter den Durchbruch zu schaffen“.

Gelingt ihm das, ist Gosens für die EM 2024 sicherlich wieder ein Thema. Eine Heim-EM ist ohnehin ein deutlich erstrebenswerteres Ziel als die Winter-Wüsten-WM 2022.


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