Erneute Gerüchte rund um Jerome Boateng und Hertha BSC

Dominik Hager
Wiedervereinigung mit Kevin-Prince? Jérôme Boateng könnte zu Hertha BSC zurückkehren
Wiedervereinigung mit Kevin-Prince? Jérôme Boateng könnte zu Hertha BSC zurückkehren / Alexander Hassenstein/Getty Images
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Nach 14-jähriger Pause könnten die beiden Brüder Jérôme und Kevin-Prince Boateng wieder in einem Team zusammenspielen. Nachdem der Hauptstadtklub Hertha BSC bereits Kevin-Prince zurückgeholt hat, könnte nun sein noch etwas prominenterer Bruder folgen. Allerdings möchte der langjährige Bayern-Star lieber in der Champions League spielen.




Eigentlich erweckten die Berliner den Eindruck, als würden sie nach den turbulenten letzten Jahren Abstand vom "Big-City-Klub-Image" gewinnen wollen. Derzeit sorgt die Hertha aber für ordentlich Spannung in dieser Transfer-Phase. Eine Verpflichtung von Jérôme Boateng wäre ein weiteres Highlight.

Wie der Sky-Transfer-Experte Gianluca Di Marzio berichtet, stehen Verein und Spieler bereits in Kontakt. "Man weiß ja nie, was der Transfermarkt am Ende hergibt. Jerome ist auch einer, der den Berliner Background hat", feuerte Bobic die Gerüchte an.

Champions League und DFB-Comeback: Kann Boateng seine Ziele in Berlin erreichen?

Allerdings ist der Deal derzeit unwahrscheinlich. Laut Berichten der Abendzeitung möchte der 32-Jährige weiterhin in der Champions League spielen. Der Spieler selbst hat in vielen Interviews seine sportlichen Ansprüche deutlich untermauert. Der Innenverteidiger möchte weiterhin auf der höchsten Fußball-Bühne glänzen, zumal sein Körper in der letzten Saison überraschend stabil und seine Leistungen dementsprechend stark waren.

Unter dem neuen Bundestrainer Hansi Flick hofft der Spieler zudem auf ein Comeback in der DFB-Elf. Nachdem er von Joachim Löw nicht für die EM nominiert wurde, möchte Boateng bei der WM in Katar nochmal mit dem Nationalteam angreifen.

Wenngleich die Hertha durchaus Potenzial für mehr besitzt, dürfte Boateng eher auf einen Klub aus sein, der jetzt erfolgreich ist und nicht völlig im Entwicklungsprozess steckt. Für die Berliner spricht demnach nur die mögliche Wiedervereinigung mit Kevin-Prince und die Tatsache, dass Jérôme Boateng dort seine ersten großen Karriere-Schritte gemacht hat.

Boateng
Sehen wir die Boateng-Brüder bald wieder bei der Hertha vereint? / PATRIK STOLLARZ/Getty Images



Zudem könnte der Faktor Zeit für die Hertha spielen. Sollte der Spieler schließlich keinen geeigneten Klub finden, könnte der Hauptstadt-Klub der glückliche Nutznießer sein. Klar ist jedenfalls, dass Fredi Bobic die Augen auf dem Transfermarkt nicht schließen wird.

"Wir müssen abwarten, was passiert. Es wird ein spannender August sein, wenn alle erwachen und merken, es geht in die eine oder andere Richtung. Das war vor einem Jahr schon so, und ich bin damals sehr gut damit gefahren, bis zur letzten Minute dranzubleiben. Die Vorbereitung auf das, was passiert, wird entscheidend sein. Da gibt es plötzlich Möglichkeiten", erklärt der Kaderplaner.

Die Berliner sind in der Innenverteidigung trotz des Abganges von Alderete mit Torunarigha, Boyata, Stark und Dárdai eigentlich ordentlich besetzt. Würde sich die Chance auf den zweimaligen Champions-League-Sieger ergeben, sollte der Klub dennoch nicht zweimal darüber überlegen.




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