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Betrüger bieten gefälschte Impfnachweise an: Premier League droht Skandal

Dominik Hager
Die Premier League hat mit Impfpass-Betrüger zu kämpfen
Die Premier League hat mit Impfpass-Betrüger zu kämpfen / Anadolu Agency/GettyImages
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Ähnlich wie in der Gesamtbevölkerung gibt es auch unter den Profi-Fußballern noch einige, die an der Sicherheit und Wirkung der Corona-Impfstoffe zweifeln. In der Bundesliga hat zuletzt die fehlende Impfung von Joshua Kimmich eine weitreichende Diskussion angezettelt. In der Premier League droht derweil ein wirklicher Skandal.


Überall, wo es Zweifel und Unsicherheiten gibt, sind auch Betrüger nicht weit, die Profit aus der Sache schöpfen möchten. Diese Erfahrung haben zuletzt auch einige Premier-League-Klubs gemacht.
Laut Angaben der Sportsmail haben vier englische Klubs bestätigt, dass Betrüger den Stars falsche Impfnachweise angeboten haben. Die betroffenen Spieler haben der Quelle zufolge Mitarbeitern ihrer Klubs über die Machenschaften berichtet.

Premier League berichtet: 68 Prozent vollständig geimpft

Die Liga selbst erklärte jedoch, von der Angelegenheit nichts mitbekommen zu haben. Noch in der Vorwoche gab sie bekannt, dass inzwischen 68 Prozent der Spieler vollständig geimpft seien und 81 Prozent immerhin die Erstimpfung erhalten haben sollen. Damit liegt die Liga über den Schnitt der Gesamtbevölkerung, die auf 72,8 bzw. 66,8 Prozent kommt.

Dennoch berichtet Sportsmail, dass in einigen Teams die Anzahl geimpfter Spieler noch recht mau sei, wohingegen andere Klubs beinahe vollständig durchgeimpft sind.

Jedenfalls bleiben noch genügend Spieler übrig, die zum Zielobjekt von Betrügern werden können. Panikmache und wilde Gerüchte in den sozialen Medien spielen den Kriminellen dabei gehörig in die Karten. Bleibt nur zu hoffen, dass sich bis jetzt noch kein Spieler auf einen solch dubiosen Deal eingelassen hat. Der Aufschrei der Bevölkerung wäre vermutlich derart groß, dass man sich die Folgen für den betroffenen Kicker nicht vorstellen möchte.

Die Versuchung könnte jedoch bei manch einem da sein, zumal der Fall Kimmich zeigt, dass sich ungeimpfte Spieler durchaus mit unbequemen Fragen auseinandersetzen müssen. Das Geld spielt bei den Profis bekanntlich ohnehin kaum eine Rolle, zwei gefälschte elektronische Nachweise fürs Smartphone sollen um die 1.000 Pfund kosten.

Derzeit ist noch nicht bekannt, ob sich ein Kicker auf den fragwürdigen Deal eingelassen hat.

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