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Frankreichs Diacre verlängert Vertrag - Ziehen Wiegman und Voss-Tecklenburg nach?

Daniel Holfelder
Corinne Diacre (links) und Martina Voss-Tecklenburg (rechts)
Corinne Diacre (links) und Martina Voss-Tecklenburg (rechts) / FRANCK FIFE/GettyImages
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Der französische Fußballverband hat den Vertrag von Nationaltrainerin Corinne Diacre bis 2024 verlängert. Auch bei Diacres Kolleginnen Sarina Wiegman und Martina Voss-Tecklenburg deutet sich eine Vertragsverlängerung an.


"Ich bin glücklich und stolz, das Abenteuer mit dem französischen Team für zwei weitere Jahre fortzusetzen", wird Diacre in einer offiziellen Mitteilung des französischen Fußballverbands zitiert. Die 47-Jährige, die des Öfteren wegen ihres vermeintlich autoritären Führungsstils in die Kritik geriet, steht damit auch bei der WM 2023 in Australien und Neuseeland sowie bei den Olympischen Spielen 2024 in Paris an der französischen Seitenlinie.

Bei der Europameisterschaft hatte Diacre mit der Équipe Tricolore das Halbfinale erreicht, wo man knapp mit 1:2 an Deutschland scheiterte. Zuvor waren Les Bleues bei einem großen Turnier nie über das Viertelfinale hinausgekommen.

Wann ziehen Wiegman und Voss-Tecklenburg nach?

Neben Corinne Diacre dürfen sich wohl bald auch Englands Sarina Wiegman und Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg über eine Ausdehnung ihrer Arbeitsverhältnisse freuen. Mit Wiegman, die ihre Mannschaft wie schon zuvor die Niederlande zum EM-Triumph geführt hat, will der englische Fußballverband zeitnah Gespräche über eine vorzeitige Vertragsverlängerung führen. Das bestätigte die englische Frauenfußballchefin Baroness Sue Campbell nach dem Finalsieg über Deutschland: "Sie [Wiegman] wird ein paar Wochen Urlaub machen. Wenn sie zurückkommt, werden wir ein Gespräch führen." (zitiert via Eurosport). Aktuell ist Wiegmans Vertrag bis 2025 datiert.

Der Kontrakt von Martina Voss-Tecklenburg läuft bereits 2023 aus. Sowohl die 54-Jährige selbst als auch der Sportliche Leiter Nationalmannschaften beim DFB Joti Chatzialexiou hatten zuletzt die Bereitschaft zu einer Zusammenarbeit über 2023 hinaus signalisiert. "Wir werden dem DFB-Präsidium die sportliche Empfehlung geben, den Vertrag von Martina zu verlängern", hatte
Chatzialexiou gegenüber der Sport Bild erklärt.

Die Bundestrainerin schlug in dieselbe Kerbe: "Wenn ich weiter ein Teil davon bleiben darf, dann wäre das ein großes Geschenk und Privileg. Ich glaube, diese EM hilft schon, wenn wir uns am Ende des Jahres zusammensetzen, um zu besprechen, wie es weitergeht. Ich hätte richtig Lust darauf."

Angesichts der möglichen Heim-WM 2027 könnte der DFB sogar von seiner bisher praktizierten Zweijahresplanung abrücken und Voss-Tecklenburgs Vertrag direkt um vier Jahre verlängern. "Ich kann Martinas Vision von einer möglichen Heim-WM mit ihr 2027 teilen", so Chatzialexiou.


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