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Transfer

Flügelspieler-Tausch zwischen Bayern und Chelsea?

Guido Müller
Hat in dieser Bundesliga-Saison bereits so viele Vorlagen gegeben wie in keiner seiner fünf vorherigen Spielzeiten: Kingsley Coman
Hat in dieser Bundesliga-Saison bereits so viele Vorlagen gegeben wie in keiner seiner fünf vorherigen Spielzeiten: Kingsley Coman / Alexander Hassenstein/Getty Images
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Bislang weigert sich Kingsley Coman hartnäckig, seine Unterschrift unter ein neues Arbeitspapier beim deutschen Rekordmeister Bayern München zu setzen. Das wiederum weckt Begehrlichkeiten bei den Spitzenklubs der Premier League.


Denn auch die haben mitbekommen, wie der 24-jährige Franzose von der für viele besten Liga der Welt schwärmt, wenn er auf das Thema Premier League angesprochen wird. Der Vertrag von Coman (seit 2017 bei den Bayern) läuft noch bis zum Sommer 2023. Doch ob Coman diesen wirklich erfüllen wird, ist zu bezweifeln. Die Sport Bild berichtete zuletzt, dass er das aktuelle Angebot zur Verlängerung beim Rekordmeister abgelehnt hat.

Coman kein Top-Verdiener bei den Bayern

Im Münchener Kader ist der Held von Lissabon (Coman schoss das Goldene Tor im letztjährigen Champions-League-Finale gegen PSG) keiner der Großverdiener. Spieler wie Robert Lewandowski, Manuel Neuer, Thomas Müller oder Leroy Sané verdienen zum Teil mehr als doppelt so viel.

Dies, addiert zu dem guten Standing, das der Franzose in der englischen Liga genießt, könnte eine gefährliche Mischung für die Münchener werden. Denn Coman sieht sich mittlerweile genauso als "Säulenspieler" wie die oben genannten.

Seine Leistungsbilanz gibt ihm dabei recht: aktuell steht Coman nach 19 Ligaspielen bei drei selbst erzielten Treffern und zehn Vorlagen. In seinen fünf vorherigen Bundesliga-Spielzeiten gelangen ihm zusammen 20. Und in die Annalen des Klubs hat er sich im August vergangenen Jahres mit seinem Kopfballtor zum 1:0-Sieg gegen PSG sowie schon geschossen.

Doch die ihm in seinen Augen zustehende Wertschätzung scheint der Franzose in den bisherigen Angeboten der Verantwortlichen an der Säbener Straße nicht reflektiert gesehen zu haben.

Einer der interessierten englischen Klubs, neben den beiden Vereinen aus Manchester, ist laut übereinstimmenden Infos von Sport1 und Daily Mail der von Thomas Tuchel trainierte FC Chelsea.

Pulisic bei Chelsea zunehmend unzufrieden

Coman könnte hier Christian Pulisic beerben, mit dessen Leistungen man an der Stamford Bridge, auch angesichts der für ihn gezahlten Ablösesumme von über 60 Millionen Euro, nicht wirklich zufrieden ist.

Christian Pulisic
Kommt unter Tuchel kaum noch zum Zug: Christian Pulisic / Mike Hewitt/Getty Images

Auch der US-Amerikaner selbst soll bereits seine Unzufriedenheit über mangelnde Einsätze geäußert haben. Nach dem Trainerwechsel von Frank Lampard zu Thomas Tuchel sind diese sogar noch weniger geworden.

Und der Weg von Pulisic könnte wiederum ausgerechnet nach München führen, wo man sich laut englischen Medien über den früheren Dortmunder, auch aufgrund der zögerlichen Haltung Comans, schon Gedanken gemacht haben soll.

Es könnte also zu einer Art Tausch der beiden Flügelspieler kommen. Doch an Pulisic sind, wie auch an Coman, ebenfalls direkte Chelsea-Konkurrenten wie City und United interessiert. Sein Vertrag bei den Blues läuft noch bis zum Sommer 2024.

Vom Marktwert und was das Alter betrifft, nehmen sich beide Spieler nicht viel: Kingsley Coman wird vom Experten-Portal transfermarkt.de auf 55 Millionen Euro taxiert, sein zwei Jahre jüngerer Berufskollege aus London auf deren 60.

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