FIFA-Präsident Infantino plant Revolution: WM künftig im Dreijahres-Rhythmus?

Dominik Hager
Infantino pocht auf Weltmeisterschaften alle drei Jahre
Infantino pocht auf Weltmeisterschaften alle drei Jahre / JEWEL SAMAD/GettyImages
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Nach dem WM-Triumph von Argentinien heißt es mal wieder vier Jahre warten, bis der nächste Weltmeister gekürt werden kann. Geht es nach FIFA-Chef Giovanni Infantino könnte die Zeit des Wartens in etwas fernerer Zukunft jedoch verkürzt werden. Der Schweizer spricht sich für eine WM im Dreijahres-Rhythmus aus.


Die Pausen zwischen den Weltmeisterschaften sind mit vier Jahren schon recht lang bemessen. Natürlich hat das aber auch seinen Grund. Zum einen finden auch alle vier Jahre Europameisterschaften und andere kontinentale Meisterschaften statt, der Afrika-Cups wird sogar alle zwei Jahre ausgetragen. Zum anderen sind die Erholungsphasen für die Fußball-Profis ohnehin schon minimal.

Aus diesem Grund scheiterten Infantino und die FIFA auch mit der Idee, alle zwei Jahre eine WM auszutragen. Insbesondere die europäische Vereine und Verbände sollen sich dem Vorschlag widersetzt haben. Unterstützung bekam die UEFA aus Südamerika. Nun soll Infantino jedoch laut Angaben der Zeitungen Daily Mail und Guardian einen Kompromiss anpeilen. Dieser soll umfassen, dass Weltmeisterschaften alle drei Jahre stattfinden sollen.

FIFA-Revolution ab 2030 geplant: Was sagen die Verbände?

Die mögliche Reform könnte jedoch frühestens ab 2030 greifen, da der Rahmenterminkalender von 2024 bis 2030 kurz vor der Verabschiedung steht. Ob es überhaupt zu einer Reform kommt, steht ebenfalls in den Sternen. Der FIFA-Präsident benötigt dazu die Stimmen des europäischen und des südamerikanischen Verbandes. Da sich beide Verbände gegen den Vorschlag von Weltmeisterschaften im Zweijahres-Rhythmus aussprachen, könnte sich das Unternehmen auch diesmal wieder als schwierig erweisen.

Es deutet sich ein Konkurrenzkampf zwischen dem Klub-Fußball und dem Nationalteam-Fußball an. "Wir wollen verhindern, dass die Vereine nicht wichtiger als die Nationalteams werden, dass nach wie vor eine gerechte Balance vorhanden ist", erklärte Arsene Wenger, der als FIFA-Direktor für globale Fußball-Förderung tätig ist, bereits beim letzten Versuch, die WM alle zwei Jahre zu etablieren.


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