Bayern München

Grandioser Bayern-Sieg gegen Bremen: Die Stimmen zum Spiel

Dominik Hager
Julian Nagelsmann war mit dem 6:1-Erfolg seiner Mannschaft überaus zufrieden
Julian Nagelsmann war mit dem 6:1-Erfolg seiner Mannschaft überaus zufrieden / Adam Pretty/GettyImages
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Der FC Bayern hat Werder Bremen mit einem souveränen 6:1-Erfolg eine klare Lektion erteilt. Dementsprechend positiv war auch der Gemütszustand der Beteiligten nach dem Abpfiff. Julian Nagelsmann, Leon Goretzka und Joshua Kimmich haben sich gegenüber Sky zum Spiel geäußert.


Julian Nagelsmann dürfte fast schon ein wenig traurig darüber sein, dass seine derzeit so grandios aufspielenden Schützlinge bald bei der WM und ihren Nationalteams verweilen. Der Job an der Bayern-Seitenlinie dürfte dem 35-Jährigen derzeit jedenfalls besonders viel Spaß machen. Am 6:1-Erfolg gegen Werder Bremen gab es schließlich wahrlich kaum etwas auszusetzen.

"Generell bin ich mit beiden Halbzeiten sehr zufrieden. Wir haben nach dem verschossenen Elfmeter eine gute Reaktion gezeigt, Chancen kreiert und Tore erzielt. Wir haben enorme Qualität in der Startaufstellung und auf der Bank", zeigte sich der Coach zufrieden. "Vier Heimspiele in Folge mit mehr als vier Toren, 47 Tore. Ich bin sehr zufrieden", bilanzierte er zudem.

Es ist schon beeindruckend, wie es der FC Bayern geschafft hat, Robert Lewandowski im Kollektiv zu ersetzen. Mit Musiala, Gnabry, Sané, Choupo-Moting und Mané gibt es derzeit eine ganze Reihe an Spielern, die sich regelmäßig in die Torschützenliste eintragen. "Wir haben viel Qualität, viele Spieler, die gut abschließen und schnell mit dem Ball am Fuß sind", schwärmte Nagelsmann. "Alle haben befürchtet, dass wir nicht viele Tore schießen würden, nachdem wir einen Stürmer verloren haben, der 40 Tore pro Saison schießt, aber wir sind hier", legte der Münchner Trainer nach.

Hattrick gegen Werder Bremen: Gnabry läuft zu Hochtouren auf

Ganz besonders beachtlich ist derzeit die Enwicklung von Serge Gnabry. Es ist nur wenige Wochen her, als der 27-Jährige noch wegen seiner Leistungen heftig kritisiert wurde. Aktuell ist Gnabry jedoch kaum mehr aufzuhalten.

"Er hat an sich selbst geglaubt. Wir haben ein gutes Verhältnis zueinander, und ich sage ihm, was er meiner Meinung nach gut und nicht so gut macht. Er hat in den letzten Wochen einen großen Schritt gemacht, er ist beidfüßig, hat einen guten Abschluss", zeigte sich der Bayern-Coach voll des Lobes. "Ich bin glücklich und hoffe, dass er diese Form mit nach Schalke und dann zur WM nehmen wird", ließ er zudem verlauten.

Kimmich und Goretzka in bestechender Form: "Sind in einen guten Rhythmus gekommen"

Analog zu Serge Gnabry musste sich auch Joshua Kimmich vor etwa einem Monat noch heftige Kritik anhöheren. Aktuell zeigt sich der Akteur spielintelligent, taktisch diszipliniert und trotzdem noch mit genialen Momenten. Kein Wunder also, dass auch der 27-Jährige nach dem Spiel gute Laune hatte. "Ich denke, wir haben die erste Halbzeit sehr gut begonnen. Wir haben das Spiel schon nach 45 Minuten entschieden. Ich würde sagen, es war eine spektakuläre erste Halbzeit. Wir haben sehr, sehr gut nach vorne gespielt. Es hätten heute mehr Tore fallen können", erklärte er nach dem Spiel.

Still und heimlich hat sich jedoch auch Mittelfeldpartner Leon Goretzka in eine grandiose Verfassung gespielt, nachdem er zu Saisonbeginn an einer Verletzung litt und dann Probleme dabei hatte, an Sabitzer vorbeizukommen. Sein Treffer gegen Werder Bremen bewies, dass der Achter aktuell vor Energie strotzt. Es ist anzunehmen, dass der Aufwärtstrend der letzten Wochen zum Teil auch seinen Namen trägt. "Wir wollten wirklich so schnell wie möglich wieder auf den ersten Platz zurückkehren. Wir hatten eine Ergebniskrise, wir haben nicht die ganze Zeit schlecht gespielt. Wir haben weiter an uns geglaubt und dann kamen die Ergebnisse zurück. Man kann sagen, dass wir in den letzten Wochen in einen guten Rhythmus gekommen sind", bewertete der Mittelfeld-Motor die Entwicklung der Mannschaft.

Sorgen um Mané: "Wird sich einer Untersuchung unterziehen"

Einen kleinen Wehrmutstropfen brachte der Sieg gegen die Werderaner aber dann doch noch mit sich. Sadio Mané musste schließlich nach 20 Minuten vom Feld. "Er hat einen Schlag auf den Kopf seines Schienbeins erhalten. Das muss vielleicht unters Röntgengerät und da muss geguckt werden, ob da etwas ist. Das ist eine unangenehme Stelle. Ich hoffe nicht dass etwas ist, aber ich weiß es nicht genau", schilderte Nagelsmann gegenüber Sky den Status Quo. Mit dem Spiel auf Schalke dürfte es für Mané schwierig werden. Alles weitere wird sich zeigen, wenngleich seine WM-Teilnahme nicht gefährdet sein dürfte.


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