Bayern München

FC Bayern: Die Gründe für das Champions-League-Aus

Dominik Hager
Der FC Bayern hat in der Champions League eine Bruchlandung hingelegt
Der FC Bayern hat in der Champions League eine Bruchlandung hingelegt / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Der FC Bayern ist aus der Champions League ausgeschieden. Das 1:1 im Rückspiel gegen Villarreal war nicht ausreichend, um in der Königsklasse unter die besten vier Teams einzuziehen. Wir sehen uns genauer an, aus welchen Gründen die Münchner gescheitert sind und den 0:1-Rückstand aus dem Hinspiel nicht egalisieren konnten:


Fehlende Effizienz vor dem Tor

Die Bayern haben am Dienstagabend ganze 23 Schüsse abgegeben. Wenn dann nur ein mickriges Tor dabei herausspringt, ist das eher bedenklich. Zwar waren die Tormöglichkeiten nicht allesamt hochkarätig, jedoch hätten insbesondere Müller und Upamecano ihre Chancen nutzen können. Demnach hätte es auch gar nicht dazu kommen müssen, dass ein einziger Abwehr-Fehler zum entscheidenden Gegentor führt.


Schwache lange Bälle und Standards

Im Vergleich zu früheren Jahren fiel insbesondere auf, wie viele lange Bälle doch recht deutlich daneben gingen. Dies liegt mitunter daran, dass Alaba und Boateng Spezialisten in diesem Bereich waren, wohingegen nun die Hauptlast bei Joshua Kimmich liegt. Dieser brachte seine langen und riskanten Zuspiele aber selten an, wodurch viele Angriffe verpufften. Der Münchner Mittelfeld-Leader legte auch bei den Standardsituationen zu selten Präzision an den Tag.


Villarreal hat seine Stärken ausgespielt

Bei all der Kritik am FC Bayern sei auch gesagt, dass sich Villarreal in seiner Rolle äußerst wohl fühlte und über 90 Minuten sehr kompakt und gut gestaffelt stand. Zudem konnte das Gelbe U-Boot immer wieder Entlastung generieren und im entscheidendem Moment den Ball über die Linie drücken. In Sachen Theatralik, Zeitspiel und Härte haben die Spanier auch alles Mögliche ausgereizt.


Fehlende taktische Fouls

Wenn Villarreal einen Konter fährt, gibt es zwei Optionen: Man erstickt diesen sofort in Keim oder man greift zu einem taktischen Foul. Beim Gegentor haben die Bayern zweimal die Chance gehabt, den Konter durch ein taktisches Foul zu stoppen. In der 88. Minute muss man da einfach resolut vorgehen und nicht darauf hoffen, dass man die Szene sauber geklärt bekommt.


Hernàndez-Verletzung

Lucas Hernández hielt den Laden gemeinsam mit Benjamin Pavard und Dayot Upamecano sehr gut zusammen und überzeugte wie seine Nebenleute mit einem starken Stellungsspiel. Umso überraschender war es, als Hernández vorzeitig vom Feld genommen wurde. Wie sich hinterher herausstellte, lag beim Franzosen eine Verletzung vor. Das Gegentor hätte er womöglich verhindern können.


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