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Bayern München

Funkstille zwischen Coman und Bayern: Chelsea-Deal mit Hudson-Odoi?

Dominik Hager
Kingsley Coman wird von einigen Top-Klubs umworben
Kingsley Coman wird von einigen Top-Klubs umworben / Michael Regan/Getty Images
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Der FC Bayern plant in der kommenden Saison weiterhin mit Kingsley Coman. Für den 25-jährigen Franzosen wäre die kommende Spielzeit bereits die siebte mit dem FC Bayern. Allerdings gibt es derzeit noch einige Fragezeichen, die sich um den schnellen Außenbahnspieler drehen.


Mit zunehmender Dauer im roten Trikot gewann der französische Außenbahnspieler eine immer größere Wichtigkeit für den FC Bayern. Nachdem er bereits im Pokalfinale 2019 gegen RB Leipzig stark auftrumpfte und ein wichtiges Tor erzielte, feierte er ein Jahr später mit seinem Champions-League-Finaltreffer gegen Paris Saint-Germain seinen vorläufigen Karriere-Höhepunkt.

Coman könnte zudem noch wichtiger werden, zumal sich Serge Gnabry und Leroy Sané zuletzt in einer kleinen Formkrise befanden oder zumindest sehr schwankend agierten. Im Gegensatz zu den DFB-Kickern ist der Franzose konstanter, ballsicherer und dribbelstärker, was ihn derzeit wohl zum Münchner Außenbahnspieler Nummer eins macht.

Funkstille zwischen Bayern und Coman-Seite: Es geht um fünf Mio. Euro jährlich

Allerdings schwebt über Coman weiterhin die dunkle Wolke eines drohenden Abgangs. Seit inzwischen zwei Monaten gab es zwischen dem Klub und der Coman-Seite kein Meeting mehr. Das letzte Aufeinandertreffen endete für alle Beteiligten nicht zufriedenstellend.

Comans Agenten fordern, dass der Spieler 18 Millionen Euro jährlich verdient und damit in die Gehaltsklasse von Sané aufsteigt. Der FC Bayern soll dem Spieler, der derzeit neun Millionen Euro verdient, laut Angaben der L'Équipe "nur" eine Verbesserung auf 13 Millionen Euro anbieten. Fehlen also glatte fünf Millionen Euro, was die weiteren Verhandlungen nicht zu einem Kinderspiel machen dürfte.

Erschwerend hinzu kommt, dass Pini Zahavi den Spieler in England anbieten sollte, womit er offensichtlich auch erfolgreich war. Die französische Zeitung berichtet jedenfalls, dass der FC Chelsea, Manchester City und der FC Liverpool am Bayern-Star interessiert seien. Insbesondere die Blues sollen heiß auf Coman sein, da auch Trainer Thomas Tuchel als großer Fan von diesem gilt.

Mega-Deal zwischen Bayern und Chelsea? Callum Hudson-Odoi involviert

Der amtierende Champions-League-Sieger soll auch bereits eine Idee haben, wie der FC Bayern, der eine Ablöse von 100 Millionen Euro fordert, schwach werden könnte. L'Équipe zufolge möchte der FC Chelsea Youngster Callum Hudson-Odoi in einen Deal einbauen. Der junge Engländer wird seit mehreren Jahren von den Bayern und insbesondere Sportvorstand Hasan Salihamidžić gejagt.

Bislang blieben die Bemühungen vergeblich. Nun könnte die Chance bestehen, den 20-Jährigen an die Isar zu holen.

Allerdings wäre ein Coman-Abschied ein (zu) hoher Preis dafür. Im Gegensatz zum Franzosen hat Hudson-Odoi den Sprung vom Talent zum gestandenen Spieler noch nicht geschafft und erhält nur wenig Einsatzzeiten.

Callum Hudson-Odoi
Kommt Hudson-Odoi für Kingsley Coman? / Catherine Ivill/Getty Images

Auf den ersten Blick scheint demnach klar zu sein, dass die Bayern von diesem Deal die Finger lassen sollten. Interessant wäre das Geschäft lediglich, wenn sich Coman klipp und klar gegen die Bayern entscheiden sollte. Hiervon ist jedoch nicht unbedingt auszugehen, zumal sich der Spieler eigentlich wohl fühlt und Julian Nagelsmann voll auf ihn setzen möchte.

Demnach wäre es für den sportlichen Erfolg zielführender, alles auf eine erfolgreiche Verlängerung zu setzen und dabei die eigene Schmerzgrenze etwas zu überschreiten. Sollte selbst das keinen Erfolg bringen, wäre Hudson-Odoi sicherlich ein interessanter Ersatz-Kandidat. Einen Tausch mit den Londonern einzugehen, wäre zum jetzigen Zeitpunkt jedoch verfrüht und unsinnig. Dies werden auch die Bayern-Bosse ähnlich sehen.

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