Bayern gegen Leipzig gefordert: Diese fünf Punkte sind entscheidend für den Sieg

Dominik Hager
Der FC Bayern steht vor einem wichtigen Match gegen Leipzig
Der FC Bayern steht vor einem wichtigen Match gegen Leipzig / Matthias Hangst/GettyImages
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Der FC Bayern hat gleich zum Auftakt der Rückserie einen der härtesten Meisterschafts-Konkurrenten vor der Brust. Die Münchner müssen auswärts bei RB Leipzig ran und nun nach den zuletzt schwierig verlaufenden Wochen Flagge zeigen. Wir sehen uns an, worauf es gegen den Verfolger besonders ankommen wird, um letztlich die drei Punkte einzufahren.


1. Yann Sommer muss gleich in Match eins liefern

Folgt man der These von Julian Nagelsmann, wonach ein Torhüter nur 15 Minuten Eingewöhnungszeit braucht, dürfte Yann Sommer bereits in Leipzig das Münchner Tor hüten. Ob die Aklimatisierung aber wirklich so reibungslos läuft, muss erstmal abgewartet werden. Selbst, wenn der 34-Jährige einiges an Erfahrung mitbringt und grundsätzlich ein ruhiger und entspannter Typ ist, wird auch er ein wenig mit Anfangs-Nervosität zu kämpfen haben. Zudem kann die Abstimmung mit der Viererkette noch gar nicht nahe der 100 Prozent sein. Die Bayern-Mannschaft kennt Neuer und weiß wie dieser in den verschiedensten Situationen reagiert. Bei Sommer gibt es hingegen noch keine Erfahrungswerte. Leipzig wird den FC Bayern fordern und Sommer dürfte keineswegs nur beschäftigungslos zwischen den Pfosten stehen. Es wird demnach schon auch darauf ankommen, wie stark das Debüt des Neuzugangs ausfällt.

2. Benjamin Pavard muss sich auf das Wesentliche konzentrieren

So viel Presse wie in den letzten Monaten gab es über Benjamin Pavard noch nie. Der Franzose zeigte öffentlich seine Unzufriedenheit mit der Außenverteidiger-Rolle und sprach von einem Bayern-Abschied. Zudem eckte er in der französischen Nationalmannschaft an, wurde als Egoist betitelt und spielte sportlich nach dem Auftaktspiel bei der WM keine Rolle mehr. Gänzlich unbeschwert wird der Abwehrspieler also nicht in die Rückrunde gehen.

Pavard ist nun aber angehalten, das richtige Mindset zu finden und dem FC Bayern da zu helfen, wo es nötig ist. Aktuell ist das nun mal vor allem die Rechtsverteidiger-Position, die Mazraoui aufgrund seiner Herzbeutelentzündung nicht bekleiden kann. Am Freitag trifft er auf Dani Olmo, der zu den stärksten offensiven Mittelfeldspielern der Liga gehört. Kein einfaches Duell und es wäre aus Münchner Sicht sehr wichtig, wenn Pavard siegreich aus diesem hervorgeht.

3. Musiala muss sich aus der Umklammerung von Laimer & Co. befreien

Jamal Musiala war der beste Bayern-Akteur in der Hinrunde und wird auch gegen RB Leipzig wieder im Fokus stehen. Der Youngster trifft jedoch auf Xaver Schlager und Konrad Laimer, was schon ziemlich unangenehm ist. Insbesondere Laimer wird Musiala schon bei der Ballannahme attackieren und seinen wohl zukünftigen Mitspieler über das ganze Feld jagen. Nebenmann Schlager ist ebenfalls ein lauf- und zweikampfstarker Spieler, der dem 19-Jährigen das Leben schwer machen könnte. Musiala hat technisch alle Möglichkeiten, dem FC Bayern trotzdem zu helfen, jedoch muss auch er nach der WM-Enttäuschung wieder Fahrt aufnehmen. Bleibt aus Münchner Sicht zu hoffen, dass ihm das gelingt. Ansonsten lahmt das Offensivspiel der Münchner schnell mal.

4. Kimmich und Goretzka müssen im Mittelfeld dominieren

Nicht nur für Jamal Musiala geht es darum, als Punktsieger gegen Laimer und Schlager herauszugehen. Genauso wichtig wird es sein, dass Kimmich und Goretzka das zentrale Mittelfeld dominieren können. Fußballerisch haben die beiden Bayern-Stars und insbesondere Kimmich einen Vorteil, jedoch werden auch die Zweikämpfe über das Spiel entscheiden. Goretzka und Kimmich sind bekannt dafür, nicht zurückzuziehen und sich harte Duelle zu liefern. Das Leipziger Duo ist dafür aber auch mehr als nur bereit. Im Mittelfeld wird es immer wieder krachen und es wird auch darauf ankommen, schnell im Kopf zu sein, um in den entscheidenden Situationen früher an den Ball zu kommen.

5. Leipzig muss über die Flügel verwundet werden

Das Leipziger Zentum ist schwer zu knacken. Dies liegt nicht nur an Laimer und Schlager, sondern vor allem auch an Gvardiol und Orban. Neben dem bayerischen Innenverteidiger-Duo ist dieses definitiv das stärkste und konstanteste Duo, das aktuell in der Bundesliga zu finden ist. Auch Schlotterbeck & Hummels kommen da nicht ganz heran. Eric Maxim Choupo-Moting wird einen ziemlich schweren Stand gegen die beiden beinharten Verteidiger haben. Diese kann man eigentlich nur als sehr schneller und dribbelstarker Spieler im Eins-gegen-Eins bezwingen.

Diese Fähigkeit hat der Kameruner nicht. Demnach wird es neben Musiala insbesondere auf die beiden Außenstürmer ankommen. Egal ob diese dann Sané, Gnabry oder Coman lauten, gilt es, über die Flügel etwas zu bewegen. Ganz so stark sind die Außenverteidiger-Positionen bei RBL nämlich nicht besetzt. Links ist Raum angeschlagen und nicht der defensiv stärkste Spieler und auch sein Ersatz Halstenberg wäre wohl leichter zu knacken als die Innenverteidigung. Auf der rechten Seite verteidigt entweder der etwas unkonstante Henrichs oder Simakan, der zwar in der Hinrunde gut gespielt hat, eigentlich aber ein gelernter Innenverteidiger ist. An einem guten Tag ist für die offensiven Außen der Bayern etwas möglich - jedoch müssen sie diesen erstmal haben. Ganz so konstant sind Gnabry und Co. bekanntlich nicht.


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