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Bayern München

Mammut-Programm beim FC Bayern: Diese 7 Spieler stehen vor den Wochen der Wahrheit

Dominik Hager
FC Bayern vor spannenden Wochen: Die Luft für Roca und Co wird dünner
FC Bayern vor spannenden Wochen: Die Luft für Roca und Co wird dünner / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Für den FC Bayern stehen stressige Wochen an. Bis zur nächsten Länderspielpausen gilt es für die Nagelsmann-Elf sieben Spiele zu bestreiten, die allesamt in Englischen Wochen ausgetragen werden. Demnach könnte der Bayern-Coach häufiger zur Rotation greifen, wobei sich zeigen dürfte, welche Profis in München noch eine Zukunft haben und welche nicht.


Der FC Bayern kann nach der Länderspielpause quasi in Bestbesetzung in die kommenden Spiele starten. Lediglich der verletzte Sven Ulreich und der gesperrte Benjamin Pavrd werden am kommenden Sonntag in Leverkusen fehlen. Demnach wird es für einige Spieler sogar mit einem Platz im 20er-Kader schwer.

In den kommenden Wochen wird Julian Nagelsmann einige schwere Entscheidungen treffen und Karten auf den Tisch legen müssen. Wer in den anstehenden Spielen trotz der frequentierten Belastung keine oder eine untergeordnete Rolle spielt, wird es in Zukunft auch schwer haben. Kandidaten, denen ein solches Schicksal droht, gibt es einige.

1. Abwehr

Bouna Sarr
Jetzt oder nie: Schafft Sarr den Durchbruch bei den Bayern? / Matthias Hangst/GettyImages

Bouna Sarr:

Julian Nagelsmann scheint vom französischen Außenverteidiger ein wenig mehr angetan zu sein als Vorgänger Hansi Flick. Unter dem Strich durfte Sarr dennoch nur 148 Pflichtspielminuten in der bisherigen Spielzeit absolvieren.

Dies liegt vor allem an Josip Stanišić, der sich in der internen Rangfolge vorbei geschoben hat. Der 29-Jährige würde nun mal das Vertrauen benötigen, in einem wichtigen Spiel von Beginn an zu spielen. Das Leverkusen-Match am Sonntag wäre aufgrund der Pavard-Sperre eine Option. Mutmaßlich werden aber Süle und Stanišić den Platz unter sich ausmachen. Für Sarr bestände also weiterhin nur die Chance auf einen Kurzeinsatz.

Mutmaßlich wird sich an seiner schwierigen Situation in München nichts ändern. Dies hatte sich jedoch auch im Sommer schon angedeutet.

Tanguy Nianzou:

In den letzten Zügen der Saisonvorbereitung schien es kurzzeitig so, als hätte Nianzou die Nase vor Süle und gute Chancen auf einem Startelf-Platz zum Bundesliga-Auftakt.

Die letzten Wochen verliefen für den 19-Jährigen aber alles andere als toll. Nachdem er an den Spieltagen zwei und drei zumindest 45 Minuten spielen durfte, kamen in der Bundesliga nur noch 17 weitere Minuten hinzu. In der Champions League durfte Nianzou noch gar nicht ran.

Derzeit stehen Upamecano, Hernández und Süle klar vor ihm. Trotz seiner Jugend muss die Frage erlaubt sein, ob er bei den Bayern mittelfristig eine Zukunft hat. Erhält er in den kommenden Wochen keine Einsätze, würde einiges für eine Leihe im Winter sprechen.

Nachdem der Innenverteidiger fast die komplette letzte Saison verletzungsbedingt fehlte, wäre ein weiteres Jahr mit viel zu wenig Spielpraxis katastrophal für die Entwicklung des Youngsters.

Omar Richards:

Eine etwas erstaunlicher Zug war es von den Bayern durchaus, mit Omar Richards einen englischen Zweitliga-Spieler zu verpflichten. Demnach war ohnehin nicht davon auszugehen, dass der 23-Jährige gegen Alphonso Davies ankommt.

Sollte der Kanadier jedoch fehlen, ständen wohl auch Stanišić und Hernández noch vor Richards. Das hätte sich der Neuzugang vom FC Reading sicherlich anders vorgestellt. Bislang durfte dieser nur 45 Minuten gegen den VfL Bochum und 90 Minuten im Pokal absolvieren. Abgesehen davon reichte es nicht mal für Kurzeinsätze.

Das kurzfristige Ziel von Richards muss lauten, erster Ersatz für Alphonso Davies zu sein. In diesem Szenario würde sicherlich ab und an auch ein längerer Einsatz herausschauen. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob der Neuzugang seine taktischen Defizite aufholen konnte und eine Option für Nagelsmann ist.

2. Mittelfeld

Cuisance
Cuisance hat beim FC Bayern praktisch keine Zukunft mehr / CHRISTOF STACHE/GettyImages


Michaël Cuisance

Michaël Cuisance sollte eigentlich bereits im Sommer verkauft werden. Allerdings fand sich kein Abnehmer für den Franzosen. Beim FC Bayern ist Cuisance derzeit wie erwartet außen vor. Lediglich im Pokal gegen den Bremer SV durfte der Mittelfeldspieler eine Halbzeit spielen, ansonsten bekam er keine Minute ab.

An seiner Situation wird sich mit sehr großer Wahrscheinlichkeit auch nichts mehr ändern. In der Bundesliga stand Cuisance lediglich am ersten Spieltag im Kader. Die Kader-Rückkehr muss das erste Ziel für den 22-Jährigen sein. Für alle Beteiligte ist jedoch zu hoffen, dass das Kapitel München für Cuisance im Winter endet.

Marc Roca:

Der Spanier wollte seine unglückliche Premiere-Saison unter Hansi Flick vergessen machen und unter Julian Nagelsmann mit Volldampf durchstarten. Roca erlitt jedoch aufgrund einer Verletzung in der Vorbereitung einen heftigen Rückschlag.

Der 24-Jährige hatte nach seinem Außenbandriss im Sprunggelenk Probleme Anschluss zu finden und kehrte erst gegen Frankfurt in den Bundesliga-Kader zurück. Spielzeit bekam der Mittelfeld-Stratege jedoch bislang noch keine.

Im Hinblick auf die nächsten Wochen wird es für Roca nicht ganz einfach, beständig im 20er-Kader dabei zu sein. Mit Spielzeit sieht es noch schlechter aus, da Sabitzer und Tolisso die ersten Backups für Kimmich und Goretzka sind.

Roca müsste es zumindest mal schaffen, Corentin Tolisso in der internen Hierarchie zu überholen. Dann wären Kurzeinsätze sicherlich wieder häufiger an der Tagesordnung. Stand heute sieht es aber danach aus, als hätte Roca auch unter Nagelsmann keine Chance. Eine zeitnahe Trennung wäre wohl die beste Option. Im November soll nach einem Gespräch mit den Verantwortlichen Klarheit bestehen.

Corentin Tolisso:

Zunächst schien es so, als würde Julian Nagelsmann recht große Stücke auf Tolisso halten. Die Verpflichtung von Marcel Sabitzer und seine langwierigen Wadenprobleme machten den Franzosen zuletzt aber einen Strich durch die Rechnung.

Langfristig wird Tolisso beim FC Bayern wohl eh keine Rolle spielen, da dieser im Sommer einen ablösefreien Wechsel anstrebt. Damit sich jedoch interessante Teams für den 27-Jährigen bemühen, müsste dieser in den nächsten Wochen wieder häufiger zum Einsatz kommen.

Zumindest befindet sich der Spieler wieder im Teamtraining. Es bleibt abzuwarten, wie Nagelsmann mit dem ehemaligen Lyon-Profi plant. Recht viel mehr als eine Nebenrolle wird es aber wohl nicht werden.

3. Offensive

Kingsley Coman
Kingsley Coman muss den Anchluss an Sané und Gnabry halten / Alexander Hassenstein/GettyImages

Kingley Coman:

Es war bislang schlichtweg eine Saison zum Vergessen für Kingsley Coman. Erst kämpfte sich der Außenbahnspieler mit Wadenproblemen herum, dann stoppte ihn eine Herz-OP.

Der Außenstürmer kann zwar inzwischen wieder mit dem Team trainieren, muss sich jedoch zunächst hinten anstellen. Serge Gnabry und Leroy Sané haben die Leidenszeit von Coman nutzen können und sich einen Vorsprung erspielt. Gleiches gilt auch für Youngster Jamal Musiala.

Coman wird sich zunächst mit einer Joker-Rolle begnügen müssen, in den kommenden Englischen Wochen aber sicherlich seine Minuten erhalten. Allerdings wird der Flügelstürmer langfristig einen Stammplatz fordern und sich nicht damit begnügen, die dritte oder vierte Option zu sein.

In Anbetracht auf die unklare Vertragssituation des Profis werden die nächsten Wochen durchaus interessant.

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