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Bayern München

Lucas Hérnandez sieht seine Bayern-Zukunft im Zentrum

Dominik Hager
Lucas Hernández sieht sich bei den Bayern als Innenverteidiger
Lucas Hernández sieht sich bei den Bayern als Innenverteidiger / Sebastian Widmann/Getty Images
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Lucas Hernández gilt neben Dayot Upamecano als großer Hoffnungsträger in der Bayern-Abwehr. Nachdem der Franzose im Vorjahr noch als Backup zwischen der Linksverteidiger- und der Innenverteieiger-Position hin- und her gependelt war, darf er nun wieder vorrangig auf seiner Lieblingsposition spielen.


Nachdem bereits vor wenigen Tagen Benjamin Pavard erklärte, dass er sich in der Innenverteieigung am besten aufgehoben fühle, äußerte sich sein Nationalmannschaftskollege Lucas Hernández im Interview mit bundesliga.com ganz ähnlich.

"Ich habe immer gesagt, dass meine Hauptposition die Innenverteidigung ist. Dort habe ich als Jugendspieler gespielt. Aber als ich unter Diego Simeone Profi wurde, habe ich sowohl auf der linken Seite als auch als Innenverteidiger gespielt. Meine besten Leistungen habe ich in der Innenverteidigung gezeigt", stellte er klar.

Hérnandez sieht sich als Innenverteidiger: "Bin auf dieser Position aufgewachsen"

Der Abwehr-Allrounder fühlt sich trotz seiner für einen Innenverteidiger eher geringen Körpergröße (1,84m) wohl im Zentrum, wo er gegen die Schwergewichte des internationalen Fußballs antreten muss. Dennoch zeigte er sich auch offen dafür, nach Bedarf weiterhin auf der linken Seite auszuhelfen.

"Es ist meine ursprüngliche Position, ich bin auf dieser Position aufgewachsen, aber ich spiele auch gerne auf der linken Seite. Julian Nagelsmann möchte, dass ich hier bei Bayern in der Innenverteidigung spiele, aber ich kann immer als Linksverteidiger spielen, wenn es nötig ist," berichtete der 25-Jährige.

In diesem Fall sind sich Spieler und Trainer also schon mal einig. Dies liegt sicherlich auch daran, dass die Münchner mit Alphonso Davies einen hochveranlagten und modernen Linksverteidiger im Kader haben. Die Dienste von Hernández wären also ohnehin nur gefragt, wenn der Kanadier mal ausfallen sollte.

Hernández lobt Bayern-Kollegen Upamecano: "Ein großartiger Spieler"

In der Innenverteidigung muss sich der ehemalige Atlético-Star jedoch auch der Konkurrenz von Dayot Upamecano und Niklas Süle entgegensetzen. Derzeit bringen alle drei Innenverteidiger gute Leistungen, was die Situation nicht einfacher macht.

Hernández will jedoch kein Öl ins Feuer gießen und ist insbesondere von seinem Landsmann Upamecano schon jetzt angetan.

"Ich kenne Dayot sehr gut. Wir haben uns bei unseren Spielen in der Nationalmannschaft kennengelernt. Er ist ein großartiger Spieler, ein sehr guter Verteidiger", lobte er.

Dayot Upamecano
Upamecano hat beim FC Bayern einen tollen Start hingelegt / Sebastian Widmann/Getty Images

Im Vergleich zu Hernández, der vor zwei Jahren einen mehr als schwierigen Start erleben musste, ist der 22-Jährige bei den Bayern sofort angekommen und hat schon heute die Rolle als Stammspieler und Leistungsträger inne. Im Gegensatz zum früheren Madrilenen, der als verletzter Spieler nach München wechselte, hatte Upamecano jedoch von Beginn an ganz andere Voraussetzungen.

"Seine Integration war ganz anders als die meine, denn er kannte den Trainer bereits gut. Sie hatten in Leipzig zusammengearbeitet, und er kannte dessen Arbeitsweise, seine Spielweise und seine Erwartungen", erläuterte er.

"Er hat sich sehr schnell eingelebt. Er ist ein guter Freund von mir, ein wirklich netter Kerl. Er ist ein sehr wichtiger Spieler für uns, und wir hoffen, dass er sein derzeitiges Leistungsniveau bis zum Ende der Saison halten kann. Er gibt uns defensiv viel", führte er fort.

Die Harmonie zwischen dem Abwehr-Duo der Zukunft scheint schon jetzt sowohl auf dem Platz als auch neben dem Platz bestens zu passen.

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