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Bayern München

Hernández und Davies verletzt: Nagelsmanns Optionen auf der linken Abwehrseite

Dominik Hager
Der FC Bayern muss zu Saisonbeginn ohne Hernández und Davies auskommen
Der FC Bayern muss zu Saisonbeginn ohne Hernández und Davies auskommen / CHRISTOF STACHE/Getty Images
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Bereits einem Monat vor dem Bundesliga-Auftakt gegen Borussia Mönchengladbach (13. August) hat der FC Bayern mit Personalsorgen zu kämpfen. Nach den Verletzungen von Alphonso Davies und Lucas Hernández fallen zum Saisonstart die ersten beiden Optionen für die linke Verteidigung weg. Für die ersten Spiele im DFB-Pokal, der Liga und wohl auch im Supercup gegen Dortmund wird Julian Nagelsmann eine Alternative benötigen. Diese vier Optionen bleiben zum Start:


1. Omar Richards

Omar Richards
Bekommt der Neuzugang gleich zu Beginn eine Chance? / Bryn Lennon/Getty Images

Omar Richards wurde als Back-Up für die Linksverteidigung und notfalls auch die Innenverteidigung geholt. Allerdings hat wohl kaum einer damit gerechnet, dass der 23-Jährige bereits zum Auftakt eine Chance bekommen könnte.

Der Defensiv-Allrounder spielt seitdem er 16 ist für den FC Reading, schaffte mit 18 den Sprung ins Profiteam und war demnach zuletzt in der zweiten englischen Liga unterwegs. Zudem absolvierte er ein Spiel für die U21 der Three Lions.

Viel mehr ist aber über den Abwehrspieler nicht bekannt, weshalb er auf der PK zunächst ein Missverständnis aufdecken musste. "Google hat wohl die falsche Körpergröße angegeben, es sind definitiv nicht 185 cm, sondern eher 174 cm", erklärt er auf der Pressenkonferenz.

Nachdem dies geklärt wäre, gilt es nun für Richards fußballerische Größe und Durchsetzungsvermögen zu zeigen.

"Ich versuche einfach, meinen besten Fußball zu spielen. Man muss bereit sein. Wenn man die Möglichkeit bekommt, muss man zupacken. Ich bin bereit sobald man mich braucht", verspricht er.

Derzeit lässt sich schwer vorhersagen, ob Julian Nagelsmann zum Saisonstart auf den Neuzugang setzt. Klar ist jedoch, dass er genau für ein solches Szenario verpflichtet wurde.

"Er hat die Stärken, die wir brauchen. Er kann unter Druck gut Fußball spielen und hat ein gutes Passspiel. Wenn wir einen Spieler holen oder nicht holen, dann entscheiden wir das alle gemeinsam. Wir sind uns bei ihm sicher, dass er eine gute Rolle spielen kann," bestätigt Salihamidžić im Rahmen der PK.

2. Chris Richards

Chris Richards
Wird Chris Richards nun auch beim FC Bayern gebraucht? / Matthias Hangst/Getty Images

Der größte Konkurrent des jungen Engländers dürfte ausgerechnet Namensvetter Chris Richards sein. Dieser kennt den Verein schon seit mehreren Jahren, wenngleich er nach seiner Hoffenheim-Leihe gewissermaßen auch ein "Neuling" ist.

Bei der TSG hat der US-Amerikaner bewiesen, dass er bereits jetzt ein guter und verlässlicher Bundesligaspieler ist. Diesen Nachweis konnte Omar Richards bislang nicht einbringen. Chris Richards kann dank seiner Beidfüßigkeit alle Abwehr-Positionen abdecken. Zudem ist er athletisch, zweikampfstark und bringt auch die nötige Technik mit.

Derzeit ist jedoch nicht klar, ob der 21-Jährige in München bleibt oder erneut nach Hoffenheim verliehen wird. Die jüngsten Entwicklungen dürften jedoch dazu beitragen, dass der Abwehr-Akteur zunächst in München bleibt und vielleicht sogar eine gute Chance vorfindet.

3. Tanguy Nianzou

Tanguy Nianzou
Startet Nianzou auf einer ungewohnten Position durch? / Alexander Scheuber/Getty Images

Tanguy Nianzou gilt eigentlich als Innenverteidiger oder defensiver Mittelfeldspieler. Allerdings wäre es durchaus möglich, den jungen Franzosen auf der linken Seite zu testen. Nianzou sollte das nötige Potenzial mitbringen, auf jeder Defensiv-Position agieren zu können.

Die Tatsache, dass der 19-Jährige ein Rechtsfuß ist, muss auch kein Hindernis sein. Benedikt Höwedes hat bei der WM 2014 beispielsweise auch als Rechtsfuß hinten links gespielt. Manchmal ist es eben schon genug, die Seite dicht zu machen, ohne mit spektakulären Flankenläufen zu begeistern.

Nianzou kann genau das bringen, wenngleich er vermutlich dennoch eher ein Außenseiter für die Rolle ist.

4. Serge Gnabry (Systemumstellung auf 3-4-3)

Serge Gnabry
Serge Ganbry könnte unter Nagelsmann zur Allzweckwaffe mutieren. / MIGUEL A. LOPES/Getty Images

Julian Nagelsmann könnte auch das System umstellen und mit Dreierkette plus zwei Schienenspielern agieren. Die Optionen würden demnach Serge Gnabry, Kingsley Coman und Leroy Sané lauten.

Erste Wahl wäre in diesem Szenario wohl Serge Gnabry, der unter Nagelsmann bereits eine ähnliche Rolle auf rechts in Hoffenheim gespielt hat. Im Falle des Falles wäre Benjamin Pavard eine Option auf der anderen Seite.

Zwar ist dieser eigentlich kein idealer Schienenspieler, jedoch könnte man die Formation ein wenig asymmetrisch anordnen. Schließlich agierte bei RB Leipzig Mukiele zuletzt auch deutlich defensiver als Gegenüber Angeliño.

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