Bayern München

Hainer äußert sich zu Gnabry und lobt Kahn, Salihamidzic und Nagelsmann

Dominik Hager
Bayern-Präsident Herbert Hainer
Bayern-Präsident Herbert Hainer / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Neben Robert Lewandowski ist Serge Gnabry das zweite große Fragezeichen beim FC Bayern. Während man beim polnischen Top-Stürmer zumindest weiß, woran man ist, liegt bei Gnabry vieles im Ungewissen. Im Gespräch mit der BILD hat sich Präsident Herbert Hainer explizit zur Personalie Gnabry geäußert und die Arbeit von Salihamidzic, Kahn und Nagelsmann beurteilt.


Es gibt kaum einen Verein auf der Welt, der seine 1B-Stars derart gut bezahlt, wie der FC Bayern. Serge Gnabry ist in der Kategorie unter den Platzhirschen wie Lewandowski, Müller und Neuer anzusiedeln und hat dementsprechend auch ein Vertragsangebot der Bayern bekommen, dass gute 19 Millionen Euro jährlich umfassen soll.

Der Spieler hat das Angebot der Münchner jedoch abgelehnt. Eigentlich sollte inzwischen jedem klar sein, dass sich Gnabry mit diesem Gebot absolut glücklich schätzen kann und eine weitere Erhöhung einfach nicht zu rechtfertigen ist, jedoch bringt der 26-Jährige die Sache nicht zum Vollzug.

"Wir führen mit Serge seit Längerem Gespräche, aber es hat leider noch keine Einigung gegeben. Da gibt es noch ein paar unterschiedliche Vorstellungen. Daran arbeiten wir", erklärte Hainer.

Als Außenstehender hat man das Gefühl, dass es Gnabry gar nicht groß um das aktuelle Gebot geht, sondern vielmehr um die Tatsache, dass er um dieses so viel mehr kämpfen musste und sich länger gedulden musste als ein Coman oder Müller.

Die große Gefahr ist nun, dass man den Spieler ablösefrei verliert, was den Klub natürlich schon auch dazu veranlassen kann, mehr Geld für Gnabry zu zahlen, als es eigentlich angemessen wäre. Herbert Hainer möchte einen möglichen ablösefreien Wechsel aber auch nicht zu hoch hängen. Dies sei "nichts außergewöhnliches mehr" - und verwies als Beispiel auf den Transfer von Mazraoui.

Gnabry lobt Salihamidzic, Kahn und Nagelsmann

Dennoch kommt man nicht daran vorbei zu sagen, dass Sportvorstand Salihamidzic und Vorstandsvorsitzender Oliver Kahn genau dies verhindern müssen. Genau die beiden Personalien sind beim FC Bayern aber auch diejenigen, die zuletzt am meisten Kritik abbekommen haben. Herbert Hainer kann dies jedoch nicht verstehen.

"Hasan macht insgesamt eine sehr gute Arbeitet“, erklärte er mit dem Verweis, dass er die Mannschaft zusammengestellt hat, die im Jahr 2020 sechs Titel geholt hat. Zudem zeigte er sich beeindruckt, von seinem "Herz und seiner Leidenschaft für den FC Bayern." Auch die Verlängerung von Kimmich, Goretzka, Coman, Müller, Neuer und Musiala schreibt er "seiner Arbeit" zu. Zudem lobte er das neue Konzept des Bayern-Campus, das auch der Sportvorstand in die Wege geleitet hat.

"Mit Musiala, Stanisic, Wanner und Vidovic haben wir wieder sehr gute junge Spieler bei den Profis, die sich gut entwickeln. Auch das ist Hasans Verdienst", lobte er.

Auch Oliver Kahn schenkte der Bayern-Präsident Rückendeckung. Dies gilt nicht nur bezüglich Kahns Haltung zum Thema Lewandowski, sondern auch für seine gesamte Arbeit. Er wisse "aus persönlicher Erfahrung, was für eine Herausforderung der Posten als Vorstandsvorsitzender ist" und lobt Kahn dafür, an "der Strategie des FC Bayern für die Zukunft" zu arbeiten und "viele Dinge" anzustoßen.

Positiv fällt sein Urteil auch über die Zusammenarbeit mit Coach Julian Nagelsmann aus. Dieser sei "frisch, innovativ, kreativ, bringt Schwung in die Bude und lernt unheimlich schnell". Zudem gefällt ihm auch sein Auftreten und dass er "sehr kommunikativ" sei.

Nicht umsonst habe man ihm für fünf Jahre das Vertrauen geschenkt.


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