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Hainer erhöht den Druck auf Lewandowski: "Vertrag ist Vertrag!"

Oscar Nolte
Bayern-Präsident Herbert Hainer
Bayern-Präsident Herbert Hainer / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Im Wechsel-Theater um Robert Lewandowski bleibt der FC Bayern hart. Präsident Herbert Hainer stellte gegenüber der Bild am Sonntag erneut klar, dass der Pole seinen laufenden Vertrag zu erfüllen hat.


Dass Robert Lewandowski den FC Bayern lieber gestern als heute verlassen will, ist öffentlich verbrieft. Nach einigem Hin und Her hat der polnische Weltstar mittlerweile unmissverständlich klargemacht, dass er die Bayern verlassen will und das Verhältnis zum Rekordmeister in die Brüche gegangen ist.

Bei einem verbleibenden Vertragsjahr eigentlich ein No-Brainer, Lewandowski für eine Ablöse ziehen zu lassen. Die Bayern pochen allerdings weiterhin darauf, dass Lewandowski seinen bis 2023 gültigen Vertrag zu erfüllen hat. "Und damit Basta" hatte Geschäftsführer Oliver Kahn unlängst verkündet. Präsident Herbert Hainer sieht das genauso.

Herbert Hainer pocht auf Lewandowski-Verbleib

"Wir haben immer gesagt, dass Robert Lewandowski einen Vertrag bis zum 30. Juni 2023 beim FC Bayern hat. Und Vertrag ist Vertrag", erklärte der 67-Jährige im Interview mit der Bild am Sonntag. Denn: "Wo kommen wir denn da hin, wenn ein Spieler einen Vertrag vorzeitig beenden kann, während wir als Verein ihn bis zum letzten Tag der Laufzeit voll bezahlen müssten? Das ist eine Ungleichheit, die kann so nicht sein."

Die mitunter harte Kritik, die Lewandowski und sein Berater Pini Zahavi am FC Bayern geäußert haben, stößt bei den Verantwortlichen weiterhin auf taube Ohren.

"Ich bin ein bisschen überrascht, dass Robert den Weg an die Öffentlichkeit gewählt hat, ich hätte das an seiner Stelle nicht gemacht. Er ist lange beim FC Bayern, hat mit uns viele Titel gewonnen: die Champions League, achtmal Deutscher Meister, er ist zweimal Weltfußballer geworden als Spieler des FC Bayern. Ich denke, er weiß sehr gut, was er am FC Bayern hat, nämlich einen Verein, der seine Spieler sehr gut behandelt, der alles tut, damit sie ihre Höchstleistung bringen können. Und da muss ich sagen: Wertschätzung ist keine Einbahnstraße", führte Hainer aus.

Causa Lewandowski: wer sitzt am längsten Hebel?

Aussage gegen Aussage also. Und wer jetzt wem wie sehr ans Bein gepinkelt hast, ist unter dem Strich auch irrelevant: Lewandowski ist mit den Bayern durch und wird den Verein so bald wie möglich verlassen. Macht es überhaupt Sinn, einen Spieler unter diesen Voraussetzungen weiter zu beschäftigen?

"Robert ist Vollprofi, er will Fußball spielen", ist sich Hainer sicher, dass die Bayern sich mit der Weiterbeschäftigung Lewandowskis kein Eigentor einschenken.

Sollte der Pole also nicht den Weg des berüchtigten Paragraphen 17 wählen, bleibt der FC Bayern am längeren Hebel. Und daher gilt, so Hainer: "Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir keine wirtschaftlichen Nöte haben. Wir wollen die besten Spieler haben und Robert ist einer der besten. Deswegen gehe ich fest davon aus, dass er auch in der nächsten Saison bei uns spielt."


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