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Interne Lösung beim FC Bayern: Nianzou soll Süle-Nachfolger werden

Dominik Hager
Für Tanguy Nianzou ging es zuletzt steil bergauf
Für Tanguy Nianzou ging es zuletzt steil bergauf / Markus Gilliar/GettyImages
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Tanguy Nianzou ist ein klein wenig der heimliche Gewinner der letzten Wochen. Nachdem der Franzose in der Rückrunde zunächst fast gar nicht zum Einsatz kam, absolvierte er die Spiele gegen Union Berlin und den SC Freiburg über die vollen 90 Minuten. Nagelsmann und die Bayern scheinen langsam, aber sicher doch Vertrauen in den 19-Jährigen gefunden zu haben.


Grund zur Freude hatte Tanguy Nianzou seit seinem Wechsel zum FC Bayern nur sehr selten. Nach seiner von Verletzungen gezeichneten Premieren-Saison 2020/21, hatte er es bislang auch in dieser Spielzeit nicht leicht. Nagelsmann monierte die zu hohe Fehlerquote seines "Schülers" und setzte diesen meist über die volle Distanz auf die Ersatzbank.

Nianzou überzeugt die Bayern-Verantwortlichen: Ist der Süle-Nachfolger damit gefunden?

In den Bundesligaspielen gegen Freiburg und Union Berlin bekam Nianzou dann aber (möglicherweise auf Drängen von Hasan Salihamidžić) doch seine Chance und lieferte dabei einen ziemlich ordentlichen Eindruck. Der ehemalige PSG-Youngster machte keine gröberen Fehler und erzielte gegen Union sogar einen Kopfballtreffer.

Das zuvor kaum vorhandene Standing von Nianzou dürfte sich damit ein gutes Stück erhöht haben. So weit sogar, dass der FC Bayern von der Verpflichtung eines neuen Innenverteidigers absieht?

Angaben der BILD zufolge lautet der Plan tatsächlich, dass Tanguy Niazou die Nachfolge von Niklas Süle antreten soll und der Verein keinen neuen Innenverteidiger verpflichtet. Kommen wird hingegen wohl ein Außenverteidiger, was darin begründet ist, dass Pavard künftig als Innenverteidiger eingeplant wird.

Damit würden die Münchner im Abwehrzentrum mit dem französischen Quartett Upamecano, Hernández, Nianzou und Pavard in die neue Saison gehen. Die Spekulationen, dass Nianzou im Sommer verliehen werden könnte, haben sich demnach vermutlich zerschlagen.

Vier Innenverteidiger für drei Positionen: Der FC Bayern geht hohes Risiko

Es sei jedoch angemerkt, dass der FC Bayern mit dieser Kaderplanung schon ein gewisses Risiko eingeht. Sollte Nagelsmann mit einer Dreierkette auflaufen wollen, würden nur vier Innenverteidiger für drei Positionen zur Verfügung stehen. Für Nianzou wäre das natürlich der Jackpot, jedoch kann eine solch knapp bemessene personelle Aufstellung auch nach hinten los gehen.

Es ist aber auch nicht auszuschließen, dass der FC Bayern nicht doch Chris Richards zurückholt oder aber Matthias Ginter ablösefrei verpflichtet. Einen Transferkracher wird man Nianzou hingegen wohl kaum in den Weg stellen.


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