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Bayern München

Müller vor Gladbach-Spiel: Corona-Chaos "nicht so dramatisch"

Dominik Hager
Alexander Hassenstein/GettyImages
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Der FC Bayern wird am heutigen Freitagabend ersatzgeschwächt in die Rückrunde starten. Aufgrund der großen Anzahl an infizierten Spielern und mehreren Verletzungen sowie Afrika-Cup-Abstellungen, wird sich die Münchner Mannschaftsaufstellung sehr ungewöhnlich lesen. Thomas Müller möchte im Vorfeld jedoch nicht nach Ausreden suchen, sondern das Spiel gegen Borussia Mönchengladbach gewinnen.


Nach der heftigen 0:5-Pokalschlappe geht es für den FC Bayern nicht nur um einen gelungenen Rückrunden-Auftakt, sondern auch um Wiedergutmachung. Umso ärgerlicher ist natürlich die Tatsache, dass zahlreiche Spieler nicht mitwirken können.

Thomas Müller möchte sich davon jedoch nicht runterziehen lassen. "Wir gehen ins Spiel, um das Spiel zu gewinnen", stellte er gegenüber fcbayern.com klar.

Müller möchte Personalsorgen nicht überbewerten: "Nicht so dramatisch"

Der Bayern-Star wird versuchen, die Partie so normal wie möglich angehen und möchte keine unnötigen Gedanken an jene Spieler verschwenden, die gegen die Fohlen fehlen werden.

"Ich sehe das Ganze nicht so dramatisch", bleibt der 32-Jährige optimistisch. Dennoch hätte der Routinier wohl auch gegen eine etwas längere Winterpause nichts einzuwenden gehabt.

"Es ist natürlich jetzt nicht optimal, aber das bringt natürlich auch die ganze Situation mit sich. Der Spielplan, gleich der Start am ersten Januar-Wochenende und dann natürlich noch die weltweite Corona-Situation, die ja ein wenig angezogen hat. Damit müssen wir aber jetzt umgehen", nimmt er sich und seine Kollegen in die Pflicht.

Müller freut sich darüber, dass im Mannschaftstraining und beim Spiel gegen Gladbach einige junge Talente mitwirken und die Profis auf der schweren Mission unterstützen werden. "Heute waren schon wieder ein paar mehr Spieler da. Viele Jungs von der U23 und dementsprechend gehe ich trotzdem positiv ins Spiel, auch wenn wir keine optimale Vorbereitung hatten", erläuterte der Münchner Wortführer.

"Heißt nicht, dass sie kein Tor schießen können"

Den widrigen Umständen zum Trotz glaubt Thomas Müller an die Qualität der erfahrenen Spieler und auch daran, dass vielleicht einer der Youngsters das Spiel positiv beeinflussen kann. "Es werden einige Spieler vielleicht nicht auf ihren Paradepositionen auflaufen, aber trotzdem haben wir viele Nationalspieler oder einfach Top-Qualität auf dem Platz", zeigt er sich selbstbewusst.

"Die Wechseloptionen werden eher unbekannte Namen sein, aber das heißt auch nicht, dass sie kein Tor schießen können. Im Fußball gab es immer schon Spieler, die man vorher nicht kannte und danach kannte man sich", glaubt der Münchner an die Stärke des Nachwuchses.

Thomas Müller weiß schließlich selbst noch ganz genau, wie es sich anfühlt, als junger und unbekannter Spieler zu den Profis zu stoßen und sofort für Furore zu sorgen. Vielleicht ist die knappe Personalsituation sogar die Chance, mal wieder ein Talent zu entdecken, das zum Senkrechtstarter werden könnte.

Müller sieht Pokalpleite nicht als großes Problem: "Es gab unterschiedliche Entwicklungen"

Ein wenig frisches Blut dürfte ja ohnehin nicht schaden, wenn man sich die letzten Auftritte der Münchner gegen Borussia Mönchengladbach ansieht. Das 0:5 im Pokal war sicherlich der negative Höhepunkt hiervon. Müller möchte das Ergebnis aber in Hinblick auf das kommende Bundesliga-Spiel nicht zu hoch hängen.

"Ja, man hat es vielleicht im Hinterkopf, wenn man daran denkt, aber es hat jetzt mit der Spielvorbereitung nur bedingt etwas zu tun. Es ist bei beiden Mannschaften seitdem viel passiert und es gab auch unterschiedliche Entwicklungen", erklärte Müller und spielt damit wohl auf die Gladbacher Formkrise gegen Ende der Hinrunde an.

"Wir müssen einfach die inhaltlichen Schlüsse daraus ziehen, wie Gladbach in den letzten Spielen agiert hat, was sie wirklich auf dem Platz umsetzen und dementsprechend gut vorbereitet sein", nimmt er sich vor. Diesbezüglich sieht er das Trainerteam jedoch „in einer guten Ausgangssituation, das bewerten zu können" und erwartet vom Team die entscheidenden Punkte auch umzusetzen.


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