FC Bayern vor Gladbach-Duell mit Abwehrsorgen: Diese 4 Optionen bleiben Nagelsmann

Süle und Pavard sind die einzig verbliebenen Innenverteidiger beim FC Bayern
Süle und Pavard sind die einzig verbliebenen Innenverteidiger beim FC Bayern / KARIM JAAFAR/GettyImages
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Derzeit ist beim FC Bayern beinahe die halbe Stammmannschaft vom Corona-Virus außer Gefecht gesetzt. Besonders schlimm hat es die Abwehr getroffen. Mit Lucas Hernández, Dayot Upamecano, Tanguy Nianzou und Omar Richards fallen gleich vier Verteidiger aus. Zudem ist auch Youngster Josip Stanisic nach seiner Verletzung noch nicht bereit und Bouna Sarr aufgrund seiner Afrika-Cup-Teilnahme keine Option.

Wir werfen einen Blick auf die Optionen, die Julian Nagelsmann zum Rückrundenstart gegen Gladbach (Freitag, 20.30 Uhr) noch bleiben.


1. Kimmich - Pavard - Süle - Davies

Joshua Kimmich
Feiert Kimmich sein Comeback auf ungeliebter Position? / Alexander Hassenstein/GettyImages

Joshua Kimmich wird nicht unbedingt damit gerechnet haben bei seinem sehnsüchtig erwarteten Comeback direkt wieder in der Anfangsformation zu stehen. Noch weniger dürfte er jedoch vorausgesehen haben, dass er seine Rückkehr möglicherweise als Rechtsverteidiger feiert.

Die Personalnot lässt jedoch kaum etwas anderes zu. Benjamin Pavard wird innen gebraucht und die wirklich passende Alternative auf rechts fehlt. Kimmich hat beim FC Bayern viele Jahre als rechter Verteidiger absolviert und dabei fast immer auch geglänzt. Selbst wenn man bei der EM gesehen hat, dass er inzwischen besser im Mittelfeld aufgehoben ist, wäre der 26-Jährige notgedrungen eine Option in der weniger geliebten Rolle.

Kimmich fühlt sich topfit und hat bereits nach einer gründlichen Untersuchung am 22. Dezember die Erlaubnis bekommen, voll ins Training einzusteigen. Demnach hat sich der Spieler über die Weihnachtstage im individuellen Training reingehängt und im Anschluss voll mit der Mannschaft trainiert. Ein Startelfeinsatz wäre damit möglich. Spielt Kimmich hinten rechts, stehen Pavard, Süle und Davies an seiner Seite.

2. Pavard - Kimmich - Süle - Davies

Benjamin Pavard, Joshua Kimmich
Rückt Kimmich ins Abwehrzentrum und bleibt Pavard damit auf der rechten Seite? / Soccrates Images/GettyImages

Ein gewisser Pep Guardiola hat Joshua Kimmich bereits in ganz jungen Jahren als Innenverteidiger gebracht. Dabei erledigte er seine Aufgaben meist gut, wenngleich man gegen Top-Gegner durchaus gesehen hat, dass er in dieser Rolle an seine Grenzen stößt.

Stellt sich lediglich die Frage, ob Gladbach ein Top-Klub ist. Eigentlich müsste man die Frage verneinen, jedoch mutierten die ansonsten so zahmen Fohlen ausgerechnet gegen die Bayern meist zu "Englischen Vollblütern".

Prinzipiell ist es nicht unbedingt sinnvoll, Kimmich innen aufzustellen, wo doch Pavard ohnehin lieber zentral spielen würde. Man muss jedoch bedenken, dass ein Außenverteidiger deutlich mehr Kilometer abreißen muss als ein Innenverteidiger. Kann Kimmich das nach seiner langen Pause noch nicht liefern, wäre die Option zu switchen durchaus gegeben.

3. Pavard - Süle - Davies

Niklas Süle
Gibt Süle den Mittelmann in einer Dreierkette? / Sebastian Widmann/GettyImages


Möglich wäre auch, dass Julian Nagelsmann auf eine Dreierkette setzt. In diesem Falle müsste jedoch Alphonso Davies ein wenig defensiver als gewohnt agieren. Seine Schnelligkeit und seine Physis sollten dem Kanadier jedoch auch auf der für ihn ungewohnten Position weiterhelfen.

Stellt sich nur die Frage, welche Akteure als Schienenspieler infrage kommen. Mit Leroy Sané, Kingsley Coman und Omar Richards fallen ja eine ganze Reihe an Kandidaten aus. Serge Gnabry wäre schon mal eine naheliegende Option. Möglich wäre natürlich auch, dass ein zentraler Mittelfeldspieler wie Kimmich oder Sabitzer nach außen rückt.

Ob dieses "Rumgeschiebe" von Spielern aber wirklich sinnvoll ist, darf zumindest mal bezweifelt werden.

4. Sabitzer - Pavard - Süle - Davies

Marcel Sabitzer
Wird Marcel Sabitzer zum Rechtsverteidiger umfunktioniert? / Alexander Hassenstein/GettyImages

Marcel Sabitzer hat beim FC Bayern bislang nicht den besten Eindruck hinterlassen. Demnach wäre es vielleicht gar nicht mal verkehrt, wenn er nicht im zentralen Mittelfeld aufläuft. Dort käme es sehr auf die Performance des Österreichers an und es ist nicht gewiss, ob er dem Druck standhält. Das Selbstvertrauen dürfte in den vergangenen Wochen durchaus gelitten haben.

Demnach könnte eine kleine Luftveränderung helfen. Niemand würde absolute Spitzenleistungen von Sabitzer erwarten, sollte dieser auf der rechten Abwehrseite auflaufen müssen.

Prinzipiell würde Sabitzer zumindest in Ansätzen die Anlagen für die ungewohnte Position mitbringen. Ein solches Experiment könnte durchaus glücken. Joshua Kimmich könnte dadurch ins Mittelfeldzentrum rücken. Trotz dessen langer Ausfallzeit wäre Kimmich die sicherere Bank in der Schaltzentrale.


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