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FC Bayern kämpft ums CL-Halbfinale: Das muss im Rückspiel gegen Villarreal besser laufen

Dominik Hager
Kann der FC Bayern gegen Villarreal zurückschlagen?
Kann der FC Bayern gegen Villarreal zurückschlagen? / Anadolu Agency/GettyImages
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Der FC Bayern hat sich mit der 0:1-Niederlage in Villarreal in eine ungünstige Ausgangssituation gebracht und muss um das Weiterkommen in der Königsklasse zittern. Sorgen bereitet insbesondere die Tatsache, dass die Leistung im Hinspiel derart schwach war, dass die knappe Niederlage eher noch ein Glücksfall war. Wir sehen uns an, welche Punkte die Münchner am Dienstagabend besser machen müssen bzw. für das Weiterkommen sorgen könnten.


1. Pressing-Maschine anwerfen

Lange Ballbesitzphasen sind vom FC Villarreal nicht zu erwarten. Sollten die Spanier den Ball aber in den eigenen Reihen führen, wird es darauf ankommen, die Gegenspieler sofort und aggressiv zu attackieren. Gefordert sind insbesondere die Offensivspieler, die in den letzten Partien immer wieder einen Gang runter schalteten und zu wenig zwingend anliefen.

Das Bayern-System benötigt 100 Prozent Einsatz, damit es funktioniert. Zudem ermöglichen nur schnelle Ballgewinne die Chance, doch mal ein wenig Platz in den Angriff-Aktionen zu erhalten. Die gelbe Mauer zu durchbrechen wird für den FC Bayern ohnehin extrem schwierig sein.

2. Offensivreihe muss Robert Lewandowski und sich selbst in Szene setzen

Die hochgelobte Bayern-Offensive hat sich in den letzten Wochen immer wieder Pausen genommen und nicht die gewohnte Anzahl an Chancen herausgespielt. Einen Schuldigen zu finden ist enorm schwer, weil sowohl die Flügelstürmer (mit Ausnahme von Coman) als auch Müller und Lewandowski zuletzt so ihre Probleme hatten.

Es benötigt wieder mehr klare Situationen, Selbstvertrauen und Durchsetzungsvermögen im Dribbling. Zudem muss auch der Kombinationsfußball angetrieben werden. Die Münchner können sich nicht erlauben, eine Flanke nach der anderen hereinzuschlagen, sondern brauchen gute Laufwege (in die Tiefe!) und kreative Pässe. Hierbei müssen die Akteure im Vergleich zum Hinspiel ein Pfund drauflegen. Dass sie dazu in der Lage sind, haben sie hinlänglich bewiesen.

3. Gute Konterabsicherung und schnelles Umschalten

Das Hinspiel-Ergebnis sorgt automatisch dafür, dass der FC Bayern im Rückspiel dominieren und auch ein wenig riskieren muss. Je länger Villarreal die Null halten kann, desto stürmischer werden die Münchner auftreten. Es wäre allerdings falsch, sich voll und ganz auf den Angriff zu konzentrieren und die Defensive außer Acht zu lassen. Es wird auf beiden Seiten des Feldes Hausaufgaben geben, die man zu erledigen hat.

In Falle von Ballverlusten kommt es insbesondere drauf an schnell umzuschalten, da Villarreal ansonsten gegen die hoch stehende Bayern-Truppe freie Fahrt hat. Dies gilt es tunlichst zu vermeiden, zumal man auch "nur" ein 0:1 und keinen hohen Rückstand aufholen muss. Demnach ist es durchaus auch wichtig, dass die Münchner nicht blind nach vorne laufen, sondern auch ihre Absicherungen gut positionieren und im Falle eines Gegenzuges zur Stelle sind.

4. Nagelsmann-Plan muss aufgehen

Julian Nagelsmann wird besonders heiß darauf sein, dass sein Team im Rückspiel eine Antwort gibt. Als neuer Coach wird er die Saison nicht mit einer dicken Champions-League-Enttäuschung beenden wollen. Geht das Viertelfinale gegen Villarreal schief, wäre es aber ein echter Nackenschlag.

Der 34-Jährige ist ein Trainerfuchs und kann sein Team motivieren. Nun geht es darum, dass der Bayern-Chefcoach das auch beweist. Sollte er den ein oder anderen Masterplan noch in der Hinrehand haben, wäre es jetzt an der Zeit, diesen hervorzuholen. Insbesondere braucht es für die zuletzt maue Offensive neue Lösungsansätze und kreative Einfälle. Häufig wurde davon gesprochen, wie man die Defensiv-Schwächen abstellen kann, dabei darf man aber im Offensiv-Bereich keinen Gang zurückschalten. Oft ist es sogar wichtiger, an seinen Stärken zu arbeiten, um diese richtig einsetzen zu können.

5. Champions-League-Atmosphäre

Trotz der Zuschauer-Rückkehr in die Allianz Arena ist die Stimmung in den vergangenen Wochen wahrlich mau geblieben. Am Dienstagabend werden aber nicht nur 100 Prozent von den Bayern-Akteuren, sondern zumindest eine brauchbare Atmosphäre von den Rängen nötig sein. Dieser Extra-Push kann in der Königsklasse besonders viel bewirken. Underdogs wie Salzburg, Basel, Donezk und Porto haben allesamt nach guten Hinspiel-Ergebnisse in der Allianz Arena eine fette Abreibung kassiert.

Der FC Bayern ist in der CL heimstark, darf das Stadion füllen und jeder weiß, was auf dem Spiel steht. Nun gilt es, Villarreal auch ein wenig von den Rängen einzuschüchtern und das eigene Team zum Sieg zu peitschen.


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