Enttäuschung macht sich breit bei Flick und Co: Die deutschen Stimmen zum Remis gegen Ungarn

Dominik Hager
Für das Team von Hansi Flick läuft es noch nicht nach Wunsch
Für das Team von Hansi Flick läuft es noch nicht nach Wunsch / Robbie Jay Barratt - AMA/GettyImages
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Da macht sich keine Zufriedenheit breit! Das DFB-Team musste sich auch gegen Ungarn mit einem 1:1 begnügen und belegt nach drei Spieltagen mit drei Punkten nur Rang drei in der Nations-League-Gruppe mit England, Italien und Ungarn. Auch Hansi Flick, Manuel Neuer und Jonas Hofmann sind mit der erneuten Punkteteilung nicht glücklich. Wir haben die von RTL eingefangenen Stimmen zum Spiel zusammengefasst.


Hansi Flick: „Wir wollten heute drei Punkte holen

"Ich habe vor dem Spiel gesagt, dass dies nach England das schwerste Spiel ist, das wir haben können. Ungarn war sehr kompakt. Wir haben es nicht geschafft, im Angriff mit Überzeugung zu spielen und haben zu viele Fehler gemacht. Aber wir befinden uns in einem Entwicklungsprozess.
Wir müssen sicherstellen, dass wir aus diesem Spiel unsere Lehren ziehen. Ich werde mich nicht entschuldigen - wir wollten heute 3 Punkte holen. Natürlich waren alle in der Umkleidekabine sehr enttäuscht. Wir haben jetzt zwei Tage Zeit, um uns zu regenerieren und gegen Italien die fitteste Elf auf den Platz zu schicken."

Der deutsche Coach sah sich in seiner Einschätzung bestätigt und musste mit ansehen, wie sich sein Team an den starken und gut organisierten Ungarn die Zähne ausbiss. Dennoch machte er aus seiner Enttäuschung keinen Hehl und möchte nun gegen Italien endlich drei Punkte holen. Selbst wenn Flick als Deutschland-Trainer ungeschlagen ist, wird auch er den zunehmenden öffentlichen Druck verstärkt wahrnehmen. Alle erwarten sich mehr von Deutschland und dem Bayern-Triple-Coach.

Manuel Neuer: "Entschlossenheit und Leichtigkeit haben gefehlt"

"Natürlich sind wir enttäuscht. Die Entschlossenheit und die Leichtigkeit im Spiel nach vorne haben gefehlt. Aber man muss auch sagen, dass Ungarn eine sehr unangenehme Mannschaft ist. Wir befinden uns in einem Prozess in Richtung Weltmeisterschaft. Wir wollen es am Dienstag gegen Italien besser machen."

Wie bereits gegen England war Manuel Neuer der beste Spieler der DFB-Elf. Der Keeper kann aber natürlich nicht damit zufrieden sein, dass er performt, seine Vorderleute aber nicht so recht in Tritt kommen. Ein Wundertorwart und müde Vorderleute: Das gab es in der deutschen Fußballhistorie schön häufiger, für den ganz großen Triumph muss aber beides zusammenspielen. Der Prozess, von dem Neuer spricht, ist noch nicht fortgeschritten genug.

Jonas Hofmann: "Ich übernehme die Verantwortung, dafür, dass wir das 2:1 verpasst haben"

"Natürlich sind wir enttäuscht. Ungarn hat relativ tief gestanden und das das ganze Spiel über getan. Ich übernehme die Verantwortung dafür, dass wir das 2:1 verpasst haben. Ich bin sehr enttäuscht, vor allem wegen dieser Chance."

Dem Tor von Jonas Hofmann war es zu verdanken, dass Deutschland immerhin zum Ausgleich traf. Der Gladbacher verschusselte aber auch eine Riesen-Chance, bei der er frei vor dem Tor einen Querpass versuchte, der schief ging. Demnach ging der 29-Jährige nach dem Spiel auch hart mit sich selbst ins Gericht. Letztlich sei aber gesagt, dass der Rechtsfuß derzeit einer der Lichtblicke im deutschen Team ist und auch gegen Ungarn der vielleicht beste Feldspieler im DFB-Dress war. Mit einem Sieg im Rücken könnte man das aber natürlich noch ein wenig mehr genießen.


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