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DFB-Team

EM-Kader auf 26 aufgestockt: Diese drei Spieler sollte Löw dazuholen

Dominik Hager
Gute Nachrichten für Joachim Löw: Der DFB-Coach darf 26 Spieler für die EM nominieren.
Gute Nachrichten für Joachim Löw: Der DFB-Coach darf 26 Spieler für die EM nominieren. / Alexander Hassenstein/Getty Images
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Die Würfel sind gefallen. Aufgrund der Corona-Pandemie dürfen die Nationaltrainer bei der anstehenden EM 26 statt 23 Spieler mitnehmen. Bundestrainer Joachim Löw dürfte diese Regelung besonders freuen. Somit hat der DFB-Coach mehr Optionen, wodurch einige Härtefälle vermieden werden können. Der Bundestrainer könnte zum Beispiel die drei aussortierten Spieler Jerome Boateng, Mats Hummels und Thomas Müller zurückholen. Durch den Hintergrund, dass alle drei Akteure eigentlich ohnehin zu den besten 23 Spielern gehören, blicken wir jedoch auf drei andere Kandidaten, die ebenfalls eine Bereicherung wären - und unter normalen Umständen nicht dem Kader angehören würden.

1. Kevin Volland

Kevin Volland
John Berry/Getty Images

Nachdem der Bundestrainer nun 26 Kaderplätze frei hat, würde es fast an Wahnsinn grenzen, keinen Stürmer mitzunehmen. Die drei zusätzlichen Plätze bieten die beste Möglichkeit, einen echten Angreifer an Bord zu holen. Die Entscheidung sollte hierbei zwischen Max Kruse und Kevin Volland fallen. Die Scorer-Werte der beiden Offensivspieler lesen sich ähnlich. Zwar legte Kevin Volland mit 15 Toren und acht Vorlagen die besseren Zahlen auf, jedoch hat er auch rund 1000 Spielminuten mehr absolviert als Kruse (10 Tore, 5 Vorlagen). Tatsächlich könnte der Bundestrainer beide Spieler in seinem Kader berücksichtigen. Im Zweifelsfall wäre eine Nominierung von Volland aber womöglich noch wichtiger. Der Spieler der AS Monaco ist verglichen mit Kruse einfach noch eher der Typ Mittelstürmer. Der Union-Akteur wäre eher ein Offensivallrounder.

2. Jamal Musiala

Jamal Musiala
Alexander Scheuber/Getty Images

Es wird heiß darüber diskutiert, ob Jamal Musiala oder Florian Wirtz bereits weit genug für eine Nominierung sind. Beide Spieler besitzen wenig Erfahrung, könnten jedoch im entscheidenden Moment helfen. Einer der drei Plätze sollte also an einen der beiden unbekümmerten Youngster gehen. Die bessere Wahl ist hierbei wohl das Bayern-Juwel. Wirtz ist zwar nicht unbedingt schwächer, jedoch ist Musiala eher der Spieler, der mit seiner individuellen Qualität die eine gewinnbringende Aktion bringen kann. Aufgrund der Tatsache, dass beide ohnehin nur Joker wären, ergibt das Gesamtpaket Wirtz weniger Sinn als Musiala. Der 18-Jährige verfügt über Fähigkeiten in der Ballbehandlung und im Dribbling, die sonst kein Spieler im Kader gleichermaßen mitbringt. Das Bayern-Talent sticht einfach mehr aus der Masse heraus als Florian Wirtz.

3. Maximilian Arnold

Maximilian Arnold
Christian Kaspar-Bartke/Getty Images

Maximilian Arnold spielt seit vielen Jahren auf sehr gutem Niveau und hat sich in der laufenden Saison weiter gesteigert. Rein von den Leistungen betrachtet, dürfte eine Nominierung eigentlich gar nicht zur Debatte stehen. Das einzige Problem des Wolfsburgers ist die Tatsache, dass seine Position mit Joshua Kimmich, Toni Kroos, Ilkay Gündogan, Leon Goretzka und Florian Neuhaus ohnehin schon top besetzt ist. Allerdings lassen die 26 Kaderplätze auch zu, dass insgesamt sechs Mittelfeldspieler mitfahren. Agiert Joachim Löw im 4-3-3-System, wären das nicht zu viele Spieler. Es stellt sich ohnehin die Frage, ob ein Florian Neuhaus überhaupt vor Arnold anzusiedeln ist. Über die Saison betrachtet hat der Wolfsburger konstantere Leistungen gezeigt und spielt in seinem Klub eine noch wichtigere Rolle. Der Kapitän der Wölfe bringt zudem die nötige Mentalität mit, die bei einem Großereignis benötigt wird. Seine Nominierung wäre auch ein wichtiges Zeichen, dass sich konstant gute Leistungen irgendwann bezahlt machen.

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