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DFB-Team

0:1 zum EM-Auftakt gegen Frankreich: Die DFB-Kicker in der Einzelkritik

Guido Müller
Nicht wirklich schlecht gespielt, aber auch nicht gut genug, um Frankreich zu schlagen: Das unterlegene DFB-Team bedankt sich bei den Fans
Nicht wirklich schlecht gespielt, aber auch nicht gut genug, um Frankreich zu schlagen: Das unterlegene DFB-Team bedankt sich bei den Fans / Lukas Barth-Tuttas - Pool/Getty Images
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Mit 0:1 hat die deutsche Nationalmannschaft ihr Auftaktmatch in die EURO2020 gegen Weltmeister Frankreich verloren. So waren die deutschen Spieler drauf.


Das DFB-Team in der Einzelkritik

Neuer: Beim Eigentor von Hummels machtlos, konnte sich der deutsche Keeper eigentlich nur ein einziges Mal wirklich auszeichnen, als er einen Schuss von Mbappé in der 17. Minute zur Ecke klären konnte. Ansonsten aufmerksam und mit einer guten Klärungsaktion in der ersten Halbzeit, die an das Algerienspiel von 2014 erinnerte. 5/10

Manuel Neuer, Kylian Mbappe
Wirklich viel bekam Neuer gegen Frankreich nicht zu tun / BSR Agency/Getty Images

Hummels: Beim Gegentor schuldlos, da von Hernandez mehr oder weniger angeschossen. Drehte nach der Pause auf und lieferte insgesamt eine solide Partie ab. Annähernd weltklasse war sein Tackling gegen Mbappé in der 78. Minute. Leider lag Deutschland zu diesem Zeitpunkt schon hinten. 6/10


Ginter: Hinten zuverlässig und fehlerfrei. Gewann zudem alle wichtigen Zweikämpfe. Stark seine Abwehr gegen Mbappé bei einem Konterversuch der Franzosen in der zweiten Halbzeit. Nach vorne ging indes nicht so viel beim Gladbacher, der die starken Eindrücke aus der Vorbereitung dennoch bestätigte. 7/10

Rüdiger: Ihn ließen die Franzosen in der ersten Halbzeit das Aufbauspiel der Deutschen übernehmen. Solider aber unspektakulärer Auftritt des 28-Jährigen, der mit einer angedeuteten Luis Suárez-Aktion gegen Pogbas Rückenmuskulatur in der 45. Minute für Befremden an den Bildschirmen sorgte. Den Schiris war die Situation zum Glück entgangen. 5/10

Gosens: Rackerte und arbeitete sich in die Partie rein. Nicht zufällig kam auch von ihm die Vorlage zur besten deutschen Chance durch Gnabry in der 54. Minute. Kam bei einer starken Kimmich-Flanke in der 58. Minute nur knapp nicht an den Ball. Dafür um so mehr an Pavard, der danach erstmal behandelt werden musste. 7/10

Robin Gosens
Sehr dynamische, wenn auch nicht immer fehlerfreie Leistung: Robin Gosens / Matthias Hangst/Getty Images

Kimmich: Seine frühe Gelbe Karte in der siebten Minute hemmte den Bayern-Spieler nicht wirklich in seinem Elan. Kam ein paar Mal gut über die rechte Seite durch, fand mit seinen Flanken aber keinen Abnehmer. Hinten bisweilen zu offen, was sich vor allem beim Tor der Franzosen offenbarte, als er Pavard zu viel Platz ließ. 5/10

Kroos: In der ersten Halbzeit auch kämpferisch stark und als umsichtiger Ballverteiler unterwegs. Leider mit fast keinen Pässen, die die französische Abwehr mal in Unordnung gebracht hätten. Bisweilen auch zu sehr das Tempo verschleppend. 5/10

Gündogan: Leider sieht man Gündogan im deutschen Nationaltrikot selten bis nie wie im hellblauen Dress von Manchester City. Müsste sich viel mehr zutrauen und vielleicht auch mal im letzten Drittel ins Dribbling gehen. Hatte eine Chance in der zweiten Halbzeit, wirkte aber auch da etwas zögerlich. Blasser Auftritt. 4/10

Müller: Versuchte viel, aber man merkte mit zunehmender Spieldauer, dass die Abstimmung mit den Kollegen nach über zweieinhalb Jahren Länderspielpause (die beiden letzten Testspiele mal beiseitegelassen) noch fehlt. Konnte keine Impulse setzen. 4/10

Thomas Mueller, Lucas Hernandez
Viel gelang Thomas Müller gegen Frankreich nicht / Matthias Hangst/Getty Images

Havertz: Von der Form des letzten Saisondrittels beim FC Chelsea um einiges entfernt. Schien zunächst gut in die Partie zu kommen, tauchte dann aber mehr und mehr ab. Auch mit einigen Konzentrationsmängeln. 3/10

Gnabry: Bezeichnend, wie er die beste deutsche Chance vergab. Ein Gnabry in Top-Form hätte den Ball wohl unter die Latte gedroschen. Stets bemüht - und wenn man das hervorheben muss, weiß man in etwa, wie es gelaufen ist. 3/10

Serge Gnabry
Ärgert sich über die gerade vertane beste deutsche Chance: Serge Gnabry / Alexander Hassenstein/Getty Images

Werner: Kam in der 74. Minute für Gnabry - und bedeutete keinen Qualitätsunterschied. Der wäre aber vonnöten gewesen, um das Spiel noch zu drehen. Drei Aktionen - drei Fehlpässe. Irgendwie nicht richtig bei der Sache gewesen. 2/10

Emre Can, Kevin Volland
Im Gegensatz zu Volland brachte Can tatsächlich nochmal Schwung ins deutsche Team / Matthias Hangst/Getty Images

Sané: Wurde in derselben Minute für Havertz ins Spiel gebracht - und hatte im Anschluss kaum gute Szenen. Symbolisch sein schwach getretener Freistoß aus einer vielversprechenden Position heraus in der 88. Minute. In der 96. Minute jedoch mit einer dynamischen Aktion, die mit einer verunglückten Flanke von Volland endete. 2/10

Can: In der 88. Minute für Ginter eingewechselt, brachte Can in den acht Minuten seines Wirkens tatsächlich noch mal ein bisschen Schwung ins deutsche Offensivspiel. In dieser Form eine Option fürs Portugalspiel (anstelle von Gündogan?). Angesichts der wenigen Einsatzzeit jedoch nicht zu benoten.

Volland: Kam in der 88. für Gosens. Hätte kurz vor Schluss mit einer guten Aktion im Strafraum noch mal für Gefahr sorgen können. Heraus kam eine absurd verzogene Flanke. Wirkte etwas nervös bei seinem ersten Pflichtspiel seit über viereinhalb Jahren. Zudem blieb ein dickes Fragezeichen, warum Löw ihn auf die linke Seite stellte. Auch bei ihm keine Benotung möglich.

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