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EM 2020

Netzreaktionen zur Gruppe C: Österreich schreibt Geschichte, Oranje standesgemäß

Stefan Janssen
Christoph Baumgartner.
Christoph Baumgartner. / Robert Ghement - Pool/Getty Images
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Am Montagabend ging es auch in der Gruppe C der EM 2020 um die Wurst - zumindest für zwei der vier Teams. Die Niederlande konnte seine letzte Aufgabe als sicherer Gruppensieger gegen den feststehenden letzten Nordmazedonien ganz entspannt angehen. Österreich und die Ukraine kämpften dagegen im direkten Duell ums Achtelfinale.

Österreich trifft auf Italien, für die Ukraine wird es eng

Für die Ukraine hätte gegen Österreich ein Zähler gereicht, um sich den zweiten Platz zu sichern. Doch die Österreicher, wieder einmal mit neun Bundesliga-Akteuren in der Startelf, waren im ersten Durchgang klar besser und gingen durch Christoph Baumgartner verdient in Führung. Marko Arnautovic vergab sogar noch eine dicke Chance auf das zweite Tor.

Österreich blieb auch im zweiten Durchgang das bessere Team, vergab jedoch viele Torchancen.

Auch die Schlussoffensive der Ukrainer blieb weitestgehend aus. Österreich konnte somit das 1:0 über die Zeit bringen und sicherte sich Rang zwei, wodurch es im Achtelfinale gegen die bislang überragenden Italiener geht. Österreich steht damit zum ersten Mal überhaupt in der K.o.-Phase einer EM. Die Ukraine wird dritter und könnte so theoretisch noch weiterkommen - doch mit nur drei Zählern und einem negativen Torverhältnis wird es sehr eng.

Niederlande standesgemäß gegen Nordmazedonien

Oranje-Bondscoach Frank de Boer entschied sich trotz der entspannten Ausgangslage dagegen, viel zu rotieren und brachte nahezu die komplette Startelf wieder aufs Feld. Zu einem Highlight kam es schon vor dem Spiel, als die Niederländer Goran Pandev zu seinem letzten und 122. Länderspiel ein Trikot mit eben dieser Nummer drauf überreichten.

Im Spiel war Nordmazedonien dann ganz forsch unterwegs und schrammte zweimal nur haarscharf an der Führung vorbei: Einmal wegen knappen Abseits, einmal landete ein starker Schuss nur am Pfosten. Das Tor machten dann die Niederländer, die insgesamt die spielbestimmende Mannschaft waren: Memphis Depay schloss einen Konter zum 1:0 ab.

Zur zweiten Hälfte experimentierte De Boer dann doch ein wenig und änderte das System durch Wechsel zum so stark geforderten 4-3-3. Es schadet ja nicht, zwei Systeme zu beherrschen. Es dauerte auch nicht lange, da stand es 2:0: Depay legte für Georginio Wijnaldum auf. Wenig später war die Kombination erneut erfolgreich: Der künftige Angreifer des FC Barcelona scheiterte diesmal am Keeper Nordmazedoniens und Wijnaldum staubte ab.

In der 68. Minute gab es dann nochmal einen ganz besonderen Moment, als Pandevs Karriere per Auswechslung beendet wurde. Das gesamte Stadion spendete Applaus und die Spieler Nordmazedoniens standen Spalier, danach skandierten die Zuschauer seinen Namen.

In der Schlussphase wechselten auch die Niederländer noch fröhlich durch und versuchten, ein wenig am Ergebnis zu schrauben. Es blieb letztlich aber beim standesgemäßen 3:0.

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