DFB-Team

Portugal - Deutschland: Die DFB-Elf in der Einzelkritik

Stefan Janssen
Serge Gnabry und Robin Gosens.
Serge Gnabry und Robin Gosens. / Alexander Hassenstein/Getty Images
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Im zweiten Gruppenspiel der EM 2020 hatte es Deutschland mit Portugal zu tun. Hier gibt es die Spieler der DFB-Elf in der Einzelkritik.

Das DFB-Team in der Einzelkritik

Manuel Neuer: War bei beiden Gegentoren machtlos. Ansonsten praktisch gar nicht geprüft, auch beim Pfostenschuss von Sanches wäre er ohne Chance gewesen. 6/10

Matthias Ginter: Schaltete sich zu Beginn öfter mit in die Offensive ein und nur eine Abseitsstellung von Gnabry verhinderte einen frühen Assist von ihm. Von seinen Ausflügen profitierte auch Kimmich, der mal ins Zentrum gehen konnte oder mehr Räume hatte. Später mehr defensiv gefordert und dort nicht ganz so stark wie gegen Frankreich. Kam hier und da einen Schritt zu spät und musste foulen. Alles in allem aber trotzdem gut. 7/10

Mats Hummels: Als zentraler Mann in der Dreierkette defensiv sehr sicher und souverän. Wurde nach knapp einer Stunde durch Emre Can ersetzt. 7/10

Antonio Rüdiger: Starker Ball in den Lauf von Gosens vor dem 2:1. In der Defensive allerdings nicht immer sattelfest, zum Beispiel als er in der ersten Halbzeit übel von Ronaldo vernascht wurde. 6/10

Joshua Kimmich: Offensiv wesentlich aktiver und auffälliger als gegen Frankreich. Spielte so unter anderem einen herausragenden Ball auf Gosens, der den Ausgleich brachte. Bereitete zudem das 2:1 und 4:1 direkt vor. Kann das Spiel offenbar auch über rechts antreiben. 9/10

Toni Kroos: Im Wechsel mit Gündogan mal am Spielaufbau beteiligt und mal auch sehr weit vorne unterwegs, um eine bessere Bindung zum Angriff zu schaffen. Mit großem Erfolg, Kroos organisiert das Spiel sehr gut. 8/10

Ilkay Gündogan: Spielte zeitweise sehr offensiv und teils sogar auf Höhe der Angriffsreihe. War deutlich auffälliger als zuletzt und leitete durch gutes Passspiel einige Angriffe ein. 7/10

Robin Gosens: Zeigte zu Beginn gleich wieder seinen Offensivgeist, als er eine Ginter-Flanke zur vermeintlichen Führung versenkte. Leider stand Gnabry im Abseits. Gosens tauchte aber generell wieder oft gefährlich vorne auf und bereitete so auch den Ausgleich vor. War zudem der Ausgangspunkt beim 2:1 und legte das dritte deutsche Tor wieder selbst auf. Mit dem Treffer zum 4:1 krönte er seine Leistung. Überragendes Spiel, das er angeschlagen leider nach knapp einer Stunde beenden musste. 10/10

Kai Havertz: Zeigte in der ersten Minute viel Biss als er Pepe umrempelte, was man eigentlich eher andersrum erwarten würde. War generell richtig gut im Spie. Beim 0:1 als letzter Mann machte er keine gute Figur - aber will man ihm dafür einen Vorwurf machen? Beim Ausgleich jedenfalls stand er genau richtig, um Ruben Dias quasi zu zwingen, Gosens' Volley ins Tor zu lenken. Beim 3:1 erreichte ihn die nächste Gosens-Hereingabe, die er diesmal selbst vollstreckte. 9/10

Thomas Müller: War als Freigeist überall in der Offensive unterwegs, beim 2:1 und 3:1 mit Pre-Assists auch entscheidend beteiligt. 8/10

Serge Gnabry: War anfangs ein Aktivposten im Angriff und wesentlich auffälliger als am Dienstag, erarbeitete sich auch gute Chancen. Belohnte sich allerdings nicht, baute in der zweiten Hälfte etwas ab. 7/10

Serge Gnabry
Serge Gnabry. / Alexander Hassenstein/Getty Images

Marcel Halstenberg: Kam nach einer knappen Stunde für Gosens. Schien beim 2:4 nicht unbeteiligt, als Ronaldo in seinem Rücken entwischte und vorbereitete. Offensiv weit weg vom Niveau von Gosens. 5/10

Emre Can: Kam zeitgleich mit Halstenberg für Mats Hummels und übernahm dessen Rolle in der Dreierkette bis Süle ins Spiel kam, dann ging Can ins Mittelfeld. Dort eher mittelmäßig unterwegs. 5/10

Niklas Süle: Ersetzte Ilkay Gündogan gut zwanzig Minuten vor dem Ende und rückte in die Dreierkette. Ohne Note.

Leon Goretzka: Kam wie Süle in der 73. Minute für Kai Havertz. Hätte nach einem Konter beinahe noch das 5:2 erzielt. Ohne Note.

Leroy Sane: Kam kurz vor Schluss noch für Serge Gnabry. Ohne Note.

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