Eintracht Frankfurt

Martin Hinteregger bestätigt: "Mir wurde gesagt, dass ich gehen soll"

Dominik Hager
Hinteregger hat bestätigt, dass er verkauft werden sollte
Hinteregger hat bestätigt, dass er verkauft werden sollte / Alex Grimm/GettyImages
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Martin Hinteregger hat sich nach dem Europa-League-Sieg zumindest am Bierglas als der stabilste Spieler der Eintracht erwiesen. Auf dem Fußballfeld mussten jedoch seine Kollegen Tuta, N‘Dicka und Touré den Laden zusammenhalten. Der Österreicher fehlte im Finale verletzt. Neun Tage nach dem Triumph von Sevilla hat "Hinti-Army" hinsichtlich der Fragen zu seiner Zukunft deutlich Stellung bezogen.


Eigentlich schien die Harmonie zwischen Eintracht Frankfurt und Martin Hinteregger stets zu passen. Der Österreicher präsentierte sich in den Spielzeiten 2019/20 und 2020/21 als knallharter Abräumer im Abwehrzentrum. Zudem kommt der Innenverteidiger durch seinen großen Arbeitseinsatz und seine bodenständige, aber emotionale Art sehr gut an.

In der abgelaufenen Saison lief beim 29-Jährigen aber längst nicht mehr alles rund. Zwar lieferte sich Hinteregger packende Schlachten mit den Top-Stürmern Europas, konnte aber in Summe nicht so ganz an die Konstanz der beiden vergangenen Jahre anschließen. Gegen Ende der Saison zeigte seine Formkurve aber wieder steil nach oben.

Hinteregger stand vor dem SGE-Aus: "Ist sehr viel in die Brüche gegangen"

In den letzten Monaten gab es auch immer wieder Gerüchte, dass die Eintracht sich vom Abwehrchef trennen möchte. Ein wenig überraschend ist aber dennoch, dass Hinteregger diese nun allesamt bestätigt hat. "In diesem Jahr ist sehr viel in die Brüche gegangen. Mir wurde im Spätherbst und zwischen den Viertelfinal-Spielen gegen Barcelona gesagt, dass ich im Sommer gehen soll“, erklärte er im Gespräch mit der Krone. Die kolportierte vorzeitige Verlängerung kommentierte er mit: "Blödsinn, stimmt nicht".

Von der Kehrtwende des Klubs zeigte sich der Spieler nun zwar überrascht, möchte sich die Champions League aber nicht entgehen lassen.

Hinteregger hatte schon vor dem EL-Finale Andeutungen gemacht, dass er das Vertrauen im Klub nicht spüre. "Es wurden Gespräche geführt, die für mich nicht optimal gelaufen sind. Ich könnte natürlich etwas erzählen, aber das wäre jetzt zu früh und würde vor dem Finale nur Unruhe hineinbringen. Das hat also keinen Sinn", erklärte er gegenüber der Kleine Zeitung.

Jetzt dürfte auch klar sein, was er damit genau gemeint hat. Erst ein Gespräch mit Trainer Oliver Glasner brachte laut BILD-Informationen die Wende und der Spieler soll bis Vertragsende 2024 bleiben.

Eintracht erhält Geldregen nach internationalen Erfolg: Hinteregger-Verkauf nicht nötig

Beim Thema Martin Hinteregger darf man nicht vergessen, dass sich die finanzielle Situation der Eintracht in den letzten Monaten drastisch verbessert hat. Der Klub hatte aufgrund der Corona-Pandemie durchaus seine Probleme, die jedoch nach dem Europa-League-Sieg natürlich deutlich geringer geworden sind. Die Hessen werden schließlich in der kommenden Saison in der Königsklasse auflaufen und den lukrativen europäischen Supercup gegen den CL-Sieger bestreiten. Die acht bis zehn Millionen Euro, die ein Hinteregger-Verkauf wohl gebracht hätten, benötigt man jetzt schlichtweg nicht mehr.

Ist ja zur Abwechslung mal ganz angenehm, dass ein Spieler nach ein paar rauschenden Feiern im Zuge des Europa-League-Sieges über die Tatsache hinweg sehen kann, dass er ein Verkaufskandidat war und nicht untröstlich wegen fehlender Wertschätzung ist.


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