Eintracht Frankfurt

Eintracht Frankfurt: Die Gewinner & Verlierer des Saisonstarts

Dominik Hager
Kolo Muani ist in einer herausragenden Form
Kolo Muani ist in einer herausragenden Form / Alexander Hassenstein/GettyImages
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Eintracht Frankfurt hat einen eher holprigen Saisonstart hingelegt, kam jedoch in den letzten Wochen besser ins Rollen und belegt aktuell Rang sieben. Dies ist gar nicht so schlecht, wenn man bedenkt, dass sich das Team mit den vielen Neuzugängen erst finden muss und unter anderem Filip Kostic den Verein verlassen hat. Einige Eintracht-Kicker haben in den vergangenen Wochen schon hervorragende Leistungen gezeigt, während andere noch auf Formsuche sind. Wir werfen einen Blick auf die Gewinner und Verlierer des Saisonstarts.


Die Gewinner des Saisonstarts

1. Randal Kolo Muani

Randal Kolo Muani hat sich bislang als absoluter Glücksgriff herausgestellt. Der Angreifer steckte auch bei aussichtslosen Spielständen nie auf und zeigte seine Qualitäten, wodurch er sich schnell einen Stammplatz sichern konnte. Kolo Muani ist ein ständiger Gefahrenherd und kommt in der Bundesliga auf zwei Tore und vier Vorlagen. Ein wenig lässt er noch die Konstanz vermissen, in den meisten Spielen zählt er jedoch zu den besten Spielern der Hessen. Seine Nominierung für die französische Nationalmannschaft war folgerichtig. Am durchsetzungsfähigen und mannschaftsdienlichen Angreifer wird man in Frankfurt noch viel Freude haben.

2. Daichi Kamada

Der Japaner galt im Sommer angesichts der starken Offensiv-Besetzung eigentlich als Verkaufskandidat, zumal man weiß, dass dieser auch mit einem Weggang liebäugelt. Bislang kann die Eintracht aber überaus froh darüber sein, dass Kamada noch in Frankfurt spielt. Der offensive Mittelfeldspieler zeigt regelmäßig seine spielerischen Fähigkeiten und ist zudem überaus effektiv. In der Bundesliga hat er bereits vier Tore erzielt und zwei Vorlagen gegeben - auch im DFB-Pokal konnte Kamada gleich doppelt treffen. Der Japaner ist der Dreh- und Angelpunkt in der Frankfurter Offensive.

3. Mario Götze

In Sachen Torgefahr und Effektivität kommt Mario Götze zwar nicht an Kamada und Kolo Muani ran, jedoch sind seine Leistungen nicht zu unterschätzen. Der 30-Jährige läuft unglaublich viel und verfeinert das Frankfurter Spiel mit seinen herausragenden Pässen. Auf diese Weise ist der deutsche WM-Held aus dem Jahr 2014 an der Entstehung einiger Treffer entscheidend beteiligt. Götze wirkt austrainiert und fit. Seine fußballerischen Fähigkeiten waren ohnehin immer herausragend. Macht Götze so weiter, könnte er sich sogar noch ein WM-Ticket schnappen.

4. Sebastian Rode

Wer gedacht hat, dass Sebastian Rode so langsam zum alten Eisen gehört und aus der Stammmannschaft verdrängt wird, sieht sich bislang getäuscht. Der 31-Jährige spielte zwar tatsächlich nicht jedes Spiel von Beginn an, überzeugte jedoch auf ganzer Linie. Der zentrale Mittelfeldspieler präsentierte sich zuletzt sogar als Torschütze und knipste gegen Leipzig und Stuttgart. Zudem sind auch seine Werte im Passspiel (85 Prozent) und im Zweikampf (54 Prozent) durchaus gut. Rode ist einfach Mr. Eintracht.


Die Verlierer des Saisonstarts

5. Lucas Alario

Lucas Alario sieht bei der Eintracht bislang noch wenig Land. Der Argentinier ist nur Ersatz und kommt über wenig effiziente Joker-Einsätze nicht hinaus. Der Mittelstürmer hat bislang lediglich im Pokal einen relativ belanglosen Treffer erzielt. Es gelingt den Hessen noch nicht, den Strafraumspieler in Szene zu setzen. Kolo Muani passt derzeit deutlich besser ins System und zeigt die klar besseren Leistungen.

6. Rafael Borré

Borré gehört definitiv zu den Enttäuschungen des Saisonstarts. Eigentlich dachte man, dass der Europa-League-Held des Vorjahres in dieser Saison so richtig durchstartet. Seine Ansätze im letzten Jahr waren schließlich richtig gut. Dafür kommt aktuell erstaunlich wenig vom 27-jährigen Kolumbianer. Bislang konnte er erst ein Tor in elf Pflichtspielen erzielen, was dazu führte, dass er seinen Stammplatz verloren hat.

7. Luca Pellegrini

Der Kostic-Nachfolger, der als Leihspieler von Juventus Turin kam, ist bislang eine Enttäuschung. Der Italiener fällt zu viel mit Theatralik und einer zu lässigen Körpersprache auf. Die klassischen Eintracht-Tugenden sucht man bei Pellegrini hingegen vergeblich. Zwar ist zu sehen, dass der Spieler einigermaßen kicken kann, jedoch sind seine Auftritte einfach nicht griffig und giftig genug, was insbesondere gegen den Ball ins Gewicht fällt. Pellegrini muss sich deutlich steigern, sonst dürfte er in Frankfurt keine Zukunft haben.

8. Ansgar Knauff

Mit der Verpflichtung von Ansgar Knauff hat die Eintracht endlich einen Schienenspieler gefunden, der als Pendant zu Kostic auch über die rechte Seite Druck erzeugen kann. Der deutsche U21-Nationalspieler war entscheidend am EL-Sieg beteiligt, fiel danach jedoch dem Kostic-Abgang ein wenig zum Opfer. Die daraus resultierende Umstellung auf Viererkette hat dafür gesorgt, dass er seinen festen Platz im Team verloren hat. Zwar kam er zuletzt wieder häufiger zum Einsatz, jedoch präsentiert er sich zu fehleranfällig und nicht durchsetzungsstark genug. In dieser Form wird es schwer, zur Stammmannschaft zu gehören.


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