Eintracht Frankfurt

Warum Sow für die Eintracht immer wichtiger wird

Nikolas Pfannenmüller
Djibril Sow trat zuletzt auch als Torschütze in Erscheinung.
Djibril Sow trat zuletzt auch als Torschütze in Erscheinung. / BSR Agency/GettyImages
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Der Aufwärtstrend von Eintracht Frankfurt in den vergangenen Wochen ist untrennbar mit Djibril Sow verbunden. Der Schweizer überzeugt nicht mehr nur mit seiner Laufstärke und als Zweikämpfer, sondern glänzt inzwischen sogar als Torschütze.


Rechnet man die Einsatzzeit von Djibril Sow in den drei Wettbewerben Bundesliga, Europa League und DFB-Pokal zusammen, ist der 24-Jährige einer von nur zwei Eintracht-Profis, der auf über 2.000 Saisonminuten kommt. Einzig Torhüter Kevin Trapp stand ein bisschen länger auf dem Platz.

Glasner setzt uneingeschränkt auf Sow

Trainer Oliver Glasner stellte Sow in allen 24 Pflichtspielen in die Startelf. Der zentrale Mittelfeldspieler zahlte das Vertrauen seines Coaches mit Leistung zurück. Und je länger die Hinrunde andauerte, desto souveräner spielte Sow.

Nachdem Sow 2019 von den Young Boys Bern zur Eintracht wechselte, spielte er zunächst noch unregelmäßig. In seiner ersten Saison bestritt Sow 18 Bundesligaspiele von Beginn an, wurde elfmal eingewechselt und war zweimal ohne Einsatz im Spieltagskader.

Über Gladbach und Bern nach Frankfurt

Nun in seiner dritten Saison hat sich Sow längst an den Spielstil der Bundesliga gewöhnt. Zwischen 2015 und 2017 hatte er als Nachwuchshoffnung drei Pflichtspieleinsätze für Borussia Mönchengladbach absolviert, aber die meiste Zeit in der zweiten Mannschaft der Fohlen verbracht.

Der Zwischenschritt zu den ambitionierten Bernern hat dem gebürtigen Züricher gutgetan. Bei den Young Boys sammelte Sow auch internationale Erfahrung in Champions League und Europa League.

Von seiner Bern-Zeit profitiert der 24-fache Schweizer Nationalspieler noch heute. Gemeinsam mit Kristijan Jakic bildet Sow bei der Eintracht eine stabile Doppelsechs.

Sow tritt inzwischen als Torschütze in Erscheinung

Bekannt ist, dass Sow seine Qualitäten in der Zweikampfführung hat. Nicht vergessen werden darf auch seine Laufstärke, dank dieser er zuverlässig Lücken schließt, die sich im Frankfurter Defensivverbund auftun. Außerdem belegt er mit einer Passquote von 88,22 Prozent den starken 19. Platz unter allen Bundesligaspielern.

Eine neue Eigenschaft ist allerdings seine Torgefährlichkeit. In der bisherigen Spielzeit hat Sow neben seinen vier Vorlagen auch drei eigene Treffer erzielt. In der Bundesliga hatte er zuvor nur ein Tor geschossen - am 2. November 2019 beim 5:1 gegen den FC Bayern München.

Sow spielt und denkt offensiver

Sow übernimmt im Angriffsspiel deutlich mehr Verantwortung. Er fand in den letzten Wochen immer besser die Balance aus Abwehrarbeit und Offensivgeist.

"Vor allem der Schweizer Nationalspieler hat Schwung in sein Spiel gebracht. Vorbei die Zeiten, in denen sich der 24-Jährige auf dem Platz in falscher Zurückhaltung übte. Die Pässe lieber nach hinten oder zur Seite spielte und so das Tempo verschleppte", schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung Anfang Dezember über den formstarken Sow.

Will die Eintracht sich ein Ticket für das internationale Geschäft sichern, wird Sow eine wichtige Rolle dabei spielen. Wenn alles glatt läuft und Frankfurt in der Europa League weit kommen wird, könnte Sow am Saisonende vielleicht ja sogar die 4.000-Minuten-Marke knacken.

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