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Eintracht Frankfurt

Die Spieler, die bei Eintracht Frankfurt am schwersten zu ersetzen sind

Nikolas Pfannenmüller
Filip Kostic (links) und Djibril Sow (rechts) sind aus der Startelf von Eintracht Frankfurt nicht wegzudenken.
Filip Kostic (links) und Djibril Sow (rechts) sind aus der Startelf von Eintracht Frankfurt nicht wegzudenken. / Stuart Franklin/GettyImages
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Im gesamten November und Dezember hat Eintracht Frankfurt nur ein einziges Spiel verloren. Abgesehen vom 2:3 gegen die TSG Hoffenheim wurden in diesem Zeitraum alle Bundesligaspiele gewonnen. Ohne eine Reihe an wichtigen Schlüsselspielern wäre dieser Höhenflug jedoch nicht möglich gewesen. Bei welchen Eintracht-Profis wäre ein verletzungsbedingter Ausfall kaum zu kompensieren? Die nachfolgende Liste mit den vier am schwersten zu ersetzenden Frankfurt-Spielern haben Martin Hinteregger und Daichi Kamada knapp verpasst.


4. Evan N'Dicka

Evan N'Dicka
Evan N'Dicka schoss in der Hinrunde zwei Tore. / Matthias Hangst/GettyImages

Evan N'Dicka ist mit einem geschätzten Marktwert von 28 Millionen Euro laut transfermarkt.de der teuerste Spieler der Eintracht. Mit 22 Jahren hat der Franzose noch massig Entwicklungspotential, doch schon jetzt ist der Innenverteidiger sehr wertvoll für Frankfurt.

Ist N'Dicka fit, spielt er. Das war in der letzten Saison schon so, 2021/2022 ist es genauso. Im Spielaufbau hat er gegenüber seiner ersten Bundesligasaison 2018/2019 große Fortschritte gemacht, in Luftduellen ist er sowieso über jeden Zweifel erhaben und in Zweikämpfen am Boden behält N'Dicka meist die Oberhand.

Warum ist der 1,92 Meter große Abwehrspieler "nur" auf Rang vier? Gegen den FC Bayern München bewiesen seine Teamkollegen, dass sie auch ohne ihn gut verteidigen können. Beim 2:1-Auswärtssieg fehlte N'Dicka mit einer Bänderdehnung.

3. Djibril Sow

Djibril Sow
Gerade gegen Ende der Hinrunde spielte sich Djibril Sow in einen Rausch. / Matthias Hangst/GettyImages

Der jüngste Aufwärtstrend der Eintracht hat unzweifelhaft auch mit dem Namen Djibril Sow zu tun. Wie wichtig Sow ist, wird deutlich, wenn man sich vor Augen führt, dass der Rechtsfuß in jedem Pflichtspiel der laufenden Saison von Beginn an spielte. Der Schweizer bildet gemeinsam mit Kristijan Jakic ein inzwischen eingespieltes und zuverlässiges Duo im defensiven Mittelfeld.

Als Torschütze ist der 24-Jährige in seinen zweieinhalb Jahren bei der Eintracht kaum aufgefallen, seit Ende November hat sich Sow mit seinen Treffern gegen Union Berlin, Leverkusen und Fenerbahce Istanbul allerdings dreimal in den Spielberichtsbogen eingetragen. Unter Trainer Oliver Glasner kann sich Sow stärker in die Offensive einschalten als noch unter Adi Hütter. Jakic hält dem 24-maligen Nationalspieler dabei den Rücken frei.

2. Kevin Trapp

Kevin Trapp
Kevin Trapp hat in Frankfurt noch einen Vertrag bis 2024. / Matthias Hangst/GettyImages

Kevin Trapp spielt eine tolle Saison. Das Highlight war zweifellos, als der 31-Jährige in München mit etlichen Glanzparaden seine Gegenspieler entnervte. Trapp war maßgeblich daran beteiligt war, dass Frankfurt nicht vier Gegentore bekam, sondern nur eins. Vorne zeigten sich die Feldspieler kaltschnäuzig. Für die Eintracht war es der erste Saisonsieg am siebten Spieltag.

Aber auch in den anderen Partien zeigte Trapp immer wieder seine Klasse. Mit grandiosen Reflexen hielt er den ein oder anderen Punktgewinn fest. Sollte Trapp irgendwann aus welchem Grund nicht spielen können, hat Frankfurt ein Problem. Denn seine beiden Vertreter Diant Ramaj und Jens Grahl haben kaum Matcherfahrung in der Bundesliga.

1. Filip Kostic

Filip Kostic
Hinter Thomas Müller, Florian Wirtz und Andrej Kramaric ist Filip Kostic auf einem geteilten vierten Platz, was direkte Torvorlagen angeht. / Alex Grimm/GettyImages

In der Diskussion um den am schwersten ersetzbaren Spieler der Eintracht führt kein Weg an Filip Kostic vorbei. Der 29-Jährige hat einen außergewöhnlichen Zug zum Tor. Sobald er sich in den Angriff einschaltet und die Linie entlang sprintet, bekommen seine Gegenspieler das Gefühl, dass Gefahr in Verzug ist. Nicht nur Kostics Flanken sind ernst zu nehmen, sondern auch sein Torabschluss.

Kostic hätte Frankfurt im Sommer fast verlassen und sich Lazio Rom angeschlossen. Dass der Wechsel nicht zustande kam, hat sich nicht negativ auf das Gemüt des Serben ausgewirkt. Mit drei Toren und neun Vorlagen in 21 Pflichtspielen lesen sich Kostics Statistiken beeindruckend. Wenn die Eintracht auf einen Spieler nicht verzichten kann, dann ist es Kostic.

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