"Ein Stück weit enttäuscht" - Sebastian Kehl äußert sich zu BVB-Personalentscheidung

Über die Entscheidung, Lars Ricken als Nachfolger von Aki Watzke zu bevorzugen und nicht auf ihn zu setzen, äußerte sich Sebastian Kehl am Samstag mit offenen Worten und gab seine Enttäuschung zu.
Sebastian Kehl
Sebastian Kehl / Jürgen Fromme - firo sportphoto/GettyImages
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"Es wäre der logische nächste Schritt für mich" - Das waren einst die Worte von Sebastian Kehl, als es um den Posten des BVB-Sport-Geschäftsführers und damit um die Nachfolge von Aki Watzke bei Borussia Dortmund ging. Am Ende wurde es aber überraschend Lars Ricken. Nachdem Markus Krösche bei Eintracht Frankfurt verlängert hatte, galt Kehl öffentlich eigentlich als Favorit auf die Watzke-Nachfolge, doch mit der Entscheidung pro Ricken geht Kehl in dieser Hinsicht leer aus.

Im Vorfeld des Bundesliga-Auswärtsspiels bei RB Leipzig wurde Kehl am Sky-Mikro gefragt, ob er von der Personalentscheidung enttäuscht sei. "Im ersten Moment ist man natürlich auch ein Stück weit enttäuscht. Ich glaube, das ist menschlich. Aber dann berappelt man sich kurz und ich freue mich für Lars - das ist ein richtiger Borusse", so der 44-Jährige.

Die Zusammenarbeit ist bereits in vollem Gange obwohl Ricken die Stelle erst am 1. Mai 2024 antreten wird. "Wir hatten direkt in der letzten Woche schon Kontakt gehabt - waren auch in dieser Woche fast jeden Tag zusammengesessen", gab Kehl Einblick in das Miteinander mit seinem ehemaligen Mitspieler Ricken. "Wir kennen uns sehr, sehr gut. Wir haben ein sehr vertrauensvolles Verhältnis und das wird hoffentlich sehr viel Spaß machen."

Kehl ordnet sich unter - "Am Ende geht es um Borussia Dortmund."

Ob Kehl nach der Entscheidung, bei der Neubesetzung auf Ricken und nicht auf ihn zu setzen, daran gedacht habe, Borussia Dortmund zu verlassen, ließ Kehl ein Stück weit offen und antworte lediglich "Das spielt für mich im Moment überhaupt keine Rolle. Mir macht die Arbeit hier viel zu viel Spaß. Wir haben im Moment viel zu schöne Ziele".

Dass ihm seine künftige Rolle beim BVB Spaß machen würde, daran ließ Kehl zunächst wenig Zweifel und stellte sich ganz in den Dienst seines Vereins. "Sportdirektor bei Borussia Dortmund - ich meine: Michael Zorc hat das über 20 Jahre sehr, sehr erfolgreich gemacht und das macht am Ende eine Menge Spaß. [...] Am Ende geht es um Borussia Dortmund. Ich identifiziere mich mit diesen Aufgaben und mit diesem Klub."


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