Die besten Spieler im WM-Achtelfinale

Dominik Hager
Gonçalo Ramos war der Star der Achtelfinals
Gonçalo Ramos war der Star der Achtelfinals / Anadolu Agency/GettyImages
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Die Achtelfinal-Partien der WM haben mit dem Sieg von Marokko über Spanien lediglich eine Überraschung hervorgebracht. Die Top-Stars der großen Nationen zeigten sich überwiegend in starker Form, jedoch konnte auch der ein oder andere weniger bekannte Name für Furore sorgen. Wir werfen einen Blick auf die besten Spieler in der Runde der letzten 16.


1. Denzel Dumfries (Holland)

Denzel Dumfries ist ein Spieler für die großen Turniere. Dies hat man bei der EM im Vorjahr gesehen und bestätigt sich nun auch bei der WM in Katar. Sein Achtelfinal-Auftritt gegen die USA war schlichtweg überragend. Zunächst bereitete der rechte Schienenspieler zwei Treffer mustergültig vor, ehe er fünf Minuten nach dem US-amerikanischen Anschlusstreffer mit seinem Tor den Deckel draufmachte. Dumfries ist offensiv einfach eine brutale Waffe.

2. Daley Blind (Holland)

Dumfries Gegenüber Daley Blind agierte gegen die US-Boys nicht weniger stark. Obwohl der linke Schienenspieler eigentlich gar kein so offensiv ausgerichteter Spielertyp ist, sorgte er im Achtelfinale diesbezüglich für Furore. Mit einem Tor und einem Assist war Blind neben Dumfries der entscheidende Faktor für das Weiterkommen der Elftal. Zudem überzugte der Ajax-Star auch noch mit 80 Prozent gewonnenen Zweikämpfen.

3. Lionel Messi (Argentinien)

Von den Zuschauern gehuldigt und den Australiern gefürchtet, lieferte Messi im Achtelfinale ab und war der entscheidende Faktor für den Sieg der Argentinier. Messi brachte sein Team in der ersten Halbzeit in Führung und war auch im Anschluss kaum in den Griff zu bekommen. Hätte Lautaro Martinez nicht die Chancenverwertung eines Lukakus (oder wahlweise deutschen Angreifers) an den Tag gelegt, wäre auch der ein oder andere Assist hinzugekommen.

4. Kylian Mbappé (Frankreich)

Kylian Mbappé ist derzeit wohl der beste Spieler auf dem Planeten. Der pfeilschnelle Offensivspieler kommt bei der WM bereits auf fünf Tore und zwei Vorlagen, obwohl er gegen Tunesien nur eingewechselt wurde. Top erholt zeigte er sich gegen Polen jedoch von seiner besten Seite. Mbappé war an allen Treffern von Les Bleus beteiligt, indem er zwei davon selbst erzielte und einen vorbereitete. Wer soll diesen Mann stoppen?

5. Jude Bellingham (England)

Zwar hat Jude Bellingham beim 3:0 der Engländer nicht selbst getroffen, dafür aber das 1:0 vorbereitet und das 2:0 auf die Strecke gebracht. Dazu bestritt der BVB-Star die meisten Zweikämpfe auf dem Platz, gewann diese zu großen Teilen und erreichte eine Passquote von über 90 Prozent. Kein Wunder, dass der komplette Mittelfeldspieler in den sozialen Netzwerken gefeiert wurde.

6. Phil Foden (England)

Von Southgate in der Gruppenphase noch eingebremst, wandelte Foden gegen Senegal seinem Ärger in Energie um. Foden war auf dem Flügel kaum zu stoppen und immer wieder der Ausgangspunkt gefährlicher Angriffe. Mit seinen Assists zum 2:0 und 3:0 hatte der Man-City-Star einen großen Anteil am ungefährdeten Weiterkommen.

7. Wataru Endo (Japan)

Zwar hat Japan durch ein schwaches Elfmeterschießen den Einzug ins Viertelfinale verpasst, jedoch lag dies nicht an Wataru Endo. Der VfB-Star lieferte im Mittelfeld über 120 Minuten eine bockstarke Partie ab. Endo gewann sechs seiner sieben Zweikämpfe und war auch auf dem Weg nach vorne bei fast allen gefährlichen Aktionen mit dabei. Insgesamt zeigte er sich an sieben von 13 japanischen Torschüssen beteiligt und hatte zudem eine starke Passquote von 88 Prozent. Viel mehr geht da wirklich nicht.

8. Dominik Livakovic (Kroatien)

Der kroatische Schlussmann wurde im Elfmeterschießen zum Held. Zugegeben, die Elfmeter von Japan waren schwach geschossen, jedoch muss ein Keeper natürlich trotzdem erstmal drei Strafstöße halten.

9. Lucas Paqueta (Brasilien)

Lucas Paqueta fühlt sich an der Seite von Casemiro sichtlich wohl und hat auch im Viertelfinale gegen Südkorea eine starke Leistung geboten. Der West-Ham-Profi konnte offensiv immer wieder Akzente setzen und sorgte für die richtige Balance im Spiel. Zudem reihte sich der Mittelfeldspieler mit seinem Treffer in der 36. Minute in die Torschützenliste ein.

10. Richarlison (Brasilien)

Nach seinem Zauber-Tor in der Gruppenphase gegen Serbien, zeigte Richarlison auch gegen Südkorea wieder Samba-Fußball vom Feinsten. Der Angreifer erzielte in der 29. Minute das wohl am schönsten herausgespielte Tor der Partie. Seinen festen Platz im Sturm der Selecao hat der Tottenham-Star einmal mehr zementiert.

11. Thiago Silva (Brasilien)

Der 38-Jährige zeigte, dass er noch immer zu den besten Verteidigern der Welt gehört. In der Defensive agierte er wie gewohnt als Ruhepol, gewann 100 Prozent seiner Zweikämpfe und brachte 94 Prozent seine Pässe an den Mann. Zudem glänzte er mit einem herrlichen Zuspiel auf Richarlison, der den tollen Angriff mit einem Tor abschloss.

12. Bono (Marokko)

Wer gegen Spanien seinen Kasten sauber hält, obwohl es sogar in die Verlängerung und ins Elfmeterschießen ging, muss einiges richtig gemacht haben. Bono war stets zur Stelle, wenn die ideenlosen Spanier dann doch mal vor seinem Tor auftauchten und legte mit Ball am Fuß eine bemerkenswerte Ruhe an den Tag. Im Elfmeterschießen parierte er von den drei spanischen Schüssen zwei, während der dritte an den Pfosten krachte. Ein famoser Auftritt!

13. Gonçalo Ramos (Portugal)

Gonçalo Ramos rückte für keinen Geringeren als Cristiano Ronaldo in die Startelf und stand demnach durchaus unter Zugzwang, auch zu liefern. Dies tat der junge Angreifer von Benfica von Beginn an. Es dauerte gerade mal 17 Minuten, bis er Sommer mit einem Kracher unter die Latte überwand. Der 21-Jährige ließ zwei weitere Treffer und einen Assist folgen und war entscheidend dafür, dass den Portugiesen ein derartiges Schützenfest gelang.

14. João Felix (Portugal)

João Felix beim Fußball spielen zuzusehen ist schlichtweg ein Hochgenuss. Der bei Atlético oft so unglücklich agierende Stürmer blüht in der Nationalmannschaft förmlich auf und machte auch im Achtelfinale ein grandioses Spiel. Felix bereitete zwei Treffer vor, gewann 80 Prozent seiner Zweikämpfe und verzauberte mit seiner grandiosen Technik.

15. Pepe (Portugal)

Cristiano Ronaldo dürfte ein wenig neidisch auf den 39-jährigen Pepe blicken, der weiterhin in der Startelf stehen darf, seine Kapitänsbinde übernahm und sich dann auch noch mit einem wuchtigen Kopfball in die Torschützenliste eintragen konnte. Defensiv wurde Pepe kaum gefordert, löste seine Aufgaben jedoch souverän.


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