Die besten Spieler der WM-Vorrunde

Dominik Hager
Kylian Mbappé gehört zu den stärksten Spielern der Vorrunde
Kylian Mbappé gehört zu den stärksten Spielern der Vorrunde / Aurelien Meunier/GettyImages
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Die WM-Vorrunde ist Geschichte - und damit auch schon für den ein oder anderen Star alles vorbei. Durch das Raster fielen unter anderem Kevin de Bruyne, Joshua Kimmich und Federico Valverde. Es ist jedoch auch an der Zeit, Bilanz zu ziehen und die stärksten Akteure der Vorrunde gesondert zu erwähnen.


1. Kylian Mbappé (Frankreich)

Man kann von Kylian Mbappé halten, was man möchte, jedoch ist er sportlich schlichtweg Weltklasse. Das hat der 23-Jährige auch in der Gruppenphase der WM wieder bewiesen. Der PSG-Star war mit seinen beiden Treffern gegen Australien mitentscheidend für die Wende und glänzte auch gegen Dänemark mit einem Assist und dem Last-Minute-Tor zum Sieg. Mehr abliefern kann man eigentlich nicht. Demnach wurde Mbappé auch gegen Tunesien zunächst auf die Bank verfrachtet, um Kräfte zu sparen.

2. Cody Gakpo (Niederlande)

Die Elftal hat trotz sieben Zählern in der Gruppenphase eigentlich ziemlich enttäuscht. Dies gilt vor allem für die Offensive. Die einzige Ausnahme bildete Eindhoven-Star Cody Gakpo. Der Youngster traf in allen drei Vorrundenspielen gegen Senegal, Ecuador und Qatar und sorgte permanent für Wirbel. Ohne den Offensivspieler hätte die Vorrunde aus Oranje-Sicht auch enden können wie bei Belgien oder Deutschland.

3. Bruno Fernandes (Portugal)

Wer mit Cristiano Ronaldo im Team ist, muss sich jeden Treffer hart verdienen. Dieser möchte schließlich - egal ob er am Ball war oder nicht - am liebsten jeden Treffer für sich verbuchen. Bruno Fernandes war trotzdem der beste Portugiese der Vorrunde und einer der besten Spieler des gesamten Turniers. Der United-Star war beim 3:2 gegen Ghana mit zwei Vorlagen mitentscheidend und mit seinem Doppelpack gegen Uruguay auch verantwortlich für den zweiten Sieg.

4. Lionel Messi (Argentinien)

Lionel Messi jagt mit Argentinien seinem großen Traum nach, endlich Weltmeister zu werden. In der Gruppenphase lief bei Messi und Co längst nicht alles rund, jedoch war der Superstar im entscheidenden Moment zur Stelle. Nach der Sensations-Pleite gegen Saudi Arabien, bei der Messi noch der beste Spieler seines Teams war, sorgte der PSG-Star gegen Mexiko mit seinem Traumtor aus 25 Metern für die Erlösung. Zudem bereitete er das 2:0 vor. Ebenfalls stark präsentierte er sich im letzten Spiel gegen die Polen, wenngleich er einen Elfmeter verschoss. Messi läuft in Top-Form auf, hat aber sogar noch Luft nach oben, was die Effizienz betrifft.

5. Álvaro Morata (Spanien)

Effizienz ist das Wort, das sich wohl am besten als Antonym für Morata eignet. Der Spanier ist ein bekennender Chancentod, weswegen er trotz seiner fußballerischen Klasse nie ein Weltklasse-Stürmer geworden ist. Bei der WM 2022 ist das jedoch anders. Morata hat beim 7:0 gegen Costa Rica ein Tor erzielt und eine Vorlage gegeben. Deutlich wichtiger war jedoch sein Joker-Treffer gegen das DFB-Team. Gegen Japan erzielte Morata einen weiteren Treffer, der jedoch die Niederlage nicht verhinderte. Dies dürfte den Spaniern aber herzlich egal sein.

6. Enner Valencia (Ecuador)

Ecuador kann einem schon ein wenig leidtun. Die Südamerikaner haben wahrlich eine gute WM gespielt und die Elftal beispielsweise spielerisch auseinandergenommen. Am Ende steht trotzdem das Aus als bitteres Resultat fest. An Enner Valencia hat es jedoch nicht gelegen. Der Angreifer sorgte gegen Katar mit einem Doppelpack für klare Verhältnisse und erzielte auch den Treffer beim 1:1 gegen Holland. Lediglich gegen Senegal ging er leer aus.

7. Ritsu Doan (Japan)

Japan gehört zu den Überraschungen schlechthin in der WM-Gruppenphase. Einen großen Anteil daran hat definitiv auch Ritsu Doan. Der Freiburger erzielte den wichtigen Ausgleichstreffer gegen das DFB-Team und tat selbiges im letzten Gruppenspiel gegen Spanien. Zudem war er auch an der Entstehung des Siegtreffers mitbeteiligt. Insgesamt kann man Doan für eine sehr effiziente Performance loben.

8. Mohammed Kudus (Ghana)

Mohammed Kudus hat mit den Black Stars zwar das Achtelfinale verpasst, gehörte jedoch zu den Entdeckungen des Turniers. Der Youngster von Ajax zeigte bereits gegen Portugal eine sehr griffige Leistung, ehe er gegen Südkorea mit zwei Toren zum Helden wurde. Der Mittelfeldspieler zeigte auch gegen Uruguay eine starke Leistung, wurde für seinen Einsatz aber nicht belohnt. 17 geführte Zweikämpfe, ein herausgeholter Elfmeter und ein Pfostentreffer symbolisieren seinen hervorragenden, aber letztlich glücklosen Auftritt. Von Kudus werden wir dennoch noch einiges hören.

9. Wojciech Szczęsny (Polen)

Der polnische Keeper hat eine makellose Vorrunde gespielt und ist entscheidend daran beteiligt, dass sein Heimatland noch vertreten ist. In den Spielen gegen Mexiko und vor allem Saudi Arabien geriet er mächtig unter Beschuss, behielt jedoch seine weiße Weste. Gegen Argentinien war das nicht mehr möglich, jedoch parierte er immerhin einen Elfmeter von Lionel Messi. Bislang ist Wojciech Szczęsny ganz klar der Keeper des Turniers.

10. Casemiro (Brasilien)

Casemiro ist seit Jahren eine echte Konstante im Weltfußball. Der Sechser gehört gegen den Ball zu den besten Spielern überhaupt und ist mit seiner starken Zweikampfführung und seinem ebenso guten Stellungsspiel ein wichtiger Anker der Selecao. Diese Qualitäten brachte er auch in seinen beiden Einsätzen gegen Serbien und die Schweiz auf den Platz. Eher ungewöhnlich ist es hingegen, dass Casemiro auch mit Ball gefährlich war. Gegen die Serben traf der Brasilianer beinahe mit einem satten Distanzschuss, ehe er gegen die Schweiz das wichtige Siegtor erzielte.

11. Adrian Rabiot (Frankreich)

Wer kann Paul Pogba und N‘Golo Kanté bei Les Bleus im Mittelfeld ersetzen? Nach der Vorrunde muss man ganz klar konstatieren, dass Rabiot das gelungen ist. Der Juve-Star präsentierte sich spielstark, lauffreudig und führte das junge Mittelfeld mit seiner Erfahrung an. Beim 4:1 gegen Australien war er mit einem Tor und einer Vorlage zudem mitentscheidend für die Wende. So stark hat man den 27-Jährigen selten gesehen.

12. Josko Gvardiol (Kroatien)

Der Leipzig-Star hat es wahrlich nicht leicht in einer nicht wirklich gut besetzten kroatischen Defensive. Sicherlich war auch unfassbar viel Glück dabei, dass Kroatien lediglich ein Gegentor in der Vorrunde kassiert hat. Alleine Lukaku hatte in den letzten zehn Minuten mehr Chancen als ein gewöhnlicher Stürmer im ganzen Turnier bekommt. Gvardiol hat dennoch alles abgeräumt, was möglich war. Eine ganz starke Leistung, womit er seine eher durchwachsene Hinrunde bei RB Leipzig fürs Erste vergessen macht.

13. Theo Hernández (Frankreich)

Der pfeilschnelle Außenverteidiger hat auch in der WM-Vorrunde gezeigt, dass er inzwischen zu den besten Spielern auf seiner Position gehört. Der Milan-Star ist insbesondere auf dem Weg nach vorne eine echte Waffe. Hernández hat gegen Australien und Dänemark mit je einem Assist geglänzt und grandiose Quoten in Sachen Passspiel und Zweikämpfe vorzuweisen. Dies zeigt, dass er inzwischen ein kompletter Linksverteidger ist. Bitter nur, dass er ausgerechnet durch die Verletzung seines Bruders ins Team rückte.


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