375 Kilometer von Hamburg entfernt: Ottensen muss für Pokal-Auftaktmatch gegen Leipzig weit reisen

Dominik Hager
Für Teutonia Ottensen wird die Pokal-Reise gegen den RB Leipzig eine bedenklich lange.
Für Teutonia Ottensen wird die Pokal-Reise gegen den RB Leipzig eine bedenklich lange. / Christof Koepsel/GettyImages
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Groß war der Jubel beim FC Teutonia 05 Ottensen, nachdem man mir Titelverteidiger RB Leipzig einen echten Top-Gegner in der 1. Pokal-Hauptrunde gezogen hat. Die Freude kippte aber schon bald ein wenig in Verzweiflung, nachdem die Suche nach einer passenden Austragungsstätte komplizierter wurde als erhofft. Nun steht fest, wo Ottensen sein "Heimspiel" austragen wird.


375 Kilometer muss der FC Teutonia 05 Ottensen auf sich nehmen, um seine Pokal-Party gegen RB Leipzig zu feiern. Ein Heimspiel, dass dieser Bezeichnung eigentlich gar nicht gerecht wird. Tatsächlich ist die Distanz absolut rekordverdächtig. Wie RB Leipzig mitteilte, wird die Partie im Dessauer Paul-Greifzu-Stadion (20.000 Zuschauerplätze) stattfinden. Um vom Hamburger Stadtteil Ottensen nach Dessau zu kommen, müssen die Fans knappe vier Stunden Fahrzeit auf sich nehmen. Das ist aber noch nicht alles: Von Leipzig liegt das Stadion gerade mal gute 70 Kilometer und eine Stunde Fahrzeit weg. Verkehrte Welt also.

Teutonia Ottensen scheitert an St. Pauli-Ideologie

Eine prickelnde Lösung für Teutonia Ottensen sieht definitiv anders aus. Der Regionalliga-Klub darf das Spiel nicht im eigenen Stadion "Hoheluft" austragen, weil in diesen auf einem nicht zugelassenen Kunstrasen gespielt werden müsste. Eigentlich wollte der Viertligist die Partie daher am Millerntor austragen. Mit dem Vorhaben scheiterte man allerdings, da der FC St. Pauli Gegner RB Leipzig keine Bühne bieten möchte.

Schade: Mit der ablehnenden Haltung hat St. Pauli ausschließlich RB Leipzig in die Karten gespielt und dem kleinen Nachbar-Verein ein großes Pokalspiel in der Heimatstadt verwehrt. Trotzdem muss man sich schon darüber wundern, dass Ottensen nicht eine Spielstätte gefunden hat, die mehr vor der eigenen Haustür als vor der des Gegners liegt. Bei den heutigen Spritpreisen kann man schon fast sagen: Die Reise nach Dessau übersteigt kostentechnisch die Pokal-Einnahmen.

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