FC St. Pauli

Absage vom FC St. Pauli: Ottensen darf Pokal-Match gegen Leipzig nicht am Millerntor bestreiten

Dominik Hager
Das Millerntor-Stadion bleibt zu: Ottersen muss bei Pokal-Debüt ausweichen
Das Millerntor-Stadion bleibt zu: Ottersen muss bei Pokal-Debüt ausweichen / Jeremy Moeller/GettyImages
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Der FC Teutonia 05 Ottensen hat sich vom FC St.Pauli einen Korb eingefangen. Der Reginalligist darf sein DFB-Pokal-Match nicht im Millerntor austragen. Grund dafür ist der bei den St. Paulianern verhasste Gegener der Pokal-Debütanten.


Was für ein Jubel! Der FC Teutonia 05 Ottensen hat erstmals in der Vereinsgeschichte die DFB-Pokal-Hauptrunde erreicht und mit RB Leipzig zudem auch noch einen echten Top-Gegner gezogen. Genau dieses Los wurde den Siegern des Hamburger LOTTO-Pokals nun aber zum Verhängnis.

Aufgrund der Tatsache, dass das eigene Stadion aufgrund eines nicht zugelassenen Kunstrasens nicht den Anforderungen für den DFB-Pokal entspricht, muss der Klub ausweichen. Das bevorzugte Ziel ist dabei das Millerntor gewesen, in dem normalerweise bis zu 30.000 Fans den FC St. Pauli antreiben. Der Zweitligist hat Ottensen nun aber eine Absage erteilt.

St. Pauli erteilt Ottensen eine Absage: "Modell von RB äußerst kritisch"

Die Erklärung des Vereins dazu ist ein wenig kurios: "Bekanntermaßen sieht der FC St.Pauli das Modell von RB äußerst kritisch, da es nach unserer Auffassung nicht vereinbar mit der 50+1-Regelung ist, für die wir uns engagieren. Auch in unserer Fanszene stößt das Modell von RB auf starke Ablehnung“, zitierte das Hamburger Abendblatt eine Erklärung der St. Paulianer. Der Klub möchte "RB nicht über nötige Pflichtspiele hinaus eine Bühne geben". Insbesondere nicht am Millerntor, welches "als Symbol für einen solidarischen und gerechten Fußball steht".

Selbstredend ist der FC St. Pauli keinesfalls verpflichtet, sein Stadion einem anderen Klub zu leihen, jedoch ist die Erklärung schwer greifbar. Man würde schließlich nicht RB Leipzig einen Gefallen tun, sondern Teutonia 05 Ottensen. Da zwischen den beiden Klubs keine Rivalität herrscht, hätte man schon erwarten können, dass man dem Nachbar-Klub auf seiner Stadionsuche unter die Arme greift. Was hätte denn schon groß dagegen gesprochen, dem Regionalligisten zu helfen, um RB Leipzig vielleicht sogar ein Bein zu stellen?

Ottensen prüft weitere Optionen: Geht es ins Hamburger Volksparkstadion

Dem Pokal-Debütant bleibt aber nun nichts andere übrig, als die Suche nach einem Austragungsort fortzusetzen. Dem Fumsmagazin zufolge ist wenig überraschend das Hamburger Volksparkstadion die nächste Anlaufstelle. Hierbei handelt es sich natürlich auch um eine großartige Spielstädte für die Pokal-Party, jedoch ist die Arena mit knapp 60.000 Plätze eigentlich zu groß. Mit einer grandiosen Stimmung dürfte es demnach schwer werden.

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