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DFB-PK vor dem WM-Auftakt: Musiala und Süle sprechen über ihre Rollen

Dominik Hager
Niklas Süle und Jamal Musiala freuen sich auf den WM-Auftakt
Niklas Süle und Jamal Musiala freuen sich auf den WM-Auftakt / Marvin Ibo Guengoer - GES Sportfoto/GettyImages
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Am Dienstag geht das WM-Abenteuer auch für das DFB-Team los. Zwei Tage vor der Partie gegen Japan haben sich Niklas Süle und Jamal Musiala im Rahmen einer PK den Fragen der Journalisten gestellt. Wir haben die wichtigsten Aussagen zusammengefasst.


Vieles deutet darauf hin, dass insbesondere Jamal Musial, aber auch Niklas Süle bei der WM eine tragende Rolle spielen werden. Bei beiden Akteuren ist jedoch noch nicht klar, welche Position sie bekleiden werden. Niklas Süle musste beim BVB häufiger auf die Rechtsverteidigungsposition ausweichen. Aufgrund des akuten Außenverteidiger-Mangels wäre dies auch im DFB-Team möglich. Der 27-Jährige zeigte sich auf der PK bereit und offen für jede Position.

"In der Spielvorbereitung ändert es nichts, weil ich mich immer gleich vorbereite. Am Ende muss der Bundestrainer entscheiden, wo ich den größten Mehrwert für die Mannschaft habe. Ich bin gelernter Innenverteidiger, das weiß der Bundestrainer. Aber ich spiele da, wo ich den größten Mehrwert für die Mannschaft habe", stellte der BVB-Star klar.

Bei Musiala dreht sich alles um die Frage, ob er denn auf seiner Lieblingsposition auf der Zehn agieren darf. Der 19-Jährige zeigte sich diesbezüglich jedoch zurückhaltend, vermutlich wohlwissend, dass auch Thomas Müller in einer solchen Rolle eine Option ist. "Wir haben viel Qualität auf den offensiven Positionen. Ich kann mich überall positionieren. Am Ende entscheidet der Trainer, wo jemand spielt. Es gibt viele Spieler, die auf der Zehn spielen können", stellte das Bayern-Juwel klar.

Würde man eine Meinungsumfrage starten, wären sich vermutlich aber die meisten Experten einig, dass Musiala bei der WM auf die Zehn gehört. Vergleiche mit Lionel Messi sind inzwischen keine Seltenheit mehr. Der Youngster möchte sich aber auf sich selbst konzentrieren. "Mit Messi verglichen zu werden ist schon eine Riesenehre. Aber ich fokussiere mich darauf, was ich als Jamal machen kann. Ich muss immer weitermachen", erklärte er.

Süle möchte Musiala schützen: "Er soll auf dem Boden bleiben"

Besonders wichtig ist es für Jamal Musiala, bei all dem Lob auf dem Boden der Tatsachen zu bleiben. Dies empfindet auch Niklas Süle so, der seinen jungen Kollegen schützen möchte. "Ich will ihn nicht zu viel loben, weil er auf dem Boden bleiben soll", positionierte er sich klar. "Aber da habe ich bei Musiala keine Angst", erklärte Süle. Dieser sei mit beiden Beinen auf dem Boden, jedoch auch erst 19 Jahre alt, weshalb man vorsichtig sein müsse. "Er soll einfach seine Form aus München bestätigen, dann ist er sehr wichtig für uns", führte Süle weiter aus.

Im Anschluss erklärte zwar Musiala schmunzelnd, dass er Süle auch nicht zu sehr loben wolle, gab aber zu, dass er gegen den Abwehr-Koloss durchaus seine Probleme hat. "Es ist eklig gegen ihn zu spielen. Er sagt im Training immer wieder, dass ich mich gegen ihn verstecke. Aber er ist ein richtig guter Verteidiger mit viel Qualität", so Musiala.

Ist das DFB-Team ein Titelkandidat? Musiala und Süle zeigen sich optimistisch

Selbstbewusst in Bezug auf die anstehenden Aufgaben, zeigten sich letztlich beide. "Wir haben die Qualität, weit zu kommen. Wir gehen mit dem Mindset rein, den Titel gewinnen zu können. Wir glauben daran und haben alle Bock darauf, dass es jetzt losgeht", zeigte sich Musiala optimistisch.

Niklas Süle setzt dabei insbesondere auf die Qualitäten von Hansi Flick, die er als ehemaliger Bayern-Spieler unter dem jetzigen DFB-Coach natürlich bestens einschätzen kann.

"Was der Bundestrainer kann, ist einen guten Plan zu entwickeln. Wir haben die Möglichkeit, in so einem Turnier etwas zu schaffen, was nicht jeder Fußballer von sich behaupten kann. Daher ist da eine Extra-Motivation gar nicht nötig. Aber Flick bekommt es hin, eine Einheit zu schaffen und das brauchen wir", äußerte sich der Innenverteidiger.

Hält die DFB-Abwehr? "Haben gezeigt, dass wir das können"

Der Knackpunkt in Bezug auf ein erfolgreiches Turnier dürfte insbesondere in der Abwehr liegen. Dort gibt es schließlich keinen Bayern-Block, sondern vier Spieler aus wahrscheinlich vier verschiedenen Vereinen. Die letzten Auftritte machten durchaus ein wenig Sorge und gerade der offensive Flick-Stil verzeiht keine Fehler. Niklas Süle will sich davon jedoch nicht verrückt machen lassen.

"Wir spielen jetzt schon mehrere Spiele in diesem Verbund. Wir müssen in diesem Turnier Sicherheit ausstrahlen und eine gewisse Restverteidigung haben. Da hatten wir gegen den Oman zwei, drei Dinge, die wir verbessern müssen. Aber ich denke, wir haben auch schon gezeigt, dass wir das können", gab er sich optimistisch.



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